Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 208 Hochdorf (Gem. Remseck a. N.), ev. Pfarrkirche St. Wendelin 1511

Beschreibung

Grabplatte der Mechthild von Bernhausen geborene Nothaft. Innen an der Südwand des Chores. Rechteckige Sandsteinplatte mit umlaufender Randinschrift. Im vertieften Mittelfeld ein flaches Relief der Verstorbenen. Sie steht unter einem aus Astwerk gebildeten Kielbogen-Baldachin und hält in den gefalteten Händen den Rosenkranz; zu ihren Füßen ein winziger Hund. Über dem Baldachin zwei Wappenschilde. Der Stein ist an den Rändern bestoßen, der rechte Rand stark abgetreten (Buchstabenverlust). Der Stein wurde 1976 aus dem Fußboden gehoben.

Ergänzung der Inschrift nach Gabelkover.

Maße: H. 182, B. 87, Bu. 7,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 208 - Remseck am Neckar-Hochdorf - 1511

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. Anno Domini · 1 · 5 · 1 · 1 · [an Sant lenharts tag starb die edel vnd] / Frvm Erber Frawe / Mechthilt Notheftin Der Got Genedig Sy Amen

Datum: 6. November.

Wappen:
NothaftBernhausen

Kommentar

Die Verstorbene stammte aus der im Jahre 1474 geschlossenen Ehe des Georg Nothaft zu Hochberg (Gem. Remseck a. N.) und der Margret von Kaltental.1 Sie war die erste Ehefrau des Jakob von Bernhausen, dem sie aus ihrem väterlichen Erbe Besitz in Hochdorf zubrachte.2 Die Inschrift zeigt auffällige Versalien, von denen M als gotische Majuskel, N und S als Kapitalis-Formen identifiziert werden können, während die übrigen mit Schnörkeln und Verschlingungen ganz der Phantasie des unbekannten Bildhauers entsprungen scheinen.

Anmerkungen

  1. Gabelkover-Waltz, Genealogia Nothafftiana Nrr. 57, 58; vgl. Stammtafel Nothaft.
  2. Gabelkover-Waltz a. a. O. Nrr. 94, 95. – Zu Jakob von Bernhausen vgl. nr. 278.

Nachweise

  1. Gabelkover-Waltz Nr. 25 (Bernhausen) Bl. 17; Stuttgart HStA J 1 Nr. 154.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 208 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0020807.