Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 92 Dom-Museum 1. H. 14. Jh.

Beschreibung

Zwei Fragmente einer Grabplatte für einen Johannes. Sandstein. Provenienz unbekannt, heute im Lapidarium auf dem oberen Kreuzgang. Beide Fragmente gehören möglicherweise zu derselben Grabplatte wie Inschrift Nr. 93, allerdings differiert die Buchstabenhöhe um 0,5 cm. Die ursprünglich wohl hochrechteckige Grabplatte zeigte im Innenfeld ein Kreuz auf einem Bogensockel und eine vierseitig umlaufende Inschrift. Fragment 1 mit Inschrift A stammt von der rechten unteren Ecke der Platte, die Ritzzeichnung des Fragments 2 ist am ehesten als Teil des linken Bogensockels zu identifizieren, die Inschrift wäre folglich der linken Langseite zuzuordnen. Die Buchstaben sind erhaben ausgehauen.

Maße: Fragment 1: H.: 75 cm; B.: 30 cm. Fragment 2: H.: 29 cm; B.: 41 cm; Bu.: 7 cm (A, B).

Schriftart(en): Gotische Majuskel.

DI 58, Nr. 92 - Dom-Museum - 1. H. 14. Jh.

 Christine Wulf [1/1]

  1. A

    [ - - - ]GI[.] · II[...] JO[.]ESa) · DE / NOR[ - - - ] /

  2. B

    [ - - - ] ENJ · VI[ - - - ]

Kommentar

Die Ausführung in gotischer Majuskel (vgl. Einleitung, S. 62f.) und das Scheibenkreuz auf einem Bogensockel im Innenfeld sprechen für eine Entstehung der Inschrift im 14. Jahrhundert (vgl. Nr. 86). Die breite, flächige Ausführung der Buchstaben deutet auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts.

Textkritischer Apparat

  1. JO[.]ES] Wahrscheinlich JO[H](ANN)ES.

Nachweise

  1. Kat. Ego sum, S. 289 mit Abb.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 92 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0009200.