Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

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Bestand: DI 58 (Hildesheim)

Nr. 438† Mühlenstr. 18–20 (no. 1403/05) 1577

Haus. Kurie des Stifts St. Magdalenen.1) Das Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Inschriften nach Kd. Hildesheim, Bürgerliche Bauten.

  1. A

    HAS AEDES MAVRICIVS A SODE CANONICUS SANCTAE CRVCIS CENSIBVS CAENOBII DIVAE MARIAE MAGDALENAE CVM IAM BIENNIVM EIVS PRAEPOSITUS ESSET EXSTRVXIT ANNO A CHRISTO NATO MDLXXVII · 8 MAI ·

  2. B

    CVM DVO IDEM FACIVNT2) · PLACET VNVS · DISPLICET · ALTER · RECTE · AGE · NEC · CVRA · SI DISPLICEAS PLACEASVE

Übersetzung:

Dieses Gebäude hat Moritz von Sode, Kanoniker an Heilig Kreuz, aus den Einkünften des Klosters der heiligen Maria Magdalena gebaut, als er schon zwei Jahre dessen Propst war, im Jahr nach Christi Geburt 1577 am 8. Mai. (A)

Wenn zwei dasselbe tun, gefällt der eine, der andere mißfällt. Handle recht und kümmere dich nicht darum, ob du mißfällst oder gefällst. (B)

Versmaß: Zwei Hexameter (B).

Zu Moritz von Sode vgl. Nr. 500.

Anmerkungen

  1. Keine nähere Beschreibung in Kd. Hildesheim, Bürgerliche Bauten, S. 182.
  2. Der Anfang der Inschrift nach Terenz, Adelphoe V,3, 37f.: duo quom idem faciunt saepe ut possis dicere / hoc licet inpune facere huic illi non licet.

Quellen

  1. Kd. Hildesheim, Bürgerliche Bauten, S. 182.
  2. DBHi, HS 789, fol. 425r.
  3. Buhlers, Hildesheimer Haussprüche, S. 10 (B).
  4. Slg. Rieckenberg, S. 843.

Zitierhinweis:
Christine Wulf, DI 58, Nr. 438†, in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0043801.