Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 259 Vaihingen a. d. Enz, Peterskirche (Heimatmuseum) 1535

Beschreibung

Grabplatte des Hans Mager. Hochrechteckige Platte aus gelbgrauem Sandstein; durch Ritzlinie ist eine schmale Randleiste ausgeschieden; im Feld oben fünfzeiliger Inschriftblock, unten Wappen. Heute in zwei Teile zerbrochen; das obere Drittel (I) nördlich von der Sakristei behelfsmäßig aufgerichtet, der untere Teil (II) liegt nördlich vom Langhaus unter Gebüsch verborgen. I und II gehören unzweifelhaft zusammen, da Breitenmaß, Plattenstärke, Lage der Ritzlinie, und Material übereinstimmen. Oberfläche durch Feuchtigkeit gefährdet, am Rand Stoßschäden.

Maße: H. 74 (I) und 106 (II), B. 95,5, Bu. 7,5–8 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 259 - Vaihingen a. d. Enz - 1535

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno D(omi)ni · 1535 · vff / Johannis baptiste starb / der erber beschaide(n) Han(n) / mager Dem got gene=/dig vn(d) barmhertzig sy /

Datum: 24. Juni.

Wappen:
unkenntlich (Mager)

Kommentar

Der Grabstein ist als das einzige in Vaihingen erhaltene Zeugnis für die Familie Mager bedeutsam. Diese gehörte zu den ehrbaren Familien der Stadt neben den Gremp(er), Fürderer, Kudermann, Astmann, Machtolff u. a.1 – Die Schrift ist eine Minuskel von großer Ausgewogenheit. Die Oberlängen sind gelegentlich gespalten (h, b). Nächstverwandt ist die Schrift des nach 1514 entstandenen Vaihinger Grabsteins Crafft/Seckach.2

Anmerkungen

  1. Vgl. H. Decker-Hauff, Clara Mager-Gaisberger, in: BllWürttFamilienkunde 9 (1942/43) 98–108; dort Hinweise auf das Mager-Wappen andernorts. – Das Vaihinger Geschlecht ist nicht zu verwechseln mit den Speth gen. Mager zu Kirchheim/Teck; dazu vgl. Pfeilsticker 2483 u. öfter.
  2. Vgl. nr. 219.

Nachweise

  1. Klemm, Erinnerungen 1872, Nr. 2, S. 7 nr. 12.
  2. Klemm, Grabschriften 1872, Nr. 14, S. 53 nr. 115.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 259 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0025902.