Inschriftenkatalog: Stadt Hameln

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 28: Hameln (1989)

Nr. 146 St. Bonifatii 1641

Beschreibung

Grabstein des Bartholomäus Prätorius, querrechteckig, außen in der Südwand der Kirche. Sandstein. Unter der eingehauenen Inschrift Totenkopf und Knochen in Ritzzeichnung.

Maße: H.: 38 cm; B.: 76 cm; Bu.: 3 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 28, Nr.146 - Hameln, St. Bonifatii - 1641

 Christine Wulf [1/1]

  1. ANNOa) 1641 D(IE) 17 OCTOB(RIS)INSIGNIS BARTOLMAEUSb) PROBITATE FIDEQ(UE)PRAETORIUS VILIc) EST HACd) TUMULAT(US)e) HUMOPER TRIA LUSTRA SACRAE CUSTOS FIDISSIMUS AR AEQUI FUIT HUNC PARCAE NU(N)C RAPUERE VIRUM

Übersetzung:

Im Jahre 1641 am 17. Oktober. Der durch Rechtschaffenheit und Glauben hervorragende Bartholomäus Prätorius ist in dieser ärmlichen Erde begraben. Den Mann, der fünfzehn Jahre lang ein überaus treuer Hüter des heiligen Altars war, haben nun die Parzen dahingerafft.

Versmaß: Distichen.

Kommentar

Zur Schrift ist zu bemerken, daß die U mit u-Bögen versehen sind.

Bartholomäus Prätorius war Küster an St. Bonifatii von 1626 bis 1641. Er heiratete am 15. Juli 1627 Margarete Cappen, die Witwe seines Vorgängers Lucas Crüger. In zweiter Ehe war er mit Margarete Trunte verheiratet1). Aus dieser Ehe ging der Sohn Stats hervor, vgl. Nr. 1402).

Textkritischer Apparat

  1. ANNO] Ao Herr.
  2. BARTOLMAEUS] Bartholomaeus Herr.
  3. VILI] viti Herr.
  4. HAC] hoc Herr.
  5. TUMULATUS] tumultatus Herr.

Anmerkungen

  1. Das Epitaph der Margarete Trunte († 1657) befindet sich ebenfalls an der Südwand der Münsterkirche.
  2. Angaben nach Herr, S. 106.

Nachweise

  1. Herr, S. 164.

Zitierhinweis:
DI 28, Hameln, Nr. 146 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di028g004k0014607.