Inschriftenkatalog: Greifswald

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 77: Greifswald (2009)

Nr. 290 St. Marien 1604, 1662

Beschreibung

Grabplatte für Cordt Kruse (A, B) und Hans Steinfohrt (C, D). Kalkstein. Hochrechteckige Platte im dritten Joch des nördlichen Seitenschiffs.1) Ausbrüche an den Kanten, besonders an der rechten Langseite. Die linke obere Ecke fehlt. Von einer ehemals umlaufenden Inschrift mit Eckrosetten sind nur noch Spuren in der rechten oberen Ecke sichtbar. Im oberen Viertel des Innenfeldes Inschrift A für Cordt Kruse. Unmittelbar unter A in einem Schild die Initialen B. In der Plattenmitte Inschrift C für Hans Steinfohrt, darunter die Initialen D. Nummerierung F ist über C, Nummerierung E im unteren Drittel der Platte angebracht. Inschrift A erhaben in vertiefter Zeile, die Jahresangabe eingehauen. Inschrift B erhaben in vertieftem Feld. Die Inschriften C und D sind konturiert gehauen, E und F eingehauen.

Maße: H. 220 cm, Br. 106 cm. Bu. 4,5 cm (A), 10–12,5 cm (B), 6 cm (C), 12 cm (D).

Schriftart(en): Mischschrift aus gotischer Minuskel und Fraktur mit Kapitalis (A), Kapitalis (B, D), mit Versalien (C).

DI 77, Nr. 290 - Greifswald, St. Marien - 1604, 1662

 Jürgen Herold [1/1]

  1. A

    Cordt Krvse vnde sinen Erven / A(NN)O // 1604

  2. B

    CKa)

  3. C

    HANS STEINFOHRT / VND SEINEN ERBEN / A(NN)O 1662

  4. D

    HSb)

  5. E

    10

  6. F

    82

Kommentar

Durch den Verlust der ältesten Inschrift ist die Person, der die Platte im 14. oder 15. Jahrhundert gewidmet wurde, unbekannt. 1604 wurde sie von dem Schneider Cordt Kruse erworben (A, B), der 1595 das Bürgerrecht erlangt hatte und später ein Haus in der Mühlenstraße zur Hälfte besaß.2) 1662 ging die Grabplatte an Hans Steinfohrt (C, D). Zwischenzeitlich und später gehörte sie der Marienkirche (E, F).

Textkritischer Apparat

  1. Initialen verschränkt, für Cordt Krvse.
  2. Initialen verschränkt, für HANS STEINFOHRT.

Anmerkungen

  1. Siehe Grundriss St. Marien, Nr. 123. Zur früheren Lage siehe Pyl, Greifswalder Kirchen, nach S. 248, Grundriss St. Marien, Nr. 163.
  2. StA Greifswald, Rep. 3 Nr. 28, Bl. 20r; StA Greifswald, Grundstückschronik, Mühlenstr. 13 (1616, 1617).

Nachweise

  1. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 600 (A–D).

Zitierhinweis:
DI 77, Greifswald, Nr. 290 (Jürgen Herold, Christine Magin), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di077g014k0029007.