Inschriftenkatalog: Stadt Helmstedt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 61: Stadt Helmstedt (2005)

Nr. 497 St. Stephani 1767

Beschreibung

Epitaph des Johann Georg Erhard. Sandstein. An der südlichen Kirchenaußenwand, erster Stein rechts vom Ostportal. Querner sah ihn um 1850 „außen an der Kirche“1). Hochrechteckige Platte mit karniesbogigem Aufsatz. Im Bogen in der Mitte Krone, gehalten von zwei Putten. Auf der Platte von zwei Ranken gerahmtes, ovales Schriftfeld mit der Inschrift. In den Zwickeln oben je eine Blüte, unten Sanduhr und Totenschädel über Knochen. Inschrift eingehauen, die u tragen zum Teil übergeschriebene Häkchen oder Schlängel.

Maße: H.: 223 cm; B.: 102 cm; Bu.: 3–4,5 cm.

Schriftart(en): Fraktur.

DI 61, Nr. 497 - St. Stephani - 1767

 Sabine Wehking [1/1]

  1. Hier ruhen / die Zur frölichen Auferstehung / der Gerechten2) / ausgesäeten Gebeine / Johann Georg Erhards / weiland Diaconi beÿ der hiesigen / Stephans Kirche und Pastoris Zu / St. Walpurgis / gebohren Zu Helmsted d(en) 15. Aug(usti) 1726 Zu / vorgedachten Aemtern berufen Michaelis3) / 1758, starb er, unermüdet Seiner Gemeine / auch besonders beim Kranken und Sterbe=/bette beÿzustehen seinen Verwandten / Zu helfen und der Menge Seiner freunde / nützlich Zu seÿn / an einer aus Zehrenden Kra(n)ckheit / d(en) 2.tena) Februar(ii) 1767 / im 40tena) Jahr Seines Alters.

Kommentar

Der Verstorbene ist der Sohn des Helmstedter Schneidermeisters Johann Heinrich Erhard4). Er wurde am 4. April 1747 an der Universität Helmstedt immatrikuliert5).

Textkritischer Apparat

  1. ten] Klein, unterstrichen und hochgestellt.

Anmerkungen

  1. Querner 1, S. 23.
  2. Auferstehung der Gerechten Lk. 14,14, Apg. 24,15.
  3. 29. September.
  4. Lebensdaten bei Freist/Seebaß, Pastoren, Bd. 2, S. 81. Der dort angegebene Todestag 8. Februar stimmt nicht mit der Angabe der Inschrift überein.
  5. Matrikel Helmstedt, Bd. 3, S. 191.

Nachweise

  1. Schultz, Grabmale 1963, S. 104f.

Zitierhinweis:
DI 61, Stadt Helmstedt, Nr. 497 (Ingrid Henze), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di061g011k0049709.