Inschriftenkatalog: Stadt Helmstedt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 61: Stadt Helmstedt (2005)

Nr. 478 Tiefetal 3 1745

Beschreibung

Haus. Traufenständiger, zweigeschossiger Fachwerkbau, im Obergeschoß fünf Gefache breit. Inschrift auf dem Schwellbalken des Obergeschosses im Bereich des zweiten bis vierten Gefaches, vertieft eingeschnitzt und farbig gefaßt.

Maße: Bu.: ca. 7 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 61, Nr. 478 - Tiefetal 3 - 1745

 Sabine Wehking [1/1]

  1. CRISSTOFEL MILER · M(AR)G(ARE)TH(E) M(ILER) · ANNO 1745 ·

Kommentar

Unregelmäßiger Wort- und Buchstabenabstand geben der Inschrift ein ungelenkes Erscheinungsbild. In ANNO ist N spiegelverkehrt ausgeführt.

Eigentümer des Grundstücks war von 1707 bis 1754 der Bäckermeister Christoph Müller aus Oebisfelde1). In zweiter Ehe hatte er 1732 die in der Inschrift genannte Margarethe, geborene Hirschmann, geheiratet2) und mit ihr nach der Inschrift 1745 einen Neubau auf dem Grundstück errichtet. Sein Name findet sich auch auf dem Pokal der Bäckergilde von 1728 (Nr. 459, Inschrift A).

Anmerkungen

  1. Schaper, Häuserbuch 1,4, S. 105 unter Tiefetal 4.
  2. Schaper, Bürgerbuch 3, S. 789. Sie und nicht ihre Vorgängerin Catharina Marie Kunath kann also nur nach Müllers Tod 1755 Eigentümerin des Grundstücks geworden sein. Danach ist der Eigentümername zu korrigieren bei Schaper, wie Anm. 1, und Hägele, Hausinschriften, Nr. 69.

Nachweise

  1. Schrader, Hausinschriften 1956, Nr. 45.
  2. Hägele, Hausinschriften, Nr. 69.
  3. Moshagen, Hausinschriften, S. 25.

Zitierhinweis:
DI 61, Stadt Helmstedt, Nr. 478 (Ingrid Henze), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di061g011k0047804.