Inschriftenkatalog: Stadt Hameln

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 28: Hameln (1989)

Nr. 66 Ritterstr. 6 (1560)

Beschreibung

Hausinschrift. Haus giebelständig, dreigeschossig und ein Dachgeschoß. Das 1. Geschoß ist sechs breite und fünf schmale Gefache breit, das 2. Geschoß ist sieben mittelgroße Gefache breit. Reste des ehemaligen Fassadenschmucks erhalten. Die Inschrift befindet sich am Schwellbalken des 2. Obergeschosses, gold auf braunem Grund, erhaben, rote Worttrenner. Da die durch Restaurierung der Inschrift hergestellte Fassung zweifelhaft ist, folgt die Wiedergabe der Lesung Rotherts, die heute sichtbare Fassung steht im Anschluß in Klammern.

Inschrift nach Rothert.

Maße: Bu.: ca. 18 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel. Heutiger Befund:

DI 28, Nr.66 - Hameln, Ritterstr. 6 - (1560)

 Julia Zech [1/2]

  1. Ik weth nicht, wo idt kummt tho, dat de meck hatet, dem eck nicht nidd. Dar hatet mennich, wat he kunnt liden1).(: ick: weth: nicht: wo: idt: kvmmt: tho: dat: de: meck: hatet: dem: eck: nicht: cudd: dat: hatet: wevich: wat: he: umlilden)

Kommentar

Die Datierung folgt Meissel2).

Anmerkungen

  1. ‚Ich weiß nicht, wie es zugeht, daß derjenige mich haßt, dem ich nichts neide. Da haßt mancher dasjenige, was er leiden könnte.‘
  2. Vgl. Meissel, Inschriften, S. 50.

Nachweise

  1. Rothert, S. 7.
  2. Meissel, Inschriften, S. 50.

Zitierhinweis:
DI 28, Hameln, Nr. 66 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di028g004k0006604.