Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 267 Geisingen (Stadt Feiberg a. N.), ev. Pfarrkirche St. Nikolaus 1541

Beschreibung

Grabplatte des Jörg Steinmetz zu Geisingen und seiner Mutter Elisabeth. Seit der letzten Renovierung 1967/1968 als Verkleidung der modernen Kanzel verwendet. Rechteckplatte aus grauweißem Sandstein mit zweizeiliger Umschrift zwischen Linien; am Ende der inneren linken Zeile Schild mit Steinmetzzeichen 24 .

Maße: H. 134, B. 79, Bu. 3,5–4 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 267 - Freiberg am Neckar-Geisingen  - 1541

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno d(omi)ni · 1541 · vff dinstag / nach dem Wyssensuntag Starb der erber vnd Besthand/en Maister Jörga) Stainmetz zv / gyssingen dem gott genedig vn(d) barmhertzig sy // Anno · d(omi)ni · 1538 · vff bartlo/mei Starb die erber fraw Elisabet caspar stainmetz/en elich hvsfrow Jörg / Stainmetzen mvtter, der got genedig · sin woll /

Datum: 26. April, 24. August.

Kommentar

Obgleich der Name „Steinmetz“ im 16. Jahrhundert bereits zum Eigennamen geworden ist, scheint die Verbindung mit dem Meisterzeichen hier darauf zu deuten, daß eine Berufsbezeichnung kontaminiert ist. Weder Caspar noch Jörg sind anderweitig als Bauleute belegbar. Es liegt nahe, ihre Tätigkeit mit dem Kirchenneubau zu Geisingen zu verbinden.1

Die Versalien der Schrift sind meist der Inschriften-Fraktur entnommen. Einzelne Oberlängen sind gespalten (b, h, l); i mit i-Punkt, u und y mit zwei Punkten.

Textkritischer Apparat

  1. Umlaut durch Punkt über dem o.

Anmerkungen

  1. Vg. nr. 111.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 267 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0026701.