Inschriftenkatalog: Stadt Helmstedt

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 61: Stadt Helmstedt (2005)

Nr. 377 Kreis- und Universitätsmuseum 1701

Beschreibung

Tafel. Sandstein. Auf dem querrechteckigen Stein Vollwappen zwischen zwei Putten. Darunter auf geschwungenem Band die eingehauene Inschrift. Guter Erhaltungszustand.

Maße: H.: 49 cm; B.: 74 cm; Bu.: 2 cm.

Schriftart(en): Kapitalis mit Versalien und Minuskel.

DI 61, Nr. 377 - Kreis- und Universitätsmuseum - 1701

 Sabine Wehking [1/1]

  1. M(EISTER) HANS HERMAN / FINSELER a(nno) 1701

Wappen:
Finseler1)

Kommentar

Nach Text und Gestaltung der Platte dürfte es sich um eine Bauinschrift handeln2). Der Nagelschmiedemeister Hans Hermann Finseler aus Brumby, Ohrekreis, wohnte von 1695, dem Jahr seiner Eheschließung mit der Witwe des Nagelschmieds Blanke, Marie Galathee, geb. Müller, bis zu seinem Tode 1709 im erheirateten Haus auf dem Langen Steinweg 203). Heute steht auf diesem Grundstück ein Fachwerkhaus, das auf das Jahr 1780 datiert wird4). Möglicherweise enstand die Inschrift im Zusammenhang mit Bauarbeiten, die Finseler an dem Vorgängerbau ausgeführt hat.

Anmerkungen

  1. Wappen Finseler: Krone, durchstochen von drei Nägeln.
  2. Schaper, Bürgerbuch 1, S. 274 spricht von „Grabtafel“. Das läßt schon die Jahresangabe 1701 nicht zu. Finseler starb 1709, vgl. Begräbniseintrag NStA Wolfenbüttel 1 Kb 584, S. 751.
  3. Schaper, Häuserbuch 1,2, S. 173.
  4. Ebenda, S. 172.

Zitierhinweis:
DI 61, Stadt Helmstedt, Nr. 377 (Ingrid Henze), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di061g011k0037702.