Inschriftenkatalog: Bad Kreuznach

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 34: Bad Kreuznach (1993)

Nr. 26 Disibodenberg, Kreuzgang Ende 1339

Beschreibung

Grabplatte des Johannes Textor. Am Westende des Südflügels in den Boden eingelassen (Plan Nr. 50), aufgefunden bei den Ausgrabungen im Sommer 1985. Einfache, schmale Platte aus hellem Sandstein mit Umschrift zwischen Linien und einer innen parallel verlaufenden Zierlinie im Mittelfeld. Oberfläche leicht verwittert, das rechte untere Eck fehlt.

Maße: H. 201, B. 94, Bu. 7 cm.

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

DI 34, Nr.26 - Disibodenberg, Kreuzgang - 1339

 Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Heinz Straeter) [1/1]

  1. +a) ANNO / · D(OMI)NI · Mo · CCCo · XXXIXo · Ib)[..... / ...]EMBRIS · O(BIIT) / · IOHANNES · TEXTOR · DE · SI/LVA

Datum: August bis Dezember 1339.

Kommentar

Die schmucklose Majuskel zeigt sowohl den Wechsel zwischen unzialem und kapitalem E und M, als auch die für den Disibodenberg typische Ligatur von kapitalem D und kapitalem E.

Bei TEXTOR dürfte es sich um den Familiennamen oder um die Berufsbezeichnung (Weber) des sonst unbekannten Verstorbenen handeln; mit SILVA könnte der Soonwald oder der Hunsrück gemeint sein. Eine Verbindung mit dem kurtrierischen Adelsgeschlecht Mohr vom Wald (auch in der Form „de sylva“) ist vorerst nicht nachzuweisen1).

Textkritischer Apparat

  1. Textbeginn in der Mitte der oberen Leiste.
  2. Beim folgenden Zahlzeichen ist der Rest einer Haste sichtbar.

Anmerkungen

  1. Vgl. H. Leist/K. Leist-Jacobs, Die Mohr vom Wald, in: MWGF 25 (1971) 93-95 und 151-153.

Zitierhinweis:
DI 34, Bad Kreuznach, Nr. 26 (Eberhard J. Nikitsch), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di034mz03k0002602.