Die Inschriften des Landkreises Ludwigsburg

3. Die Verbreitung der Inschriften

Der Landkreis Ludwigsburg ist – verglichen mit anderen Gebieten – sehr reich an Inschriften. Im vorliegenden Band werden 695 Inschriften in 680 Katalognummern veröffentlicht. Von diesen sind 527 Inschriften im Original erhalten; das entspricht einem Anteil von 76%52).

Nur bedingt hinzuzurechnen sind rund 50 Inschriftendenkmäler – 17 Glocken, 9 spätgotische und 26 nachreformatorische Grabschriften und Wandinschriften –, deren Vorhandensein bezeugt ist, ohne daß der Wortlaut der Inschriften wiedergegeben wurde53). Der Anteil der kopial überlieferten, aber verlorenen Inschriften beträgt mit 168 Inschriften etwas weniger als ein Viertel. Dieses Zahlenverhältnis, bei dem die Zahl der im Original erhaltenen Denkmäler überwiegt, ist typisch für ein Bearbeitungsgebiet, das keine kulturellen Zentren umschließt, wo man um Erhaltung oder wenigstens um schriftliche Aufzeichnung der Denkmäler bemüht war.

Von dem hier veröffentlichten Gesamtbestand sind 173 Inschriften – also 25% – als Neufunde zu betrachten. Darüberhinaus kann ein Großteil als Erstveröffentlichungen gelten. Eine kurze Erwähnung in der landesgeschichtlichen und heimatkundlichen Literatur ist zwar stets als wertvoller Hinweis auf ein Inschriftendenkmal aufgenommen worden. Jedoch handelt es sich hier in den wenigsten Fällen um eine Veröffentlichung im eigentlichen Sinne, weil die Beigabe einer Abbildung oder die vollständige und exakte Wiedergabe des Wortlauts der Inschrift als ein Mindesterfordernis fehlen.

Angesichts der kleinteiligen Struktur des in zahlreiche Herrschaftsgebiete aufgesplitterten Bearbeitungsgebietes ist die Inschriften-Dichte erstaunlich, zumal die Verlustrate sicher nicht geringer einzuschätzen ist als andernorts. Alle erfaßten Bestände sind mindestens einmal empfindlich gestört und dezimiert worden, sei es durch kriegerische Ereignisse oder durch Baumaßnahmen. Anders als etwa im Landkreis Karlsruhe oder in der Stadt Heidelberg, wo die flächendeckende Zerstörung des Orléansschen Krieges 1689/1693 für die Vernichtung vieler Inschriftenbestände verantwortlich gemacht werden kann, ist für den Kreis Ludwigsburg typisch, daß die Gründe für die Vernichtung unterschiedlich und durch das individuelle Schicksal der einzelnen Ortschaften bedingt sind. Ein Beispiel dafür, daß hohes Alter und einstige historische Bedeutung eines Ortes sich durchaus nicht in einem reichen Inschriftenbestand niederschlagen, ist die Stadt Großbottwar. Hier ist die älteste – kopial überlieferte – Inschrift des Landkreises lokalisiert (nr. 1; 906). Der Ort war Mittelpunkt der Herrschaft Lichtenberg und von 1357 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts württembergische Amtsstadt. Trotz dieser Tradition haben sich dort nur zwei Bauinschriften und die Reste einer Scheibenstiftung erhalten (nrr. 305, 391, 587), weil Teile der Stadt 1693 niedergebrannt worden sind, eine der beiden mittelalterlichen Kirchen im 18. Jahrhundert abging und die andere durch einen Neubau ersetzt wurde.

Die Amtsstädte mit ihrer bürgerlichen Oberschicht aus Geistlichen, Beamtenpatriziat und Handwerkerstand, die Adelsherrschaften und die klösterlichen Niederlassungen existierten hier auf engem Raum in wirtschaftlich einigermaßen gesicherten Verhältnissen nebeneinander. Nur ganz wenige Orte des Kreisgebietes sind völlig ohne Inschriften aus der Zeit vor 1650. Schwerpunkte der inschriftlichen Überlieferung lagen zweifellos in drei Städten – Vaihingen a. d. Enz (58), Markgröningen (53) und Marbach (47) –, während die anderen drei Städte ähnlicher Größe und Struktur – Besigheim (11), Bietigheim (21) und Bönnigheim (19) – ihre Inschriftenbestände größtenteils eingebüßt haben54). Damit können die Kloster- und Stiftsorte Oberstenfeld (27) und Steinheim a. d. Murr (21) durchaus konkurrieren, während das 1564 aufgelöste Kloster Rechentshofen mit nur einer vollständig kopial überlieferten Inschrift (nr. 34) keinen nennenswerten Beitrag mehr leisten kann. Gerade dieses Beispiel zeigt, wie falsch es wäre, aus der heute noch meßbaren Dichte Schlüsse auf den ursprünglichen Inschriftenbestand des Kreisgebietes zu ziehen. Denn in Mariakron, dem Zisterzienserinnenkloster Rechentshofen, befand sich mit der Grablege der Gründerfamilie von Eselsberg und der Grafen von [Druckseite XX] Vaihingen einer der potentiellen Schwerpunkte für Grabmäler des 13. Jahrhunderts, von denen nicht ein einziges Stück die Zeiten überdauert hat55).

Etwas günstiger ist das Ergebnis in Oberstenfeld. Hier beginnt die Inschriftenüberlieferung mit der Grabschrift Oudalrichs (gest. 1032; nr. 2), also in der Gründungszeit des Stiftes. Im 13. Jahrhundert lag die Stiftsvogtei bei den Herren von Lichtenberg; auf sie bezieht sich die älteste original erhaltene Grabschrift (1307; nr. 22). 1357 kam die Vogtei an Württemberg; diese Epoche des Stifts ist kaum durch Inschriften belegt, nämlich mit nur zwei verlorenen Steinen des 14. Jahrhunderts (nrr. 26, 38). Die nächstfolgenden Grabschriften für Angehörige des Stifts stammen erst aus dem frühen 16. Jahrhundert (nrr. 183, 191, 220, 221).

Angesichts des bedeutenden mittelalterlichen Baubestandes der Stiftskirche – Krypta aus der Gründungszeit, Langhaus um 1200 – ist die Ausbeute an mittelalterlichen Inschriften denkbar mager. Wahrscheinlich ist hier mit einer Neugestaltung des Innenraumes in nachreformatorischer Zeit zu rechnen. Der heutige Zustand ist das Ergebnis einer Purifizierung von 1888/1891. Damals wurden die wenigen verbliebenen Grabplatten aus dem Fußboden gehoben und in Chor, Krypta oder südöstliche Seitenkapelle versetzt. Stiftspfarrer Sigel hat als Chronist 1837 die Inschriften kopiert, die nach der Purifizierung nicht mehr vorhanden waren (nrr. 2, 26, 38, 221)56). Trotz dieses Eingriffs haben sich in der Stiftskirche rund 30 Inschriften erhalten, von denen 22 aus der Zeit vor 1650 stammen. In ihnen spiegelt sich fast ausschließlich die nachreformatorische Geschichte des Stiftes, das sich als evangelisches, adeliges Fräuleinstift dem Zugriff der württembergischen Herrschaft bei der Reformation zu entziehen vermochte57). Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts haben sich die Inschriften und Grabdenkmäler, in einigen Fällen auch die dazugehörigen Grabplatten, der Äbtissinnen fast lückenlos erhalten (nrr. 341, 342, 389, 390, 412, 566, 631, 658), während die Grabschriften der Chorjungfrauen nur in geringer Zahl überliefert sind (nrr. 38, 623, 658). Um die Mitte des 16. Jahrhunderts setzt außerdem ein Bestand von sechs Grabdenkmälern und Grabplatten ein, der die Genealogie des Oberstenfelder Zweiges der niederadeligen Herren von Weiler dokumentiert (nrr. 309, 354, 401, 402, 403, 578). Die Weiler konnten als Lehensnachfolger der Lichtenberger seit 1483 eine Grablege im Stift beanspruchen58).

Ganz anders gelagert ist der Fall des Dominikanerinnenklosters Mariental in Steinheim a. d. Murr. Das 1254 gegründete Kloster bestand als Konvent nur bis zur Reformation, als Wirtschaftsbetrieb aber bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Kirche und Klausur waren durch Brand 1643 vernichtet worden; die letzten baulichen Reste der Gesamtanlage sind im Zuge der sog. Ortskernsanierung 1969 bis 1980 beseitigt worden. Um so bemerkenswerter ist es, daß trotzdem noch 18 Inschriften bekannt sind, davon 11 (darunter freilich Fragmente) im Original erhalten59). Die Kenntnis von drei verlorenen Inschriften verdanken wir Crusius (nrr. 10, 118, 169); daß er nur diese historisch bedeutsamen Inschriften aus einem um 1595 an sich noch reichen Bestand auswählte, ist bezeichnend für seine selektive Sammelpraxis. Denn als 1781 die neugotische Kapelle des Schloßparks von Hohenheim bei Stuttgart mit „echten“ mittelalterlichen Denkmälern geschmückt werden sollte, konnte Steinheim noch vier Figuren-Grabmäler von Äbtissinnen beisteuern (nrr. 148, 207, 218, 282)60). Die Texte der Steinheimer Inschriften vermögen einen Überblick über die Marientaler Inschriftentradition zu geben. Die Grabschriften der Nonnen sind mit 13 Exemplaren am stärksten vertreten; die sieben noch aus dem 13. und [Druckseite XXI] 14. Jahrhundert stammenden Inschriften bilden den größten geschlossenen Bestand gotischer Majuskel-Inschriften des Bearbeitungsgebietes (nrr. 11, 12, 21, 23, 25). Alle Grabplatten – auch die des 16. Jahrhunderts – waren gleichartig gestaltet: sie trugen eine umlaufende Randinschrift und ein Kreuz im Mittelfeld. Spätestens seit dem Ende des 15. Jahrhunderts erhielten Äbtissinnen und vornehme Nonnen zusätzlich ein Grabdenkmal mit der Figur der Verstorbenen in Standestracht (nrr. 148, 207, 218, 282). Neben diesen Grabschriften sind fünf Bau- und Gedächtnisinschriften überliefert (nrr. 5, 10, 118, 169, 516). Sie dokumentieren wichtige Stationen in der Geschichte des Klosters, wobei die Stiftungsinschrift (nr. 169) und das Gründer-Epitaph (nr. 10) erst im 15. Jahrhundert im Zusammenhang mit der ebenfalls durch eine Inschrift belegten Klosterreform von 1478 (nr. 118) entstanden sein mögen61). Neben dem Klosterbezirk war auch der Bereich der Pfarrkirche Steinheim Begräbnisstätte. Hier befand sich bis zum Bau der Georgskirche in Kleinbottwar (um 1500) die Grablege der niederadeligen Herren von Burg Schaubeck, die nicht in Beziehung zu Kloster Mariental standen (nr. 134). Der Friedhof um die Kirche war Begräbnisplatz der Ortseinwohner und auch der Bediensteten der Klosterverwaltung (nrr. 331, 349, 519).

Vaihingen a. d. Enz, als planmäßige Gründung der Grafen von Vaihingen zu Beginn des 13. Jahrhunderts die älteste Stadt im Landkreis, ist mit 58 Inschriften die an Inschriften reichste Örtlichkeit des untersuchten Gebietes. Wenn man 12 Inschriftendenkmäler, deren Wortlaut nicht aufgezeichnet ist, hinzuzählt, wäre sogar von einem bekannten Bestand von 70 Inschriften auszugehen62). Vaihingen war seit 1339 württembergische Amtsstadt, besaß zwei Pfarrkirchen, ein Bürgerspital mit Kirche und eine Lateinschule (vor 1450) und war Sitz einer Pflege des Deutschordens (seit 1348) und des Klosters Herrenalb (seit 1302). Vergleicht man den Bestand der Ritterschaftsorte Aldingen (39 Inschriften) oder Unterriexingen (32 Inschriften) mit nur einer Dorfkirche mit dem Bestand der ungleich bedeutenderen, politisch und wirtschaftlich als Zollstätte und Zentrum des Weinhandels potenten Stadt, so muß die Ausbeute an Inschriften gering erscheinen. Da die übrigen Amtsstädte – ausgenommen Markgröningen und Marbach – sogar noch weit unter dem Durchschnitt der größeren Ritterschaftsorte liegen, soll die Situation Vaihingens stellvertretend genauer dargelegt werden. Die ursprüngliche Pfarrkirche St. Peter, außerhalb der Stadt im ummauerten Friedhof gelegen, trat im 15. Jahrhundert an Bedeutung hinter der zur Hauptpfarrkirche erhobenen, in Marktnähe befindlichen Marienkapelle zurück. Ein vergleichbarer Vorgang ist in Bietigheim zu beobachten. Anstelle der frühgotischen Kapelle entstand 1513ff. (nr. 215) der Neubau der weiträumigen Stadtkirche (Chor nicht vollendet). Normalerweise sind damit die älteren Inschriften des Vorgängerbaues als verloren zu betrachten. In Vaihingen sind immerhin fünf Grabschriften aus dem Vorgängerbau bekannt (nrr. 18, 43, 63, 108, 175), deren Kenntnis wir Gabelkover und Klemm63) verdanken. Sie setzen mit dem einzigen überlieferten Inschriften-Denkmal eines Grafen von Vaihingen ein (gest. 1300; nr. 18); die übrigen Grabschriften dieses Dynastengeschlechtes sind mit dessen Grablege in Kloster Rechentshofen untergegangen. Offenbar hatten die württembergischen Obervögte in der Stadtkirche das Begräbnisrecht, denn mindestens fünf Grabmäler von Familienangehörigen dieser adeligen Vögte lassen sich noch mit einiger Sicherheit mit der Kirche verbinden (nrr. 256, 277, 377, 423). Die Stadtkirche ist 1617/1618 und 1693 zusammen mit der Stadt eingeäschert worden, wobei mit der nachfolgenden nachreformatorischen Ausstattung und einem umfangreichen Wand- und Deckengemälde-Zyklus von 1614 (nr. 565) wohl auch Grabmäler und vor allem die gemalten Epitaphien der Ehrbarkeit des späten 16. Jahrhunderts verlorengingen64). Abgesehen von diesen Brandverlusten müssen aber zu einem unbekannten Zeitpunkt Grabmäler in die ältere Pfarrkirche St. Peter verlegt worden sein, die Gabelkover um 1595 noch „in templum“ vermerkte (nr. 277). Dank der purifizierenden Restaurierungen von 1892/93 (neugotische Ausstattung) und um 1960 (Entfernung der neugotischen Zutaten) ist die Kirche heute vollständig entleert. Die Peterskirche, Ergebnis verschiedener Umbauten einer romanischen Chorturmanlage mit spätgotischem Chor (datiert 1490) und barocker Erweiterung des Langhauses (Bauinschrift von 1667), war Begräbnisplatz für die Bürgerschaft. Im Gefolge der Verlegung des Friedhofs an die Heilbronner Straße ist die Kirche seit 1840 profaniert; zu diesem Zeitpunkt müssen Chorboden sowie Innen- und Außenwände dicht mit Grabmälern und Grabplatten geschmückt gewesen sein. Vor der Einrichtung als Turnhalle 1871 kam [Druckseite XXII] unter dem Gestühl im Langhaus ein größerer Bestand zutage, den Klemm 1872 mit insgesamt 29 (vor 1650 entstanden) bezifferte; was nicht beim Herausschaffen aus der Kirche zerbrach, wurde an den Außenwänden aufgestellt. Die schönsten und am besten erhaltenen Stücke erwarb nach 1889 Richard Frh. v. Reischach und führte sie nach Nussdorf; dort wurden sie im Park des 1879–1887 durch C. Weigle erbauten Schlosses zusammen mit anderen Sammlerstücken – wie Brunnen, Steinskulpturen und Architekturteilen – in das historische Ensemble einbezogen wie fast ein Jahrhundert zuvor die Grabmäler in Hohenheim und Monrepos. Ausnahmsweise bedeutete diese Verschleppung die Rettung der Denkmäler; denn was in Vaihingen verblieb und nicht im Zuge der durch Prof. Dr. Ernst Schmidt 1959 begonnenen Einrichtung der Peterskirche als Heimatmuseum, Lapidarium und Festsaal unter Dach kam, ist der Verwitterung preisgegeben. Für drei der nach Nussdorf gelangten Denkmäler war die Wanderung noch nicht zu Ende: vor dem letzten Besitzerwechsel des Schlosses sind sie abhanden gekommen und in den Kunsthandel gelangt. Ein kleineres Adelsgrabmal (nr. 326) konnte in Privatbesitz aufgespürt werden; die anderen beiden (nrr. 58, 562) sind noch verschollen.

Neben 46 noch nachweisbaren Inschriften aus kirchlichem Zusammenhang (davon nur 15 vor 1500) betreffen 12 unmittelbar die Stadtgeschichte im profanen Bereich: Stadtbefestigung (nr. 48), Armenhaus und Spital (nrr. 130, 139), Rechtsverhältnisse (nr. 320), die Pfleghöfe von Deutschorden und Herrenalb (nrr. 81, 110, 348; dazu Grabschriften der Pfleger nrr. 454, 461, 462, 565, 640, 645), einzelne Gebäude (nrr. 36, 585, 595) und die Brandkatastrophe von 1617 (nr. 590). Bezeichnenderweise fällt der Verkauf des Willkommbechers von 1610 (nr. 544), der als Zeugnis des Stadtstolzes Brände und Kriege überdauerte, im Jahre 1881 in dieselbe Zeit industriellen Aufschwungs, die die Grabsteine der Peterskirche verschleudert hat. Deren Kenntnis verdanken wir allein dem Pfarrer Alfred Klemm. Ohne seinen persönlichen, keineswegs dienstlich motivierten Einsatz wären nur 38 Inschriften bekannt; von diesen befinden sich nur noch 26 erhaltene auf Vaihinger Boden. Die seit der Verwaltungsreform 1973 mit Vaihingen vereinigten Ortschaften Aurich (5), Ensingen (3), Enzweihingen (11), Gündelbach (2), Horrheim (7), Kleinglattbach (mehrere Denkmäler nach 1650), Riet (5) und Roßwag (2) brachten der Stadt 36 Denkmäler zu, von denen 12 vor 1500 entstanden (4 verloren).

In den Städten Besigheim (11, davon 7 verloren) und Bietigheim (21, davon 1 verloren) verblieben nur geringe Reste eines Inschriftenbestandes, der sicher nicht hinter dem für Vaihingen belegten Bestand zurückblieb, aber nicht mehr zu erschließen ist. Daß Besigheim als Stadtgründung der Markgrafen von Baden zu Beginn des 13. Jahrhunderts überhaupt mittelalterliche Inschriften vorweisen kann, verdankt es Gabelkover (nrr. 35, 54, 76, 91); die älteste Inschrift einer im 1. Weltkrieg eingeschmolzenen Glocke von 1353 (nr. 30) war nicht einheimisch65). Heute besitzt die Stadt nur noch vier historische Inschriften aus der Zeit vor 1650, darunter eine einzige Grabplatte und ein Holz-Epitaph. Die übrigen Grabmäler des 16. und 17. Jahrhunderts sollen den Kriegszerstörungen von 1693 zum Opfer gefallen sein66).

Die Verhältnisse in Bietigheim erscheinen nur deshalb günstiger, weil die 20 Grabmäler bürgerlicher Familien, die 1891 aus der Stadtkirche entfernt wurden, hier nicht verlorengingen, sondern bei der Friedhofskirche St. Peter (auch hier die Ur-Pfarrkirche des Ortes) einen neuen Platz fanden67). Im Hinblick auf mittelalterliche Inschriften ist das Ergebnis mit einem einzigen Grabplattenfragment von 1349 (nr. 28) hier noch schlechter, weil die kopiale Überlieferung vollständig fehlt. Das hier gewonnene Ergebnis läßt sich auf einen Großteil der ehemaligen württembergischen Amtsstädte übertragen, wie die Beispiele Waiblingen, Böblingen, Nürtingen, Herrenberg oder Sindelfingen zeigen; symptomatisch ist der Ausfall fast aller mittelalterlichen Grabschriften, weil die kopiale Überlieferung nicht vorhanden ist und weil die meisten großen Stadtkirchen am Ausgang des Mittelalters einen Neubau oder Erweiterungsbau erhielten, der in nachreformatorischer Zeit den Erfordernissen als lutherischer Predigtraum angepaßt wurde. Die im 16. und 17. Jahrhundert in großer Fülle entstehenden Denkmäler eines selbstbewußten evangelischen Pfarrerstandes und einer wohlhabenden Bürger- und Beamtenschaft sind nur da erhalten, wo nicht Ende des 19. Jahrhunderts eine purifizierende neugotische Restaurierung die Einbauten einschließlich der nicht mehr geschätzten Denkmäler entfernt hat.

Von diesem Fazit aus gesehen, erscheinen die Verhältnisse in Markgröningen (52 Inschriften, davon 7 verloren) und Marbach (46 Inschriften, davon 11 verloren) als besonders erfreuliche Ausnahmen. Mit 45 erhaltenen Inschriften ist Markgröningen einer der inschriftenreichsten Orte des Bearbeitungsgebietes. Da auch hier die kopiale Überlieferung fehlt, muß die Zahl der verlorenen Inschriften besonders [Druckseite XXIII] hoch veranschlagt werden. Die Inschriften setzen hier bereits vor der Mitte des 13. Jahrhunderts – also bald nach der Stadterhebung um 1240 – in dichter Serie ein (nrr. 3, 6, 7, 8, 9 etc.). Mit 25 vor 1500 entstandenen Schriftdenkmälern (davon nur 6 verloren) ist Markgröningen die an mittelalterlichen Inschriften reichste Stadt im Landkreis. Ganz offensichtlich müssen hier vor allem die nachreformatorischen Bestände dezimiert sein, denn das Zahlenverhältnis 1:1 (25 vor 1500, 27 zwischen 1500–1650) ist ungewöhnlich und beträgt in anderen vergleichbaren Städten meist 1:268). Die Erklärung liegt in der außergewöhnlichen historischen Situation. Die Reichsstadt Markgröningen gelangte kurze Zeit nach der Gründung (1252) erstmals in die Hand eines Angehörigen des württembergischen Grafenhauses, was das spätere bevorzugte Interesse des Hauses Württemberg an dieser Stadt erklärt. Die von diesem Grafen Hartmann von Württemberg-Grüningen vermutlich sogleich begonnene Stadtkirche St. Peter und Paul (erst später St. Bartholomäus) war wohl als Machtdemonstration gedacht und so groß dimensioniert, daß sie der aufstrebenden und reichen Amtsstadt (1336 endgültig nach längerem Ringen in württembergischem Besitz) für Jahrhunderte genügen konnte und deshalb keinem spätgotischen Neubau weichen mußte; nur der Chor wurde 1472 (nr. 106) durch einen größeren Neubau ersetzt, wobei man das Stifterdenkmal (nr. 9) offensichtlich geschont hat. In nachreformatorischer Zeit scheint der Chor vorzugsweise die Grabmäler der Bürgermeister- und Ratsfamilien aufgenommen zu haben. Gerade diese fielen der für das 19. Jahrhundert typischen Purifizierung von 1847 zum Opfer, denn mindestens 7 Grabmäler (nrr. 313, 376, 500, 501, 502, 569, 661) wurden damals provisorisch an der Friedhofsmauer außerhalb der Stadt abgelegt. Da auch hier die Holz-Epitaphien und Pfarrer-Denkmäler völlig fehlen, sind der Restaurierung von 1847 wohl noch mehr Verluste anzulasten. Die Stadt besaß in der 1297 geweihten Hospitalkirche (heute kath. Pfarrkirche Hl. Geist) noch ein zweites Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert. Obgleich die im 19. Jahrhundert profanierte Kirche ihr Langhaus verlor und damals dem Abriß preisgegeben war, sind im Spitalbereich noch 9 Inschriften (davon 4 vor 1500) zu verzeichnen. Im profanen Bereich sind trotz des noch immer imposanten alten Häuser-Bestandes nur 5 Hausinschriften aus der Zeit vor 1650 nachweisbar, was sicher auch damit zusammenhängt, daß Hausinschriften in den Neckargegenden nicht häufig waren (nrr. 115, 271, 289, 644).

Die ehemalige Amtsstadt Marbach steht hinsichtlich ihres Inschriftenbestandes an dritter Stelle im Bearbeitungsgebiet (46, davon 11 verloren, keine ältere kopiale Überlieferung). Die kirchliche Situation ist mit Vaihingen und Bietigheim vergleichbar. Der 1009 bei der Alexanderkirche in Tallage angelegte Marktflecken wurde mit der Stadterhebung zwischen 1244 und 1282 in den Bereich der Frühmeßkapelle U. L. Frauen auf den Berg verlegt. Jedoch unterblieb deren Ausbau zur Hauptpfarrkirche (Pfarrrechte erst nach der Reformation). Statt dessen wurde die Urpfarrkirche St. Alexander im befestigten Kirchhof durch einen großräumigen, spätgotischen Hallenbau ersetzt (Chor 1450ff., Langhaus 1464ff., Turm 1481ff.; vgl. nr. 121). Deshalb setzen die Inschriften – wie in den meisten Amtsstädten – erst zu dieser Zeit ein (vgl. nrr. 80, 89, 93, 94, 95 etc.). Die Quote der vor 1500 entstandenen Denkmäler ist mit 17 (davon 5 verloren) relativ hoch, jedoch sind 18 Grabplatten und damit mehr als ein Drittel des Gesamtbestandes erst 1928 aus dem Kirchenboden geborgen und an den Wänden aufgestellt worden69). Hier war bereits denkmalpflegerische Fürsorge am Werk, obgleich mindestens 5 Denkmäler verlorengingen, aber doch schriftlich dokumentiert sind. Vor 1928 betrug der Bestand an Grabmälern nur rund ein Dutzend (einsetzend 1578 mit nr. 372). Das entspricht derselben Verlustquote, wie sie in den übrigen Amtsstädten beobachtet werden konnte. Da die Alexanderkirche offenbar von Bränden verschont blieb, sind hier drei Holz-Epitaphien (nrr. 410, 484, 635) und ein Totenschild (nr. 93) erhalten. Daß Marbach als Lieblingsresidenz des Grafen Ulrich V. gerade in spätgotischer Zeit Bedeutung erlangte, ist nur noch durch wenige Inschriften-Denkmäler belegt (nrr. 89, 93, 94, 99, 140).

Die Ganerbenstadt Bönnigheim (civitas 1284/86) kam erst 1785 in den Besitz Württembergs und war von den – z. T. in Lehensabhängigkeit des Erzbistums Mainz stehenden – Adelsgeschlechtern der Sachsenheim, Gemmingen, Neipperg und Liebenstein, später noch der Lierheim, Wöllwart und Stadion, beherrscht. Hinsichtlich ihrer Inschriften teilte die Stadt eher das Schicksal der Amtsstädte, auch wenn eine Linie des Hauses Liebenstein die Stadtkirche als Grablege wählte (nrr. 255, 258, 416, 453, 463, 464). Angesichts der noch immer reichen mittelalterlichen Ausstattung mit Lettner, Sakramentshaus und Hochaltar-Retabel fällt die Entleerung von Grabplatten sowohl des Mittelalters als auch aus nachreformatorischer Zeit ins Auge. Die 1292 bereits genannte Pfarrkirche gehört als schlichte Basilika des frühen 14. Jahrhunderts zu den bedeutenden Kirchenbauten im Landkreis, ist aber von den Umbaumaßnahmen von 1814 und 1864 geprägt, denen vermutlich die Mehrzahl der Grabmäler zum Opfer fiel.

[Druckseite XXIV]

Die Inschriftenüberlieferung in den Ritterschaftsorten stellt sich – gemessen an der Größe und historischen Bedeutung dieser Ortschaften – meist völlig anders dar. Fehlte der Adel als die in der Frühzeit ausschließliche und noch bis 1650 wichtigste Auftraggeberschicht in den Amtsstädten, so ist er in den Eigenkirchen oft fast lückenlos repräsentiert. Auch wenn er – etwa als adelige Obervögte – in württembergischen Diensten stehend, in den Städten wohnhaft war, zog der Adel die Familiengrablege im allgemeinen der Stadtkirche vor. Auch sind die Grabmalbestände der Ritterschaftsorte meist besser erhalten und durch genealogisch interessierte Historiographen dokumentiert. Im Gegensatz zu den Städten ist das Bürgertum nur gelegentlich in den Denkmälern von Pfarrern faßbar. Stellvertretend seien die Orte der Familie von Kaltental vorgestellt, deren Inschriften-Denkmäler zusammen weit über 6o Denkmäler betragen, also mehr als die inschriftenreichsten Städte des Landkreises aufzubringen vermögen: Aldingen und Oßweil. Beide Orte fielen 1308 zusammen mit der Grafschaft Asperg an Württemberg. Beide Pfarrkirchen erhielten Ende des 15. Jahrhunderts einen Neubau durch den Architekten Hans Ulmer II, zunächst Oßweil 1491 (nr. 152), dann Aldingen 1500 (nr. 179). Erwartungsgemäß fallen deshalb die 22 in Aldingen erhaltenen Grabmäler in die Zeit nach 1500, bis auf ein einziges aus dem Jahre 1455 (nr. 78), das als Grabmal der Eltern des Bauherrn aus dem romanischen Vorgängerbau übertragen ist. Durch den Aldinger Pfarrer Gottlob Friedrich Müller sind um 1900 weitere 13 kopial überlieferte Inschriften festgehalten worden70). Ein 1701 von dem Aldinger Schulmeister und mathematicus Roland Hopff aus Nördlingen verfaßtes „Hochadeliches Kaltenthalisches Famil Register“71) verzeichnet den gesamten, 1701 in Aldingen und Oßweil vorhandenen Bestand an Kaltental-Denkmälern. Von besonderem Interesse ist, daß Hopff zwischen „Stehende Stein“, „Ligende Stein“ und „Epitaphia“ unterscheidet. Der Vergleich mit den erhaltenen Denkmälern ergibt, daß Hopff damit die Grabdenkmäler, die Grabplatten und wahrscheinlich gemalte Holz-Epitaphien oder Totenschilde meint. Hopff zählt nicht weniger als elf „Epitaphia“ auf, von denen sich nur das gemalte Kinder-Epitaph (nr. 556) erhalten hat. Aus seinem Manuskript geht einwandfrei hervor, daß für die Personen, denen große Figurendenkmäler gewidmet waren, ebenfalls Grabplatten und in mehreren Fällen zusätzlich noch „Epitaphien“ vorhanden waren (so z. B. bei nr. 279 bzw. 281 und nr. 300). Über Müller, der die verlorenen Denkmäler nicht näher spezifiziert und nur kommentarlos Grabschriften wiedergibt, geht der Personenkreis der Verstorbenen nicht hinaus; daraus folgt, daß wir hier nahezu in Kenntnis aller ehemals vorhandenen Grabschriften einer Kirche sind. Jedoch umfaßt die von Hopff zitierte Anzahl der Denkmäler noch zusätzlich ein Grabdenkmal, 5 Grabplatten und 3 Epitaphien, die nicht mehr mit eigenen Katalognummern aufgenommen werden, zumal sich die Grabschriften weitgehend mit denen von Müller bzw. den vorhandenen Originalen decken. Damit erhöht sich die Zahl der Aldinger Inschriften auf 44 (22 verloren). – Die Situation in Oßweil war vor Auswertung des Hopffschen Manuskripts durch einen Bestand von nur 11 Inschriften gekennzeichnet, davon 7 Grabschriften (3 kopial durch Gabelkover überliefert). Als Denkmäler der Kaltental ließen sich trotz totaler Verwitterung noch 2 Kinder-Denkmäler (nrr. 534, 535) ansprechen. Hopffs Überlieferung ließ den ehemaligen Bestand auf 21 Denkmäler (davon 7 mittelalterliche, die auf den Vorgängerbau von 1491 zurückgehen) anwachsen. Hier fehlen die „stehende Stein“ und die Epitaphien, weil sie wohl 1701 schon vernichtet waren. Am Beispiel des Hauses Kaltental kann gezeigt werden, welche Inschriftenbestände auch in anderen Ritterschaftsorten ursprünglich vorhanden waren, wobei eine hohe Verlustrate bei den mittelalterlichen Steinen einkalkuliert werden müßte. Daß die Kaltental keinen Sonderfall darstellen, beweist die Friedhofskirche von Unterriexingen mit 32 Inschriften, die sogar mit einem Denkmal des Ortsadels von 1394 (nr. 37) einsetzen. Großsachsenheim, Grablege der Sachsenheim, besitzt 20 Inschriften, die wohl noch im 13. Jahrhundert begannen (nr. 17). Weitere Ortschaften mit über 20 Inschriften sind Beihingen (26) und Mundelsheim (20), dicht gefolgt von Geisingen (12), Hemmingen (13) , Hochberg a. N. (14), Kleinbottwar (14) , Höpfigheim (11), Nussdorf (13) und Schwieberdingen (17).

  1. Ein nahezu gleiches Verhältnis war im Lkr. Karlsruhe zu beobachten, während im Enzkreis der Anteil von erhaltenen Inschriften sogar ca. 80 % beträgt; vgl. DI. XX (Karlsruhe) Einleitung S. XVIIf.; DI. XXII (Enzkreis) Einleitung S. XVf. »
  2. Auf diese Denkmäler ist jeweils in den Anmerkungen verwiesen. Wenn wir von einem ehemaligen Bestand von ca. 750 noch bekannten Inschriftendenkmälern ausgehen, ergibt sich gemessen an der Flächenausdehnung des Kreises Ludwigsburg ein Inschriftenreichtum, der die westlich angrenzenden, bereits untersuchten Kreise übertrifft. Der flächenmäßig größere Landkreis Karlsruhe hatte 421 Nummern aufzuweisen, der Enzkreis nur 385 Nummern, wobei allerdings die Stadt Pforzheim als Zentrum des Gebietes mit mindestens 180 Nummern (noch nicht bearbeitet, aber bereits aufgenommen und katalogisiert) hinzugerechnet werden müßte. »
  3. Diese Verhältnisse unterscheiden sich grundlegend vom benachbarten Enzkreis, wo sich über 50% des Bestandes auf nur zwei Schwerpunkte – das Kloster Maulbronn und die Herrschaft Gemmingen in Tiefenbronn – konzentrieren. »
  4. G. Chr. von Seubert (1782–1835) hat um 1820 noch drei „Epitaphien in der Kirche“ und viele Grabsteine im Klostergarten bezeugt, ohne diese zu beschreiben oder aufzuzeichnen. »
  5. Vgl. unten Anm. 90. – Die dreibändige Handschrift des Stiftsfräuleins Natalie von Stetten-Buchenbach „Stift Oberstenfeld und seine Damen (1894–1920)“ mit Federzeichnungen der Grabdenkmäler verzeichnet den Bestand zu Beginn unseres Jahrhunderts; Stuttgart, HStA Hs. J 1 nr. 276-278. »
  6. Durch die Einführung der württembergischen evangelischen Kirchenordnung im Jahre 1540 und durch den Anschluß an den Ritterkanton Kocher nach dem Schmalkaldischen Krieg sicherte das adelige Fräuleinstift sein Weiterbestehen über die Reformation hinaus. 1802 fiel es an Württemberg, dessen Schirmherrschaft es seit 1730 wieder anerkannt hatte; erst 1920 wurde das Stift aufgehoben. »
  7. Die romanische Peterskirche in einem ummauerten Friedhof außerhalb des Ortes birgt kein einziges Schriftdenkmal aus der Zeit vor 1650, obwohl der in Württemberg singuläre Bau aus der Mitte des 11. Jahrhunderts als Sepulkralkirche einer Ordensniederlassung gedeutet wird (später Friedhofskirche der Ortsbevölkerung). »
  8. Zwei Grabplatten konnten 1952 aus dem Klosterbezirk geborgen werden (nrr. 11, 25; jetzt ev. Pfarrkirche); eine dritte (nr. 21; jetzt provisorisch in der Klosterkelter abgelegt) wurde 1980 aus einem Schuppen im Klosterbereich sichergestellt. Beim Abbruch des Klosterbandhauses (Kleinbottwarer Str. 15–19) barg Oberlehrer Wünschmann 1969 die Fragmente von vier Grabplatten (nrr. 12, 23) und einer Bauinschrift (nr. 5), die beim Wiederaufbau 1643 als Baumaterial verwendet worden waren. »
  9. Der Klosterhofmeister Scheid hat die Denkmäler beschrieben; Stuttgart HStA A 524 Bü 9 (1781). Wahrscheinlich sind die bei Translozierung der Kapelle auf die Insel im See des Schlosses Monrepos bei Eglosheim durch andere Original-Denkmäler (nr. 357) ersetzt worden; selbst bei der Verglasung handelte es sich um „echte“ Fenster (vgl. nr. 305). »
  10. Eine solche Neubesinnung auf die Tradition ist auch für andere Klöster nachweisbar; vgl. die Häufung der „Stifterdenkmäler“ in Maulbronn – dazu ausführlich R. Neumüllers-Klauser, Maulbronner Stifterdenkmäler, in: ZWLG 37 (1978) 27–45. »
  11. Es sind dies fünf wahrscheinlich 1418 entstandene Glocken der Marienkapelle (1617 verbrannt), drei 1621 neugegossene und 1693 ebenfalls verbrannte Glocken, der Wandmalerei-Zyklus der Stadtkirche von 1614ff. sowie mindestens zwei Grabmäler und ein (gemaltes?) Epitaph (bei nrr. 607, 565, 377, 265). »
  12. Klemm verzeichnet 1872 nur noch drei. »
  13. Die Amtsstadt Marbach besitzt noch vier Exemplare (nrr. 410, 443, 484, 635). »
  14. Sie war 1728 aus Stuttgart nach Besigheim gelangt. »
  15. 1903 war die Grabplatte der Barbara Schenk von Winterstetten geb. von Zedwitz (gest. 1575) im Chor „am Auftritt zum Hochaltar“ noch vorhanden; vgl. Breining, Besigheim 1903, 24. »
  16. Darunter sind acht nach 1650 entstandene Stücke, die hier nicht Aufnahme finden können, Wortlaut der Inschriften verzeichnet bei H. Roemer, in: BllWürttFamilienkunde 3 (1928) 25ff. »
  17. So z. B. in Bönnigheim 6:13, in Marbach 17:29, in Vaihingen 15:31. »
  18. Fiechter, Grabungsakten. »
  19. G. F. Müller, Chronik der Gemeinde Aldingen am Neckar, begonnen 1. Januar 1898 (Handschrift; Abschrift Registratur des Ev. Pfarramtes Aldingen). »
  20. Stuttgart, HStA Repertorium A 155, Bü 64. Zwei Hefte aus 11 bzw. 4 Papierblättern. »