Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 264 Höpfigheim (Stadt Steinheim a. d. Murr), ev. Pfarrkirche St. Georg 1538

Beschreibung

Grabdenkmal des Eberhard Speth. Innen an der Ostwand des Schiffs, südlich vom Triumphbogen unter der Empore. Die rechteckige Sandsteinplatte zeigt vor einer flachen Muschelnische ein Relief des Verstorbenen im Harnisch. Er steht mit geöffnetem Visier auf einem Löwen, den Streitkolben in der Rechten, die Linke auf das abgestellte Schwert gestützt. Über der Nische ein Gesims, das mit zwei Wappen belegt ist, darüber eine rechteckige Tafel mit mehrzeiliger Inschrift. Das Grabmal ist durch den Einbau der Empore und andere Baumaßnahmen beschädigt, die Tafel mit der Inschrift und das rechte Wappen sind nach 1836 weitgehend zerstört worden.

Ergänzung nach Meyding.

Maße: H. 246, B. 102, Bu. 5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel, letztes Wort in Kapitalis.

DI 25, Nr. 264 - Steinheim a. d. Murr-Höpfigheim - 1538

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. [an(n)o domini 1538 ist der edel und ehrnvest eberhard spet zu gottes ruh eingangen er verschied a]m · 23 · tag · no[v(embris)a) dem gott] gnedig · sei / AMEN

Wappen:
SpethRemchingen

Kommentar

Der Verstorbene war ein Sohn des Ludwig Speth d. Ä. zu Höpfigheim und einer unbekannten Frau aus der Familie von Remchingen. Er hatte Anteil an der von Württemberg zu Lehen gehenden Ortsherrschaft Höpfigheim, deren beide Hälften Ludwig d. Ä. im Jahre 1493 bzw. 1521 erworben hatte.1 Das Grabdenkmal seiner Ehefrau Johanna von Talheim (gest. 1539) hat sich ebenfalls erhalten.2 Beide Steine stammen aus der gleichen Werkstatt.

Textkritischer Apparat

  1. Meyding las mai, die Literatur hat diese Fehllesung übernommen.

Anmerkungen

  1. Rau, Speth, in: LudwigsburgerGbll. 22 (1970) 9, 12f.; Ludwig hatte die erste Hälfte zusammen mit seinem Bruder Caspar (tot 1521) erworben. Diese Hälfte ging später auf Caspars Sohn Ludwig d. J. über (vgl. nr. 263), die 1521 erworbene Hälfte vererbte sich auf Eberhard.
  2. Vgl. nr. 265.

Nachweise

  1. Meyding, Pfarrbeschreibung Höpfigheim (1836) Beilage, Blatt 3.
  2. OABMarbach 1866, 206.
  3. Otto, in: LudwigsburgerGbll. 20 (1968) 183f. (Abb.).
  4. Otto, in: Heimatbuch der Stadt Steinheim a. d. Murr 487f. (Abb.).
  5. Rau (wie Anm. 1) 10 (Abb.), 12.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 264 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0026407.