Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 128 St. Johannisberg, Evang. Kirche 1453

Beschreibung

Glocke mit Spruchinschrift, rechts hinten im Glockenstuhl (Plan Nr. 32). Auf der Schulter einzeilige Umschrift zwischen ausgeprägten Kordelstegen. Die Buchstaben befinden sich einzeln auf rechteckigen Plättchen. Gewicht 175 kg1).

Maße: H. 60, Dm. 66, Bu. 3 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 34, Nr.128 - St. Johannisberg, Evang. Kirche - 1453

 Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Thomas G. Tempel) [1/2]

  1. +a) annob) d(omi)nic) mod) ccccod) l iii in ere sa(n)ctie) ioh(ann)sie) baptisten ·f)

Kommentar

Die Inschrift in deutscher Sprache ist mit einer Ausnahme ohne Kürzungszeichen und durchgehend ohne Worttrenner gestaltet. Sie bezieht sich wohl auf das schon ältere Patrozinium der zwischen 1438 und 1465 wegen Baufälligkeit neu errichteten Stiftskirche2).

Textkritischer Apparat

  1. Textbeginn durch ein Kruzifix (ohne Corpus) angezeigt.
  2. Letzter Buchstabe schräg nach oben versetzt. Kdm. und Fröhlich/Zimmermann lesen an(n)o.
  3. Kürzungsstrich rechts oben.
  4. Schräg nach rechts oben versetztes Minuskel-o. Schneider, Rhein. Antiquarius und Jüngst lesen 1458.
  5. Sic! Letzter Buchstabe schräg nach rechts oben versetzt.
  6. Als Schlußzeichen dient ein senkrecht verlaufendes, beide Stege verbindendes Kordelstück.

Anmerkungen

  1. Vgl. Verzeichnis 81.
  2. Vgl. Fröhlich, St. Johannisberg 260f. sowie die Bauinschrift von 1465 (Nr. 139).

Nachweise

  1. Schneider, Notizen I (nach Eintrag 1465; teilw.).
  2. Schneider, Geschichte 254 (erw.).
  3. Rhein. Antiquarius II 19, 243 (erw.).
  4. Lehfeldt, Bau- und Kunstdenkmäler 326.
  5. Jüngst, Chronik 13 (erw.).
  6. Zimmermann, Glocken 35.
  7. Kdm. 341.
  8. Fröhlich/Zimmermann, Stiftskirche 27.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 128 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0012804.