Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 602 Burgsponheim 1687

Beschreibung

Bauzahl. Links und rechts des Scheitelsteins eines runden, auf Konsolen ruhenden Portalbogens mit neuer Farbfassung, eingelassen in die Südseite des Hauses Hauptstr. 52. Der auffallend große Scheitelstein ist mit einem Steinmetzzeichen (Nr. 53) versehen und trägt ein von einem geflügelten Engelchen bekröntes, erhaben ausgeführtes Handwerkerwappen; das Portal ist vermauert.

Maße: Z. ca. 5 cm.

DI34, Nr. 602 - Burgsponheim - 1687

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Eberhard J. Nikitsch) [1/1]

  1. 16 / 87

Wappen:
Hans Brückner (unter Initialen H B Zirkel, Winkelmaß, Zweispitz, Spitzfläche und Meißel1).

Kommentar

Wohl selbst ausführender Erbauer des Portals war der Burgsponheimer Steinhauer- und Maurermeister Johannes Brückner. Seiner gut erhaltenen Grabplatte2) zufolge war er 15 Jahre lang mit Anna Gertraut verheiratet, zeugte mit ihr fünf Söhne und drei Töchter und verstarb am 9. April 1699 im Alter von 41 Jahren.

Anmerkungen

  1. Vgl. zu den berufstypischen Werkzeugen F.K. Azzola, Handwerkszeichen auf der Grabplatte eines Steinmetzen und Werkmeisters, in: Steinmetz und Bildhauer 99 (1983) 372-378.
  2. Im Boden der Taufkapelle der katholischen Kirche Sponheim (ehem. Benediktiner-Kloster), mittlerer Stein (mit identischem Wappen im Lorbeerkranz) in der ersten südlichen Reihe.

Nachweise

  1. Kdm. 141.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 602 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0060202.