Inschriftenkatalog: Landkreis Göttingen

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 66: Lkr. Göttingen (2006)

Nr. 282 Kerstlingerode, ev.-luth. Kirche St. Johannes d. T. 1606

Beschreibung

Taufstein. Sandstein. Das Taufbecken ruht auf einem profilierten und mit Diamantquadern, Engelsköpfen und Rosetten besetzten Schaft. Am Becken unten ein fächerartiger Fries, darüber umlaufende Ornamentbänder. Oben um den Beckenrand verläuft in einer vertieften Zeile die erhaben gehauene Inschrift A, oben auf dem Beckenrand ebenfalls erhaben in vertiefter Zeile die Inschrift B, darunter ist in kleineren Buchstaben eine Inschrift aus jüngerer Zeit eingehauen, eine weitere im Beckeninnern.1)

Maße: H.: 92 cm; Dm.: 66,5 cm; Bu.: 4,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 66, Nr. 282 - Kerstlingerode, ev.-luth. Kirche St. Johannes d. T. - 1606

 Sabine Wehking [1/4]

  1. A

    WER · DA GLAVBT · V(NDT) · GETAVFT · WIRD · DER · WIRD · SELIG · WER NIT GLAVB · (et)c(etera) MARCI · AM · 16 · 2)

  2. B

    IOHAN · KOLER · PASTOR · H · DEGENHART · H · ROMER · ANNO · 1606 ·

Kommentar

Der Pastor Johann Koler, in dessen Amtszeit der Taufstein gesetzt wurde, stammte aus Einbeck. Er immatrikulierte sich im Jahr 1576 an der Universität Wittenberg3) und war von 1598 bis 1624 Pastor in Kerstlingerode.4)

Anmerkungen

  1. FRIDERICUS . HILLE . PASTOR . LOCI // L . HENKE . PAST(OR) L(OCI) ANNO 1858. Im Beckeninnern REINEMANN sowie die Jahreszahl 1734.
  2. Mk. 16,16.
  3. Matrikel Wittenberg, Bd. 2, S. 266a.
  4. Heise, Antiquitates, S. 191. Heise gibt als Geburtsort Kolers Göttingen an, dem widerspricht jedoch die Eintragung in der Matrikel. Meyer, Pastoren, Bd. 2, S. 11.

Nachweise

  1. Mithoff, Kunstdenkmale, S. 119 (B).
  2. Mathies, Taufbecken, S. 135 (B).

Zitierhinweis:
DI 66, Lkr. Göttingen, Nr. 282 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di066g012k0028203.