Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

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Bestand: DI 58 (Hildesheim)

Nr. 631 Hinterer Brühl 19 (no. 1184) 1616

Haus. Fachwerk. Am Erker des traufenständigen, dreigeschossigen, sechs Gefache breiten Hauses zwei Brüstungstafeln mit zwei durch die Beischriften (A)1) bezeichneten Vollwappen, die jeweils von einem Löwen und einem Greifen gehalten werden. Auf dem Schwellbalken unterhalb der Brüstungstafeln verläuft in drei Feldern die Inschrift B. Die Inschriften sind erhaben in vertiefter Zeile ausgeführt.

Inschrift A nach Photo Slg. Rieckenberg.

Maße: Bu.: 6–8 cm (B).

Schriftart(en): Fraktur (A), Kapitalis (B).

DI 58, Nr. 631 - Hinterer Brühl 19 (no. 1184) - 1616

© Christine Wulf [1/1]

  1. A

    Johann Flöcker Gerdruta) Heckmansb)

  2. B

    ANNO CHR(IST)I // DOMINO SIC PLACET ILLA SVO // MDCXVI

Übersetzung:

Im Jahr Christi. So gefällt dieses [Haus] seinem Herrn. 1616.

Versmaß: Rest eines Pentameters (B, DOMINO .... SVO).

Wappen
Flöcker2), Heckmann3)

Johann Flöcker stammte aus einer Zöllnerfamilie im kurkölnischen Linz und war von 1609 bis 1626 Amtmann in Steuerwald, danach wurde er Zöllner in Linz. Seine Ehefrau war die Tochter des Hildesheimer Kanzlers Johann Heckmann.4)

Textkritischer Apparat

  1. Gerdrut] Über dem u ein Akut oder ein Kürzungsstrich.
  2. Heckmans] Heckmann Kd.; Neckmann Schütte.

Anmerkungen

  1. Die Wappenbeischriften sind von unten nicht sichtbar und werden daher nach Photo wiedergegeben.
  2. Wappen Flöcker (Weinstock auf Dreiberg). Vgl. StaHi, Bestand 856, Nr. 50/268/9, Kasten 30.
  3. Wappen Heckmann (Gatter). Vgl. StaHi, Bestand 856, Nr. 50/268/9, Kasten 30.
  4. Vgl. Klingebiel, Lokale Amtsträger, S. 699.

Quellen

  1. Slg. Rieckenberg, S. 1010, ein Photo.
  2. NLD, Photoarchiv, Repro R 88-476.
  3. Hildesheimer Sonntagsblatt 1868, S. 237.
  4. Buhlers, Hildesheimer Haussprüche, S. 445 (ohne Wappenbeischriften und ohne Jahreszahl).
  5. DBHi, HS 789, fol. 409v–410r.
  6. Roemer-Museum, Inv. Nr.: H 1831 (Aquarell Heyer).
  7. Kd. Hildesheim, Bürgerliche Bauten, S. 349.
  8. Schütte, Hildesheimer Hausinschriften, S. 40.

Zitierhinweis:
Christine Wulf, DI 58, Nr. 631, in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0063102.