Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 484a Kirn-Sulzbach, Evangelische Kirche (1931) 1615

Diese Katalognummer liegt nur in der Onlinefassung vor.

Beschreibung

Bau- und Renovierungsinschrift auf einer hochrechteckigen Tafel aus Sandstein, aufgefunden auf dem Grundstück der Fam. Hahn1), links vom Altar der 1931 neu erbauten Evang. Kirche in die Wand eingelassen. Hochrechteckige Tafel aus farbig gefassten Sandstein; Inschrift (A) beginnt oben auf dem profilierten Rand mit der Jahreszahl und setzt sich in neun Zeilen im vertieften Feld fort, gefolgt von der elfzeiligen Inschrift (B), die vermutlich 1931 angefügt wurde2). Gut erhalten.

Maße: H. 98, B. 40 Z. 6, Bu. 3 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 34, Nr. 484a - Kirn-Sulzbach, Evangelische Kirche - (1931) 1615

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Eberhard J. Nikitsch) [1/3]

  1. A

    1 ◦ 6 ◦ 1 ◦ 5 // IST ◦ DISE ◦ CANTZEL ◦ / ERBAVT ◦ VND ◦ DIESE ◦ / KIRCH ◦ RENOVIRT / ALS ◦ PFARHER ◦ M(AGISTER) ◦ AND(REAS) / FABER ◦ VND ◦ SCHVL(TES) / NICOLAS ◦ SARTOR / VND ◦ WILH(ELM) IVNG / KIRCHENIVRAT / GEWESEN ◦

  2. B

    OBIGE INSCHRIFT REDET / VON DER 1808 DEN EVAN=/GELISCHEN ZUGETEILTEN / SIMULTANKIRCHE DIE / 1845 AVF ABBRUCH VER=KAUFT WURDE ◦ ERBAUT / IST DIESE KAPELLE ALS / C. ZELLER PFARRER / VND FR. DRÖSCHER / SCHÖFFE WAREN // 1 ◦ 9 ◦ 3 ◦ 1

Kommentar

Die in Größe und Form uneinheitlich ausgeführte Schrift weist kräftige Serifen, dreiecksförmige Punkte über I und zahlreiche Buchstabenverbindungen auf. Als Worttrenner dienen Dreiecke.

Die verschollene Kanzel gehörte zur Ausstattung der 1537 erstmals erwähnten, seit der Reformation bis 1772 simultan genutzten Kapelle3), die 1823 wegen Baufälligkeit geschlossen und schließlich 1845 abgerissen wurde. Ebenfalls zur früheren Ausstattung gehörte eine 1658 gegossene, gegenwärtig im Deutschen Glockenmuseum aufbewahrte Glocke4). Die heutige Kirche wurde im Jahr 1931 errichtet.

Anmerkungen

  1. So Münscher.
  2. An den Leisten sind an entsprechender Stelle Bearbeitungsspuren zu sehen, die auf diese sehr sorgfältig durchgeführte Ergänzung hinweisen.
  3. Vgl. dazu ebd. 72f.
  4. Vgl. oben Nr. 560.

Nachweise

  1. A. Münscher, Kreis Birkenfeld. Masch.schr. Ms. 1955 S. 74 (LfD Mainz) (A).

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 484a (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k00484a5.