Inschriftenkatalog: Landkreis Göttingen

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 66: Lkr. Göttingen (2006)

Nr. 378 Kerstlingerode, ev.-luth. Kirche St. Johannes d. T. 1641

Beschreibung

Kelch. Silber, vergoldet. Ohne Marken und Beschauzeichen. Der Sechspaßfuß steht auf einer schmalen Sockelplatte und einer geriffelten Zarge. Einem Segment des Fußes ist die Figur des Kruzifixus aufgesetzt, in zwei weiteren Segmenten je ein graviertes Medaillon mit einem Vollwappen sowie zu beiden Seiten der Wappen Initialen als Beischriften darin. Die sechsseitigen Schaftstücke schlicht, der oben und unten abgeflachte Nodus mit Lanzettornament und rautenförmigen Rotuli, die mit Blütengravur verziert sind, schlichte glockenförmige Kuppa. Die zum Kelch gehörige Patene befindet sich im Städtischen Museum Göttingen (Nr. 377).

Maße: H.: 19 cm; Dm.: 12,7 cm (Fuß), 10,6 cm (Kuppa); Bu.: 0,25 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 66, Nr. 378 - Kerstlingerode, ev.-luth. Kirche St. Johannes d. T. - 1641

 Sabine Wehking [1/3]

  1. O(TTO) C(HRISTOPH) // V(ON) K(ERSTLINGERODE) 1)

    B(EATA) V(ON) K(ERSTLINGERODE) // G(EBORNE) V(ON) H(OPFGARTEN) 2)

Kommentar

Nach der Inschrift der zugehörigen Patene (Nr. 377) wurden Kelch und Patene nach dem Tod des Otto Christoph von Kerstlingerode von dessen Witwe Beata von Hopfgarten gestiftet. Zu dem Ehepaar vgl. Nr. 379.

Anmerkungen

  1. Wappen Kerstlingerode (gespalten, rechts drei Schindeln, 2:1, links zwei Halbmonde übereinander). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 7, Abt. 3 Suppl., S. 27 u. Tafel 21.
  2. Wappen Hopfgarten (gekreuzte dreizinkige Gabeln). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 3, Abt. 2, S. 177 u. Tafel 225.

Nachweise

  1. Mithoff, Kunstdenkmale, S. 119.

Zitierhinweis:
DI 66, Lkr. Göttingen, Nr. 378 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di066g012k0037804.