Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 136 Marbach am Neckar, ev. Pfarrkirche St. Alexander 1486

Beschreibung

Grabplatte des Johann Kochenzer innen an der Ostmauer des Kirchhofs, fünfter Stein von links. Rechteckige Sandsteinplatte mit umlaufender Randinschrift zwischen eingehauenen Linien. Im Mittelfeld sind ein Balkenkreuz und links daneben ein Kelch in Umrißlinien eingehauen. Der Stein wurde bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1928 aus dem Fußboden der Kirche gehoben. Im Jahr 1965 war er noch nahezu unversehrt, die Inschrift bis auf wenige Buchstaben lesbar. Seitdem sind durch Witterungseinflüsse große Teile der Oberfläche abgeblättert (Buchstabenverlust).

Die Inschrift ist nach der Lesung von 1965 ergänzt.

Maße: H. 178, B. 85, Bu. 7,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 136 - Marbach am Neckar - 1486

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. an(n)o · d(omi)ni · M° cccc° · lxxx / [vi · in · do]minica · invocavit · ob[yt · d(omi)n(u)s · iohanes · kochenczer · cuius · / anima · re]quiescat · in · pace · amen ·

Übersetzung:

Im Jahre des Herrn 1486 am Sonntag Invocavit (12. Februar) starb Herr Johannes Kochenczer, dessen Seele in Frieden ruhen möge.

Kommentar

Der Meßkelch macht den Verstorbenen als Kleriker kenntlich.1 Der Stein gleicht dem des Frühmeßpriesters Trutwin von 1485.2

Anmerkungen

  1. In der Literatur wird ohne Quellenangabe ein ‚Stadtpfarrer’ Johann Kochenberg erwähnt, der mit dem Verstorbenen identisch sein kann: Kast, Marbach 108.
  2. Vgl. nr. 135.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 136 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0013606.