Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

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DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 626† Bad Münster am Stein-Ebernburg, Burgstr. 16? 17./18.Jh.?

Beschreibung

Hinweisinschrift auf einer Sandsteinplatte. Erstmals 1919 als im ehemaligen Haus Karl Rapp (Burgstr. 16?)1) vermauerte Spolie nachgewiesen, verloren. Die Platte stammte aus einem kurz vor 1919 abgebrannten Haus „neben der ziemlich alten Pfarrerwohnung“. Rechteckige Platte mit siebenzeiliger Inschrift, erste Zeile mit erhöhten Buchstaben.

Nach Kohl.

Maße: H. 50, B. 80 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

  1. WIE H/IE OBEN / ARIZALa) · A(NNO) · / 531b) CLAR/LICHc) · AV/SWEISTc) · V/NVERLETZTd)

Kommentar

Die Datierung folgt der Einschätzung von Kohl, die Form der Buchstaben deuteten in die „Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts“. Laut seinen Überlegungen könnte es sich bei dieser etwas dunklen Inschrift um einen anläßlich eines Neubaus angefertigten Hinweis auf eine über der Platte stehende, sich auf einem Balken oder Türsturz befindende Jahreszahl 15312) gehandelt haben. Möglicherweise bezog sie sich auf Reste des Vorgängerbaus oder etwa auf eine Heiligenfigur, auf deren Alter der Hausbesitzer stolz hinweisen wollte.

Textkritischer Apparat

  1. Wohl verschrieben für IARZAL.
  2. Wohl für (1)531.
  3. I klein hochgestellt.
  4. Zweites E und zweites T klein hochgestellt.

Anmerkungen

  1. Falls die Identifizierung zutrifft, waren die folgenden Besitzer die Familien Gauch, Lahm und Pollack.
  2. Vgl. Nr. 275 I von 1531.

Nachweise

  1. Kohl, Bildhauerwerke 66 (mit Nachzeichnung).

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 626† (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0062608.