Inschriftenkatalog: Landkreis Luwigsburg

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 25: Lkr. Ludwigsburg (1986)

Nr. 114 Mundelsheim, Kilianskirche 1476

Beschreibung

Fragment von der Grabplatte des Dietrich von Urbach. Innen an der Ostwand des Chors, vierter Stein von links. Oberer Teil einer rechteckigen Sandsteinplatte, auf deren Rand die eingehauene Inschrift umläuft. Im Mittelfeld Umrisse einer abgeschlagenen Helmzier sichtbar. Der untere Teil des Steins ist mit sauberer Bruchkante abgeschlagen, verschollen.

Ergänzung der verlorenen Teile nach Crusius.

Maße: H. 115 (erhaltene), B. 99, Bu. 7,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 25, Nr. 114 - Mundelsheim - 1476

 © Heidelberger Akademie der Wissenschaften [1/1]

  1. anno · domini · m°·cccc°·lxxvi° / uf mantag · sanct · [pelagii starb der edel dietrich von vrbach dem got] gnedig sy ·

Datum: 26. Augusta).

Wappen:
Urbach

Kommentar

Dietrich war der Sohn des Eberhard von Urbach zu Mundelsheim. Er wird erstmals im Jahr 1460 genannt1. 1463 ist er württembergischer Burghauptmann auf dem Lichtenberg bei Oberstenfeld (Lkr. Ludwigsburg), 1469 Obervogt zu Marbach.2 1464 hat er Anteil an Maienfels (Lkr. Heilbronn) als pfalzgräfliches Lehen3, ist 1465 badischer Lehensträger zu Ingersheim4 und tritt seit 1471 zusammen mit seinem Bruder Jakob als Inhaber des württembergischen Lehens Höpfigheim auf.5

Textkritischer Apparat

  1. Oder 28. August? Irrtum in der Vorlage des Steinmetzen?

Anmerkungen

  1. Uhland, Regesten Urbach nr. 391. – Zur genealogischen Einordnung vgl. Stammtafel Urbach.
  2. Uhland, Regesten Urbach nr. 417. – Pfeilsticker 2575.
  3. Uhland, Regesten Urbach nr. 429.
  4. ebd. nr. 438.
  5. ebd. nrr. 470, 495. – Pfeilsticker 2429.

Nachweise

  1. Crusius, Annales Suevici III 447.
  2. Romig-Wolff, Mundelsheim 22.

Zitierhinweis:
DI 25, Lkr. Ludwigsburg, Nr. 114 (Anneliese Seeliger-Zeiss und Hans Ulrich Schäfer), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di025h009k0011406.