Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 432† Münchingen (Stadt Korntal-Münchingen), ev. Pfarrkirche St. Johannes d. T. 1591

Beschreibung

Grabplatte der Agnes von Hoheneck zu Vilseck geborene von Münchingen. Im Jahr 1969 noch außen an der Südseite des Chores; 1981 nicht auffindbar. Hochrechteckige Platte aus Sandstein mit schmaler Randleiste; das vertiefte Feld quergeteilt: oben zwei Vollwappen in Relief auf reich verziertem Grund, unten Inschrift-Kartusche mit Beschlagwerk-Rahmen. Schlecht erhalten, die Wappen bestoßen und abgerieben, Inschrift fast vollständig zerstört; Reste links außen (ursprünglich ca. 10 Zeilen).

Schriftart(en): Fraktur, erhaben.

DI 25, Nr. 432 - Korntal-Münchingen-Münchingen - 1591

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. A[nno . . . . . . . . . . . . . . . . . .] // . . . . . . . . .vm Den [. . . . . . . . .] / Amen · /

Wappen:
HoheneckMünchingen

Kommentar

Die Verstorbene war eine Tochter des Werner von Münchingen (gest. 1565).1 1568 heiratete sie den württembergischen Landhofmeister (1570–1579) Jakob von Hoheneck zu Vilseck (gest. 1609), seit 1578 Herr auf Schloß Helfenberg.2 Die Tochter Ursula erhielt ein Grabmal in Karlsruhe-Knielingen3, die Tochter Martha Agnes war Stiftsdame in Oberstenfeld.4

Anmerkungen

  1. Vgl. nr. 371 und Stammtafel Münchingen.
  2. Bernhardt I 386–388.
  3. Vgl. DI. XX (Karlsruhe) nr. 332. – Über Agnes gelangte der Hohenecker Hof in Bruchsal an die Hoheneck; vgl. ebd. nr. 223.
  4. Vgl. nr. 623.

Nachweise

  1. A. Schahl, in: Heimatbuch Münchingen 1973, Abb. auf S. 271.
  2. Archiv-Photo der Inschriften-Kommission der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, aufgenommen 1969.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 432† (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0043202.