Inschriftenkatalog: Landkreis Göttingen

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 66: Lkr. Göttingen (2006)

Nr. 344 Erbsen, ev.-luth. Kirche St. Vitus 1629

Beschreibung

Kelch. Silber, vergoldet. Ohne Marken und Beschauzeichen. Der flache Sechspaßfuß mit steil ansteigendem Fußhals steht auf einer abgetreppten Sockelplatte. In zwei Segmenten nebeneinander sind zwei Vollwappen mit der um beide Wappen herum verteilten Beischrift A eingraviert. In dem rechts folgenden Segment ein eingraviertes Kruzifix mit Titulus B. Zwischen schlichten sechsseitigen Schaftstücken der oben und unten abgeflachte Nodus mit Lanzettornament. Schlichte glockenförmige Kuppa.

Maße: H.: 20,5 cm; Dm.: 14 cm (Fuß), 10,5 cm (Kuppa); Bu.: 0,2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 66, Nr. 344 - Erbsen, ev.-luth. Kirche St. Vitus - 1629

 Sabine Wehking [1/2]

  1. A

    GERDRVT // MARIA // VON // ADELE//VESSEN ANNO 1629

  2. B

    I(ESVS) N(AZARENVS) R(EX) I(VDAEORVM) 1)

Wappen:
Adelebsen2)Steinberg3)

Kommentar

Die E der Wappenbeischrift sind epsilonförmig ausgeführt.

Die Wappenbeischrift bezieht sich auf Gertrud Maria von Adelebsen, eine Tochter Christophs II. von Adelebsen und der Margarethe von Steinberg, über die nach Eckart nichts Näheres bekannt ist.4) Erbsen, für dessen Kirche Gertrud Maria von Adelebsen den Kelch stiftete, gehörte zum adligen Gericht Adelebsen.

Anmerkungen

  1. Io. 19,19.
  2. Wappen Adelebsen (einmal gespalten und zweimal geteilt). Vgl. Siebmacher/Hefner, Wappenbuch, Bd. 2, Abt. 9, S. 2 u. Tafel 2.
  3. Wappen Steinberg (springender Steinbock). Vgl. Spießen, Wappenbuch, Bd. 1, S. 121; Bd. 2, Tafel 305.
  4. Eckart, Adelebsen, S. 58f.

Zitierhinweis:
DI 66, Lkr. Göttingen, Nr. 344 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di066g012k0034408.