Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 604 Bietigheim (Stadt Bietigheim-Bissingen), Friedhofskirche St. Peter 1621

Beschreibung

Kleines Epitaph für die Kinder des Arztes David Mögling. Außen an der Südwand des Langhauses, vierter Stein von Osten. Hochrechteckige Platte aus gelbem Sandstein, oben giebelförmig endend; im Giebelfeld Engelskopf, Rahmenleiste von Perlstab begleitet. Im Feld auf die Mittelachse ausgerichtete Inschrift.

Maße: H. 122, B. 71, Bu. wechselnder Größe.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 25, Nr. 604 - Bietigheim-Bissingen-Bietigheim - 1621

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. D(EO) O(PTIMO) M(AXIMO) S(ACRVM) / PVELLO PVELLISQVE / SVAVISSIMIS / ANNAE VRSVLAE / MAGDALENAE / DANIELI / DO(CTORIS)a) : DAVIDIS MÖGLING MEDIGIb) / FILIOLISc) / FILIOLOQ(VE)d) / POST ABLVTIONEM · E · SACRO / FONTE · IN SANCTA INNO / CERNTIAe) DEFVNCTIS / A(NNO) · M(?) · D(OMINI) / 1614 · IVLII · 26 · / 1620 · IVLII · 2 · / 1621 · FEBRVARII · 12 · / QVIETEM PRECATVS HOSPES / INFANTIBVS TE QVAM SIMILIMVMf) GERE / POST FATA QVANDO OPTAS BEATE VIVERE /

Übersetzung:

Dem allerhöchsten Gott geweiht. Für das Knäblein und die allerliebsten Mädchen Anna Ursula, Magdalena, Daniel, Töchterchen und Söhnchen des Arztes Doktor David Mögling, nach der Taufe aus dem geheiligten Quell in heiliger Unschuld verstorben…

Der du um die himmlische Ruhe gebeten hast, Fremdling, werde diesen Kindern so ählich wie nur möglich, wenn du nach dem Tode selig zu leben wünschst.

Kommentar

Johann David Mögling war Stadtphysicus zu Bietigheim 1612ff., dann 1622–1635 zu Calw; seine erste Frau ist nicht bekannt; in Calw heiratete er 1628 Maria Salome Kupferschmid, die Witwe des Ludwig Renninger.1 Er entstammte einer Uracher Familie, aus der zahlreiche Ärzte hervorgingen. Der lateinisch abgefaßten und in Bietigheim deshalb ungewöhnlichen Grabschrift war der Steinmetz nicht gewachsen.

Textkritischer Apparat

  1. Nach O zwei Buchstaben verhauen.
  2. So für MEDICI.
  3. Zunächst war FILIOLVS eingehauen.
  4. Verbessert aus FILVOLO.
  5. So für INNOCENTIA.
  6. So für SIMILLIMVM.

Anmerkungen

  1. Pfeilsticker 2207, 2286. – Zu weiteren Gliedern der Familie vgl. ebd. Registerband, ferner Bernhardt, Register.

Nachweise

  1. Roemer, in: BllWürttFamilienkunde 3 (1928) 26 nr. 9.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 604 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0060409.