Inschriftenkatalog: Stadt Hannover

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 36: Stadt Hannover (1993)

Nr. 39 Kreuzkirche 15. Jh.

Beschreibung

Grabplatte eines unbekannten Ehepaars. Sandstein. Die Platte, die heute im Chor hinter dem Altar steht, findet in der älteren Literatur keine Erwähnung; möglicherweise stammt sie aus dem ehemaligen Minoritenkloster.1) Der Stein ist stark abgetreten; in der Mitte sind noch die Umrisse der Darstellung eines Ehepaars im Flachrelief zu erkennen, zu ihren Füßen zwei Wappenschilde. Der Inhalt des linken Wappens ist nicht mehr zu erkennen. Von der um den Stein laufenden, eingehauenen Inschrift ist nur noch die rechte Längskante erhalten.

Maße: H.: 213 cm; B.: 107 cm; Bu.: 7 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 36, Nr. 39 - Hannover, Kreuzkirche - 15. Jh.

 Sabine Wehking [1/1]

  1. [...] / feria trina an(te) festu(m) mathei ap(osto)li2) obiit helmold / westen[.....]a) / [...]

Übersetzung:

[...] am Dienstag vor dem Fest des Apostels Matthäus starb Helmold [...]

Wappen:
Wappen, rechts:von Rinteln (Pfahl, mit drei Rosen belegt)

Kommentar

Dem Wappen nach muß es sich bei der Frau um ein Mitglied der Familie von Rinteln gehandelt haben.

Textkritischer Apparat

  1. Die Lesung ist unsicher.

Anmerkungen

  1. Nach einem Vermerk in den Akten (LkA, 511.2I) fand man nach dem Zweiten Weltkrieg im Schutt der ehemaligen Schloßkirche Grabplatten, die jedoch nicht näher beschrieben werden. Die Landeskirchliche Denkmalpflege Hannover und das Institut für Denkmalpflege Hannover konnten zur Herkunft der Platte keine Angaben machen.
  2. Dienstag vor dem 21. Februar. Da die Jahreszahl fehlt, läßt sich das Todesdatum nicht errechnen.

Zitierhinweis:
DI 36, Stadt Hannover, Nr. 39 (Sabine Wehking), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di036g006k0003908.