Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 666 St. Andreas 1625

Beschreibung

Grabplatte für Hans Wildefüer. Sandstein. Die hochrechteckige Platte befindet sich heute an der Westwand des südlichen Seitenschiffs. Die Inschrift ist im oberen Teil des Steins in acht Zeilen erhaben vor im Bereich des Mittelbandes vertieftem Hintergrund angebracht, darunter ein Vollwappen in vertieftem Medaillon.

Maße: H.: 198 cm; B.: 98–104 cm; Bu.: 5,5 cm.

Schriftart(en): Fraktur und Kapitalis mit Versal (ANNO).

DI 58, Nr. 666 - St. Andreas - 1625

 Henning Jürgens [1/1]

  1. ANNO 1625 am 12 MAII Jst / Hansza) Wildefurb) im hern sehligc) / entschaffend) Seines alters 38 iahr / Dem der aller welt Richter Jesus / Christus an gennem grossen tage / Neben allen ausserwelte[n ei]ne fröli=e) / aufferstehung zum ewigen leben / verliehe Amen

Wappen:
Wildefüer*

Kommentar

Die Ziffern- und Buchstabenformen weisen darauf hin, daß die Inschrift von demselben Steinmetzen ausgeführt wurde wie die Grabplatte für Katharina Mebesius, vgl. den Kommentar zu Nr. 663. Hans Wildefüer amtierte im Jahr 1593 als Riedemeister.1)

Textkritischer Apparat

  1. Hansz] s als Schaft-s ausgeführt, das kleiner ausgeführte und hochgestellte z setzt an der Fahne an.
  2. Wildefur] u mit übergeschriebenem Schrägstrich.
  3. sehlig] Kürzungsstrich über dem g.
  4. entschaffen] Statt entschlaffen.
  5. fröli=] Zu ergänzen zu fröliche.

Anmerkungen

  1. Arnecke, Aufzeichnungen, S. 218.

Nachweise

  1. Slg. Rieckenberg, S. 1045, ein Photo.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 666 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0066605.