Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 225 Bietigheim (Stadt Bietigheim-Bissingen), Peterskirche 1519

Beschreibung

Grabplatte des Harprecht Faensthein (oder Faenschmit?). Außen, Südseite, an der Westwand der Sakristei. Hochrechteckige Platte aus gelbgrauem Sandstein; oben Inschriftblock (sieben Zeilen), darunter eingeritztes Kreuz mit Kelch und Hostie. Die erste Zeile oberhalb der geritzten Umrahmung. Im unteren Bereich Verwitterungsschäden.

Maße: H. 198, B. 100,5, Bu. 8–8,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 225 - Bietigheim-Bissingen-Bietigheim - 1519

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno d(omi)ni 1519 vff me(n)tag / nach exaudi ist gestorben / der ersam her harprecht fa / e(n)sch[. . .]a) capplan vnser frawenb) / vn(d) s katharin pfrund zu / biettecke(n) dem gott genedig / sy(n) woll Ame(n) /

Datum: 6. Juni.

Kommentar

Der Nachname des Geistlichen ist nicht eindeutig. Klemm entschied sich für „fa(hn)enschmit“ (wohl im Sinne von Pfannenschmied?), ein sonst nicht nachweisbarer Name. Die Schrift könnte eine Zuweisung an den Steinmetzen mit dem Stz. nr. 22 begründen. Seine Werkstatt war vermutlich in Markgröningen beheimatet, denn sie arbeitete mehrmals für die dortige Familie Schultheiß.1

Textkritischer Apparat

  1. Der Befund zeigt am Ende der Zeile fa mit Zierstrich, der vielleicht als Kürzungsstrich für n gelten kann; auf der nächsten Zeile folgen ein e mit Kürzungsstrich, dann sth (oder sch?) und vier Hasten mit Kürzungsstrich darüber.
  2. Kürzungsstrich über dem e unnötig.

Anmerkungen

  1. Vgl. nrr. 192, 235 (II), 245.

Nachweise

  1. OABBesigheim 1853, 122.
  2. Klemm, in: Bes. lit. Beilage zum Staatsanzeiger für Württemberg 1881, 264.
  3. H. Roemer, in: BllWürttFamilienkunde 3 (1928) 25, nr. 1.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 225 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0022507.