Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 421 Unterriexingen (Stadt Markgröningen), Frauenkirche 1590

Beschreibung

Fragment vom Grabdenkmal der Anna von Remchingen geborene Schenk von Winterstetten. Innen an der Südwand des Langhauses, dritter Stein von links. Erhalten ist der querrechteckige Sandsteinsockel mit verkröpftem Gesims. In der Sockelmitte eine leicht eingetiefte Tafel mit siebenzeiliger Inschrift; rechts und links Pilaster, mit je einem Wappen belegt. Auf dem Sockel steht jetzt ein Fragment von der Grabplatte der Verstorbenen.1

Maße: H. (erhaltene) 67, B. 159, Bu. 3 cm.

Schriftart(en): Fraktur.

DI 25, Nr. 421 - Markgröningen-Unterriexingen - 1590

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno Dominj 1590 Den 20 Decembris / Ist in wahrer Erkantnus vnd anruffung / Gottes vnd seines Sohns Jesu Christi Sanfft vnd / seliglich entschlaffen die Edle und Tugentsame / Fraw An(n)a von Remchingen geborene Schenckin / von Winterstette(n) Wittib Ihres alters im 66. der Got / gnad. Joh(annes) 19.a)

Wappen:
BergGremp von Freudenstein

Kommentar

Zur Person der Verstorbenen sind die biographischen Angaben bei ihrer Grabplatte zu vergleichen.2 Wann die Teile der beiden Inschriftträger zusammengesetzt wurden, ist nicht mehr zu ermitteln, über die ursprüngliche Form des Grabdenkmals ist keine Aussage möglich.3 Die Sockelwappen beziehen sich auf Anna von Berg4 und Dionysius Gremp.5

Textkritischer Apparat

  1. Das untere Drittel der Tafel ist unbeschriftet.

Anmerkungen

  1. Vgl. die folgende nr. 422.
  2. Ebd.
  3. Leutrum, Frauenkirche 17f. nenn das Jahr 1874.
  4. Vgl. nr. 209.
  5. Gabelkover, Genealogische Collectaneen, Stuttgart HStA J 1 Nr. 154, Bü. 473, Blatt 15. – Die Anordnung der Wappen scheint ungewöhnlich, das Wappen Gremp müßte als Mutterwappen eigentlich rechts oben stehen.

Nachweise

  1. Leutrum, Frauenkirche 32.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 421 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0042107.