Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 576 St. Johannisberg, Evang. Kirche 1669

Hinweis: Die vorliegende Online-Katalognummer ist im Vergleich zum gedruckten Band mit Ergänzungen und Korrekturen versehen. Sie finden diese am Ende des Artikels. [Dorthin springen]

Beschreibung

Grabplatte der Judith Margarethe Hufeisen, geb. Riese. An der Nordseite des Schiffs neben dem westlichen Chorpfeiler an der Wand befestigt (Plan Nr. 3), aufgefunden bei der Renovierung der Kirche in den Jahren 1909/101). Schmale Platte aus grauem Sandstein, gerahmt von einer eingehauenen Linie. Im Feld in kapitalen Buchstaben namentlich bezeichnetes, flach reliefiertes Allianzwappen im Lorbeerkranz, darüber Bibelspruch, darunter zehnzeilige Grabinschrift. Die untere, unbeschriftete Leiste fehlt.

Maße: H. 117, B. 88, Bu. 3 cm (Fraktur), 3,5-5 cm (Kapitalis).

Schriftart(en): Fraktur/Kapitalis.

DI 34, Nr.576 - St. Johannisberg, Evang. Kirche - 1669

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Klemens Bender) [1/1]

  1. Hiob am 19. / Ich weiß das mein Erlöser lebet (et cetera)2) // Hier ligt begraben die Edel Ehr: v(nd) Tugendsame / Fraw Judichaa) Margretha Rießin Her(r) Heinrich / Wilhelm Huffeißens Reingre(flichen) Keller v(nd) Co(mm)e(n)da(n)te(n) / zu Dhaun Eheliche Frau, mit welchen Sie 3 Ki(n)der / als Henrich Anthon Philip Sophi v(nd) Johann Carl / Anthon gezeuget, v(nd) den 1. MARTŸ 1669 morgens / vmb 3: vhr ihres alters in 32. iahr in Kinds=/nöthten im Herrn seligl(ich) verschieden, deren / Gott ein Fröliche aufferstehung verlein wolle. / Amen.

Kommentar

 
Wappenbeischrift:
I(UDITHA) · M(ARGARETHA) · G(EBORENE) · RIESIN.

 
Wappen:
rechts geteilt, oben Lilie, unten schreitender Löwe; links ein stehender Landsknecht (Riese?) mit aufgerichteter Lanze in der Rechten).

Die Familie Riese wurde später geadelt und brachte zahlreiche wild- und rheingräfliche Beamte hervor3). Außer den in der Inschrift mitgeteilten Nachrichten ist über die aufgeführten Personen nichts bekannt.

Textkritischer Apparat

  1. Sic!

Anmerkungen

  1. Vgl. Hensler, Wiederherstellung 50.
  2. Kürzung durch entsprechendes Zeichen. – Job 19,25.
  3. Vgl. Fröhlich/Zimmermann.

Nachweise

  1. Kdm. 338.
  2. Fröhlich/Zimmermann, Stiftskirche 19f.
Addenda & Corrigenda (Stand 02. September 2013):

Das Wort Commendanten ist singulär in humanistischer Minuskel ausgeführt.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 576 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0057607.