Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 731 Roemer-Museum 1647

Beschreibung

Fragment einer Grabplatte für ein Mädchen. Sandstein. Die ursprünglich hochrechteckige Grabplatte stammt möglicherweise vom Katharinenfriedhof vor dem Almstor,1) kam zunächst in das Andreas-Museum und ist heute im Innenhof des Roemer-Museums angebracht. Das untere Drittel der Grabplatte und die rechte Rahmenleiste fehlen. Im vertieften Innenfeld unter einem Karniesbogen eine lebensgroße Darstellung des verstorbenen Mädchens mit einer spitzzackigen Krone.2) In den Zwickeln des Bogens links und rechts je ein Vollwappen mit Hausmarke. Die erhaben ausgeführte Inschrift lief ursprünglich an vier Seiten um den Stein herum, die rechte Langseite und die untere Schmalseite sowie der untere Teil der linken Langseite fehlen. Die Worttrenner sind rautenförmig gestaltet.

Maße: H.: 105,5 cm; B.: 76,6 cm; Bu.: 4,8 cm.

Schriftart(en): Fraktur.

DI 58, Nr. 731 - Roemer-Museum  -1647

 Christine Wulf [1/1]

  1. Anno · 1638a) · den 15 S[..... / - - - / - - - / - - - ]ig Entslaffen seines alters im 9 · iahr ·

Wappen:
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Kommentar

Die Datierung der Inschrift geht davon aus, daß das Datum das Geburtsjahr der Verstorbenen angibt.

Textkritischer Apparat

  1. 1638] 1658 Kd.

Anmerkungen

  1. Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175.
  2. Die ungewöhnliche Darstellung eines verstorbenen Mädchens mit einer Krone findet sich in Hildesheim noch auf einer weiteren Grabplatte (Nr. 749). Die Krone könnte als Zeichen des ewigen Lebens (1. Pt. 5,4 u. ö.) stehen oder, da sie – zumindest in den Hildesheimer Belegen – nur Mädchen als Attribut beigelegt wird, als eine abgewandelte Darstellung des Jungfernkranzes aufzufassen sein.
  3. Wappen ? (Hausmarke H35).
  4. Wappen ? (Hausmarke H36).

Nachweise

  1. Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 731 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0073107.