Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 51 Disibodenberg, Kreuzgang 1364

Beschreibung

Grabplatte eines Mohr von Sötern. Im südlichen Teil des Ostflügels in den Boden eingelassen (Plan Nr. 9), aufgefunden bei den Ausgrabungen im Sommer 1985. Große, schmale Platte aus gelbem Sandstein mit Umschrift zwischen Linien, in den oberen Ecken befinden sich zwei kleine, flachreliefierte Wappen. Die Platte ist bis auf Teile der oberen und der rechten Leiste stark verwittert, das untere Fünftel ist abgebrochen.

Maße: H. 192, B. 77, Bu. 5,5 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

DI 34, Nr.51 - Disibodenberg, Kreuzgang - 1364

 Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Heinz Straeter) [1/1]

  1. + ANNO · D(OMI)NI · Mo / · CCCo · LXIIII · ID(IBVS)a) · IANVAR[II OBIIT ... / ..... / ..........] · NO[.....]

Datum: 13. Januar 1364.

Wappen:
Mohr von Sötern; Blick von Lichtenberg.

Kommentar

Wie der neben ihm Begrabene1), entstammt der unbekannte Adelige dem sich nach ihrem Sitz2) nennenden Rittergeschlecht derer von Sötern. Da sich die Sippe urkundlich nachweisbar um 1380 in zwei Linien Sötern und Mohr von Sötern aufspaltete3), liegt in dem Verstorbenen ein früher Angehöriger dieses Zweiges vor. Die Mohr von Sötern waren im 14. Jahrhundert Burgmannen der Grafen von Veldenz auf Burg Lichtenberg4) – von daher dürfte sich die vorliegende, in den bisherigen Genealogien nicht aufscheinende Verbindung mit dem Burgmannengeschlecht der Blick von Lichtenberg erklären.

Textkritischer Apparat

  1. Vgl. Einleitung XXIX Anm. 86.

Anmerkungen

  1. Vgl. Nr. 54 von 1368.
  2. Sötern, Gem. Nohfelden, Lkrs. St. Wendel (Saarland). Vgl. dazu Töpfer, UB Hunolstein III 264ff.
  3. Vgl. Möller, Stammtafeln NF II 112.
  4. Gem. Thallichtenberg, Lkrs. Kusel. Vgl. Pöhlmann, Regesten Veldenz (Register unter Sötern).

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 51 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0005103.