Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 260 Aldingen (Gem. Remseck a. N.), ev. Pfarrkirche St. Margaretha 1536

Beschreibung

Grabplatte des Georg von Kaltental. An der Innenseite der westlichen Kirchhofsmauer, erster Stein von links. Hochrechteckige Platte aus rotem Sandstein mit Randleiste, auf der die eingehauene Inschrift umläuft. Im vertieften Mittelfeld oben Fortsetzung der Inschrift in zwei Zeilen, in der Mitte Vollwappen, darunter ein weiteres Wappen. Der Stein wurde 1948 aus dem Chorfußboden gehoben und 1962/63 am jetzigen Standort aufgestellt. Abgetreten, am unteren Rand abgeblättert (Buchstabenverlust).

Maße: H. 223, B. 108, Bu. 6 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 260 - Remseck am Neckar-Aldingen - 1536

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno · dom(ini) 1 · 5 · 36 · jar / · an · aller · heilligen · abent · ist · gestorben · / [der edel vnd e]rnvest · / jorg · von · kaltental · dem · got · gnedig · vnd // barmhertzig sey / amen

Datum: 31. Oktober.

Wappen:
KaltentalEllerbach

Kommentar

Die Wappen beziehen sich auf den Verstorbenen und seine Ehefrau Walburga von Ellerbach.1 Georg war ein Sohn des Heinrich von Kaltental und der Margarete von Stadion.2 Er war Mitinhaber der von Württemberg zu Lehen gehenden Ortsherrschaft Aldingen. Ob er identisch ist mit dem gleichnamigen württembergischen Vasallen (1498)3, dem Schorndorfer Obervogt (1517–19)4 und dem Obervogt zu Brackenheim (1526–34)5, muß offen bleiben, weil gleichzeitig noch zwei weitere Träger dieses Namens am Leben sind.6

Anmerkungen

  1. Vgl. nr. 238.
  2. Bucelin II. 2. M.; Schilling 359; vgl. nr. 193 und Stammtafel Kaltental A.
  3. Pfeilsticker 1516.
  4. ebd. 2759.
  5. ebd. 2251. – Schilling 359 setzt ihn mit diesem Obervogt gleich.
  6. Vgl. nrr. 261, 262, 300.

Nachweise

  1. Hopff, Stuttgart HStA A 155 Bü. 64 (1701).

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 260 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0026005.