Inschriftenkatalog: Stadt Helmstedt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 61: Stadt Helmstedt (2005)

Nr. 448 Gröpern 56 1716

Beschreibung

Haus. Traufenständiger, dreigeschossiger Fachwerkbau. In den Obergeschossen dreizehn unterschiedlich breite Gefache, im Erdgeschoß Ladeneinbau. Inschrift auf dem Schwellbalken des ersten Obergeschosses. Erhaben geschnitzte Buchstaben, farbig gefaßt. Wegen einer vorgebauten Ladenüberdachung ist die Inschrift nur von weitem einsehbar1).

Schriftart(en): Fraktur.

DI 61, Nr. 448 - Gröpern 56 - 1716

 Sabine Wehking [1/4]

  1. Wer sich mit seiner Arbeit nehret und läszt ihm genügen der hat ein fein ruhig leben Das heist einen Schatz über alle Schätze finden2) · ME(ISTER)a) Burchard Schillingb) Dorothea Elisabeht Schmids 1716.

Kommentar

Die Inschrift weist in Versalienverwendung und Ausführung einzelner Buchstaben Übereinstimmung mit der Hausinschrift Neumärker Str. 14 (Nr. 416) auf. So ist das nach rechts gebogene obere Schaftende bei h und b in beiden Inschriften scharf geknickt und nach links über den Buchstaben zurückgeführt, die u tragen übergeschriebene Häkchen, und in der Verbindung ch ist das untere Schaftende des h verkürzt. Möglicherweise war hier dieselbe Werkstatt tätig.

Eigentümer des Grundstücks Gröpern 56 war von 1699 bis 1727 der Hufschmied und Schankwirt Burchard Schilling3).

Textkritischer Apparat

  1. ME(ISTER) stark verkleinert.
  2. Hier Ornament in Form eines nach unten offenen Hufeisens als Glücksbringer.

Anmerkungen

  1. Die Buchstabenhöhe konnte nicht gemessen werden.
  2. Sir. 40,18.
  3. Schaper, Häuserbuch 2, S. 158, dort unter Gröpern 57.

Nachweise

  1. Schrader, Hausinschriften 1956, Nr. 41.
  2. Schaper, Häuserbuch 2, S. 158.
  3. Kleinert, Stadtbild, S. 51 (Bibeltext).
  4. Hägele, Hausinschriften, Nr. 64.
  5. Moshagen, Hausinschriften, S. 9.

Zitierhinweis:
DI 61, Stadt Helmstedt, Nr. 448 (Ingrid Henze), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di061g011k0044806.