Inschriftenkatalog: Die Inschriften der Stadt Halle an der Saale

Anhang 1: Die baugebundenen Inschriften des Stadtgottesackers

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Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 85 Anhang 1: Stadtgottesacker (2012)

A1, Nr. 20 Bogen 20 1560–1562

Beschreibung

Bibelzitat (A). Im Bogenscheitel ein Medaillon mit abgearbeitetem Wappenschild. Steinmetzzeichen an Pfeiler1) und Gebälk.2)

  1. A

    ALSO . HAT . GOT . DIE . WELT . GELIBET . DAS . ER . SEINEN . EINIGEN . SONN . GAB . AVF . DAS . ALLE . DIE . AN . IN . GLEVBEN . NICH[T] . [V]ERLORN . WERDEN . SONDERN . DAS . EWIGE . LEBENN / HABENN . DEN . GOT . HAT . SEINENN . SONN . NICHT . GESANT . IN . DIE . WELTa) . DAS . ER . DIE . WELT . RICHTE . SONDERN . DAS . DIE . WELT . DVRCH . IN . SELIG . WERDE . WER . AN . IN . GLEVBT . / DER . WIRT . NICHT . GERICHT . WER . ABER . NICHT . GLEVBT . DER . IST . SCHONN . GERICHT . DEN . ER . GLEVBT . NICHT . AN . DEN . NAMEN . DES . EINGEBORNN . SON . GOTTESS : IOHAN . 33)

Kommentar

Die dreieckigen Worttrenner stehen auf der Grundlinie.

Der Bauherr der zwischen 1560 und 1562 errichteten Bogenkammer war vermutlich der 1566 gestorbene Sebastian Michael (Mühlbeck) (s. Nr. 188). Er wird sie seinem mutmaßlichen Sohn Sebastian vererbt haben, der um 1590 als Bogenbesitzer genannt wird.4)

Textkritischer Apparat

  1. WELT] Anstelle des L ein unvollendetes T mit rechtsseitigem oberen Balken, dem dann noch ein rechtsseitiger Balken am unteren Schaftende angesetzt wurde.

Anmerkungen

  1. Siehe Anhang 2, Nr. 15, 33.
  2. Ebd., Nr. 34.
  3. Jh 3,16–18.
  4. Olearius 1667, fol. Sssiijr (Nr. 11).

Zitierhinweis:
DI 85 Anhang 1, Stadtgottesacker, A1, Nr. 20 (Franz Jäger), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di085l004a1002007.