Die Inschriften der Stadt Greifswald

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3. Die Standorte der Inschriften

3.1. Das Zisterzienserkloster St. Marien in Eldena

Aus dem Kloster Eldena,5) Keimzelle der etwa 4 km westlich gelegenen heutigen Stadt Greifswald, stammen die ältesten in diesem Band erfassten Inschriften. Dem Kloster, das um 1199 gegründet wurde und dessen älteste Bauteile wohl aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts stammen,6) sind fünfzehn Inschriftenträger sicher zuzuweisen,7) für vier ist der ursprüngliche Standort Eldena wahrscheinlich (Kat.-Nr. 3, 59, 60, 96). Zehn Grabplatten und Fragmente sind noch oder wieder in die Wände der Klosterruine eingelassen.8) Sechzehn Inschriftenträger sind – unabhängig von ihrem jetzigen Standort – vollständig oder teilweise im Original erhalten, drei teilweise oder vollständig kopial überliefert oder nicht zugänglich (Kat.-Nr. 91, 153, 155). Noch in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zu datieren ist die kurze Namensinschrift in Runen auf einem Ziegelstein (Kat.-Nr. 1) sowie die um 1290 entstandene Grabplatte für den Förderer des Klosters Nikolaus Friso (Kat.-Nr. 2).

Unter dem Abt Enwald Schinkel wurde das Kloster im Jahr 1535 aufgelöst, sein Grundbesitz ging in ein herzogliches Amt über. Aus nachreformatorischer Zeit stammen ein Kelch (Kat.-Nr. 287, 1602) und die Inschriften für Henning von Walsleben auf einer mittelalterlichen, 1597 neu beschrifteten Grabplatte (Kat.-Nr. 91). Im Jahr 1634 schenkte Herzog Bogislaw XIV. den Besitz des Amtes Eldena der Universität Greifswald.9) Besonders in der Folgezeit dienten nicht nur die ehemaligen Klostergebäude immer wieder als Steinbruch, es wurden auch einige Grabplatten an andere Standorte verbracht und wiederverwendet. In St. Nikolai befinden sich die Platten für die Äbte Johannes Rotermund und Hartwig (Kat.-Nr. 53, 124). Einige Grabplatten gelangten nach Neuenkirchen (Kat.-Nr. 59, 60, 96) und in das Hauptgebäude der Universität (Kat.-Nr. 3). Die Materialentnahme endete erst, als zu Beginn des 19. Jahrhunderts das denkmalpflegerische Interesse an der Ruine erwachte.

Sechs Grabplatten in unterschiedlichem Erhaltungszustand sind Äbten zuzuweisen.10) Die Steine zeigen, soweit noch erkennbar, figürliche Darstellungen der Verstorbenen. Ursprünglich waren einige Platten auch mit Metalleinlagen verziert.

Kat.-Nr. 41 Gerhard I. oder II. (20. Abt[?], 1336–1337, 1341–1347)
Kat.-Nr. 53 Johannes Rotermund (22. Abt, bis 1369)
Kat.-Nr. 124 Hartwig (26. Abt, 1435/1436–1447)
Kat.-Nr. 139 Dietrich (28. Abt, 1456–1458)
Kat.-Nr. 146 Johannes VII. (30. Abt, 1470–1473)
Kat.-Nr. 153 Lambert von Werle (32. Abt, 1486, 1490–1499)

Bei den übrigen Bestatteten handelt es sich nicht, wie in der Literatur vielfach vermutet, um Mönche, sondern um weltliche Personen (Kat.-Nr. 2, 3, 32, 59, 60, 63, 71, 96) und Weltgeistliche (Kat.-Nr. 104, 120), möglicherweise Gönner des Klosters. Zwar war die Kirche auch Grablege der pommerschen Herzöge, es ist jedoch kein Grabmal erhalten und keine Inschrift überliefert.11) Die Ausstattung des [Druckseite XVI] Klosters ging vollständig verloren, nachdem Herzog Philipp I. sie 1535 an sich genommen hatte.12) Als einziges Relikt muss ein später Bodenfund, ein heute verschollenes Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert (Kat.-Nr. 155), gelten.

3.2. Die städtischen Pfarrkirchen St. Nikolai, St. Marien und St. Jacobi

Hauptstandorte der Greifswalder Inschriftenträger sind die Pfarrkirchen St. Nikolai und St. Marien in der Altstadt sowie – mit einem wesentlich kleineren Inschriftenbestand – St. Jacobi in der Neustadt. In welcher Kirche die Mitglieder einer Familie bestattet wurden, war weit über das Mittelalter hinaus nicht nur eine Frage des zuständigen Pfarrbezirks, sondern auch eine Frage des sozialen Standes und Ansehens.13) So waren die drei Theologie-Professoren der Universität gleichzeitig Pfarrer an den drei Kirchen, wobei St. Nikolai der ersten, St. Marien der zweiten und St. Jacobi der dritten theologischen Professur zugeordnet war. Die heute gänzlich verschollenen Bildwerke und Textilien sowie die nur punktuell erhaltenen Vasa sacra der städtischen Kirchen und Klöster wurden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts inventarisiert. Da es nur darum ging, deren materiellen Wert zu bestimmen, wurden die darauf angebrachten Inschriften nicht wiedergegeben.14) Die ausführlichsten, teilweise jedoch schwer zu durchschauenden bzw. einzelnen Stücken zuzuordnenden Informationen zu Kanzeln, Altären, Orgeln und zu mobilen Ausstattungsstücken der Kirchen, zu Renovierungen, Umbauten und zu verschiedenen Verlustphasen bietet Theodor Pyl in zwei Beiträgen der Jahre 1898 und 1899.15)

St. Nikolai

Der Kirche St. Nikolai (dem sog. Dom) sind insgesamt 178 Objekte mit Inschriften, davon 149 Grabplatten, zuzuordnen. 139 Objekte sind (nahezu) vollständig erhalten. Die Texte von 35 Inschriftenträgern sind ausschließlich kopial überliefert.

Im Jahr 1262 wird die Kirche in den schriftlichen Quellen das erste Mal genannt.16) Architektonisch seit dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts nachweisbar und zunächst als (dreischiffige) Hallenkirche errichtet, wurde St. Nikolai seit dem späten 14. Jahrhundert zur Basilika mit Chorumgang umgebaut und mit Malereien geschmückt (Kat.-Nr. 67, 89). Bereits in den Jahrzehnten um 1300 war sie in den Rang einer Propsteikirche des Bistums Cammin aufgestiegen (Kat.-Nr. 106, 147, 151, 209).17) Seit 1457 bestand dort ein Kollegiatstift für die Lehrenden an der 1456 gegründeten Universität (Kat.-Nr. 133, 137, 141, 142, 212),18) und auch nach der Reformation fungierte St. Nikolai als Universitäts- und Pfarrkirche sowie schließlich als Amtskirche des vorpommerschen Generalsuperintendenten (Kat.-Nr. 266, 369).

In den Jahren 1515 und 1650 stürzte der Kirchturm ein, wodurch auch das Kirchenschiff und die Ausstattung in Mitleidenschaft gezogen wurden (Kat.-Nr. 220, 223). Dies gilt in besonderem Maße für die Katastrophe vom 13. Februar 1650 (Kat.-Nr. 252, 351, Anm. 3; Kat.-Nr. 428). Der von Ideen [Druckseite XVII] der Romantik beeinflusste und von Johann Gottlieb Giese geleitete Umbau zwischen 1823 und 1832 prägt maßgeblich das heutige Erscheinungsbild der Kirche.19) Spätestens im Rahmen dieser Umgestaltung wurden die mittelalterlichen Wand- und Gewölbemalereien übertüncht (Kat.-Nr. 67, 89, 113). Zuvor war es unter dem Diakon Dietrich Hermann Biederstedt 1793/94 zu einer umstrittenen Entsorgung beschädigter oder für wertlos erachteter Denkmäler gekommen.20) Immer wieder, zuletzt in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts,21) wurden Grabplatten aus dem Fußboden aufgenommen, neu platziert und dabei nicht selten beschädigt, geteilt oder verkleinert.

Die ältesten Inschriften auf Grabplatten stammen aus den Jahren 1303 (Kat.-Nr. 7) und 1332 (Kat.-Nr. 12). Sie sind nur fragmentarisch erhalten, die Namen der Bestatteten sind daher unbekannt. Die figürliche Doppelgrabplatte mit zwei Inschriften in der älteren Form der gotischen Minuskel für die Geistlichen Johannes Stormer und Ludolf Dersekow (Kat.-Nr. 55, 1375 bzw. nach 1413), Stifter und Vikar derjenigen Kapelle, in der sie auch bestattet wurden, ist wohl die besterhaltene in Greifswald. Sie wurde nie nachverwendet und befindet sich noch am ursprünglichen Standort. Das gilt auch für die Wappengrabplatte mit einer Inschrift in der Spätform der gotischen Minuskel für den Propst Lorenz Bokholt (Kat.-Nr. 209, 1501). Aus nachreformatorischer Zeit sind besonders die Grabplatten für Jakob Runge (Kat.-Nr. 267, 1595) und Joachim Stephani (Kat.-Nr. 351, 1617–1623) hervorzuheben. Die ausführliche lateinische Kapitalisinschrift für den 1595 verstorbenen Generalsuperintendenten Jakob Runge und seine Ehefrau Katharina Gerschow wurde aufwändig aus dem vertieften Hintergrund herausgearbeitet. Dass sowohl dieses Grabmal als auch Runges Bildepitaph (Kat.-Nr. 266) erhalten geblieben sind, belegt die Hochschätzung, die man diesem umtriebigen und landesweit wirksamen Geistlichen zu allen Zeiten entgegenbrachte. Die Grabplatte für den Juristen Joachim Stephani, Urheber der Devise Cuius regio, eius religio, und seine Ehefrau Barbara Ribow (Kat.-Nr. 351) trägt als einzige in Greifswald noch einen Teil ihrer Metalleinlagen mit sorgfältig gravierten Kapitalisinschriften. Die Inschrift auf dem für Stephanis Familie angefertigten Epitaph vermerkt, dass dieses 1650 zerstört und danach erneuert wurde, weshalb es im Inschriftenkatalog des vorliegenden Bandes nur im Zusammenhang mit der älteren Grabplatte behandelt wird (Kat.-Nr. 351, Anm. 3).

Aus St. Nikolai ist nicht viel an mobilem, bis 1650 entstandenem Inventar greifbar: drei Glocken (davon zwei erhalten), drei Kelche (davon zwei erhalten), eine verlorene Patene und eine Weinkanne (vgl. dazu Kap. 5.2). Für 14 Epitaphien (davon fünf wenigstens in Teilen erhalten) sind Inschriften überliefert (dazu Kap. 5.1.2). Seit dem 16. bis ins 20. Jahrhundert gingen immer wieder Ausstattungsstücke verloren bzw. wurden um des Zeitgeschmacks willen ersetzt (Kat.-Nr. 251) oder beseitigt, zuletzt wohl noch während und nach dem Zweiten Weltkrieg (Kat.-Nr. 419), als Inventar ausgelagert wurde und verschwand.22)

St. Marien

Die Marienkirche weist insgesamt 183 Inschriften tragende Objekte auf. Davon sind 165 vollständig und zwei teilweise erhalten, 16 ausschließlich kopial überliefert. Bei 164 Inschriftenträgern handelt es sich um Grabplatten.

Im Jahr 1280 wurde die Kirche erstmals erwähnt.23) Aus diesem Zeitraum (etwa 1275) stammen auch die ältesten Bauteile. Die dreischiffige Hallenkirche mit geradem Chorschluss verfügt über einen mächtigen Westturm, dem im Norden und Süden zweijochige Turmseitenhallen und im Westen eine breite Vorhalle angefügt sind. Statische Probleme erfordern bis heute immer wieder umfangreiche [Druckseite XVIII]Sicherungsmaßnahmen an Mauern und Gewölben. Die älteste Grabplatteninschrift stammt aus dem Jahr 1300 (Kat.-Nr. 4, Fragment). Die Grabplatte für Lambert und Sophia Letzenitz (Kat.-Nr. 9, 1320) weist vollständig erhaltene bzw. überlieferte Inschriften in gotischer Majuskel auf, befand sich jedoch, wie weitere Grabmäler für diese Familie, ursprünglich in der Jacobikirche. Das Grabmal für ein weibliches Mitglied der Familie Werlemann (Kat.-Nr. 44, 1360) mit Inschriften in gotischer Minuskel ist die einzige, wenn auch etwas unbeholfen ausgeführte Figurengrabplatte im Inschriftenbestand, die für eine einzelne Frau angefertigt wurde. Da man die Oberfläche in der Neuzeit überarbeitet hat, ist die ungewöhnliche, versifizierte Fürbitte und Todesmahnung nicht vollständig erhalten bzw. nicht sicher zu rekonstruieren. Der Gedenkstein für Hinrich Rubenow (Kat.-Nr. 143, 1463) war für die Kirche des Franziskanerkonvents bestimmt und wird daher unter diesem Standort behandelt. Etwa sechzig Jahre später wurde eine ältere Doppelgrabplatte, die zu den größten des Bestands gehört, für drei Mitglieder der Ratsfamilie Stevelin (Kat.-Nr. 215, 1520) neu bearbeitet. Die Besitzer, über die kaum Informationen vorliegen, ließen eine umlaufende niederdeutsche Inschrift in reich verzierter spätgotischer Minuskel und im Innenfeld zwei Vollwappen mit üppiger Helmzier anbringen. Der Hintergrund des Innenfeldes und der Schriftleisten wurde darüber hinaus rot ausgelegt, um den Kontrast zu verstärken. Der Gutsbesitzer und Jurist Otto Preen ließ für sein Erbbegräbnis eine Grabplatte mit üppigem Rollwerk und figürlicher Zier anfertigen (Kat.-Nr. 255, 1585), deren lateinische Inschriften nicht nur das genaue Kaufdatum (A) und Sterbevermerke für die Besitzer (B), sondern auch ein ausführliches Bibelzitat (C) enthalten. Otto Preen wurde zwar unter dieser Grabplatte bestattet, sein Todesdatum wurde jedoch ebenso wenig nachgetragen wie das seiner Ehefrau Anna Behr, deren Geburtsname latinisiert ist (VRSINA ). Sie verheiratete sich erneut und verließ Greifswald, weshalb Inschrift B unvollständig blieb.

Nicht nur die vorreformatorische, sondern auch die Ausstattung des 16. und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde nachweislich zwischen 1562 und 1794 beseitigt oder durch Kriegsereignisse zerstört, so zunächst der mittelalterliche, danach auch der 1602 an dessen Stelle neu errichtete Altar.24) Das wertvollste erhaltene Ausstattungsstück der Kirche ist die 1587 von mehreren Meistern hergestellte Kanzel (Kat.-Nr. 256), die ebenfalls eine mittelalterliche Vorläuferin ersetzte.25) Die Kanzel aus Holz ist überreich mit ornamentalen und figürlichen Intarsien, Schnitzereien und Drechselarbeiten verziert. Das umfangreiche Inschriftenprogramm, dessen Urheber nicht bekannt ist, schöpft vor allem aus der zeitgenössischen theologischen Literatur, möglicherweise einer Rostocker Liedsammlung, und aus der Liturgie. Im Jahr 1794 wurden anlässlich der geplanten Ausweißung der Kirche Altarretabel, Wappen und Epitaphien, also sogenannte „katholische Bilder, wo zum Theil nicht mehr Bild und Ueberschrift zu erkennen, von denen Pfeilern und Wänden“ abgenommen, teilweise „cassirt“, andere umgehängt.26) Weitere mittelalterliche Ausstattungsreste, so einige Wappenschilde, gingen nach Pyl während der französischen Besatzung zu Beginn des 19. Jahrhunderts verloren oder wurden bei der nachfolgenden Wiederherstellung der Kirche als Brennholz verteilt.27) In St. Marien sind drei Glocken, zwei Kelche und zwei Oblatendosen erhalten (vgl. Kap. 5.2).

St. Jacobi

Zum Standort St. Jacobi gehören insgesamt 30 Objekte mit Inschriften, von denen 14 vollständig erhalten und 15 ausschließlich kopial überliefert sind. Ein Epitaph ist nur partiell erhalten (s. u.). Bei 23 Objekten in und aus St. Jacobi handelt es sich um Grabplatten. Diese im Vergleich zum Grabplattenbestand der Nikolai- und der Marienkirche viel geringere Anzahl ist wohl nicht auf überproportional hohe Verluste zurückzuführen, sondern eher darauf, dass es zu allen Zeiten in der Jacobikirche weniger Grabplatten als in den beiden anderen Pfarrkirchen gegeben hat. [Druckseite XIX]

Im Jahr 1275 wurde die dreischiffige Hallenkirche mit eingezogenem runden Chor das erste Mal erwähnt.28) Die ältesten der Jacobikirche zuzuordnenden Inschriften befinden sich auf der beschädigten und zerbrochenen Grabplatte für den Bürgermeister Lambert Letzenitz und seine Ehefrau Sophia (Kat.-Nr. 9, 1320). Sowohl diese Platte als auch die zeitlich folgende, nur kopial überlieferte Grabinschrift (Kat.-Nr. 11, vor 1323) gehört zu einer Gruppe von sieben Grabplatten des 14. Jahrhunderts für Mitglieder der Ratsfamilie Letzenitz, die offenbar bereits zur Bauzeit der Kirche eine Art Erbbegräbnis unterhielt (Kat.-Nr. 10, 38, 40, 65, 66).

Alte Inventare, das älteste aus dem 15. Jahrhundert, belegen, dass die Jacobikirche samt der auf dem Kirchhof gelegenen Marienkapelle nicht weniger reich mit Paramenten, Messgewändern und Vasa sacra ausgestattet war als die beiden anderen Pfarrkirchen.29) Die Inventare lassen beispielsweise erkennen, dass das im Jahr 1488 in Lübeck gekaufte Altarretabel 1610 ersetzt wurde. Dieser neue Altaraufsatz wiederum wurde während der französischen Besatzung zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört.30) Wie für die Nikolaikirche (Kat.-Nr. 251) fertigte Fabian Peters aus Rostock bis 1578 auch für St. Jacobi eine Orgel an. In demselben Jahr wie die Marienkirche, nämlich 1587 (Kat.-Nr. 256), erhielt auch die Jacobikirche eine neue Kanzel, an der teilweise dieselben Meister mitgewirkt hatten.31) Die Ausstattung der Marienkapelle wurde im 18. Jahrhundert versteigert.

Das einzige für die Jacobikirche nachweisbare Epitaph ist größtenteils zerstört, eine zugehörige Bildtafel befindet sich heute in St. Nikolai (Kat.-Nr. 415, 1640). Die Inschriften auf zwei Grabfahnen für englische Soldaten in schwedischen Diensten aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges sind nur kopial überliefert (Kat.-Nr. 404, 405). Zwei mittelalterliche Glocken wurden 1917 kriegsbedingt bzw. 1954 nach einem Brand des Kirchturms eingeschmolzen (Kat.-Nr. 85, 152). In der Kirche befinden sich noch zwei mittelalterliche Kelche (Kat.-Nr. 79, 128; dazu Kap. 5.2).

3.3. Franziskanerkonvent St. Peter und Paul, Heilig-Geist-Hospital (St. Spiritus)

Der Franziskanerkonvent St. Peter und Paul32) wurde im Jahr 1262 im Südosten der Stadt gegründet (Kat.-Nr. 90).33) Der letzte Mönch verließ 1557 das Kloster, nachdem sich in Greifswald seit 1531 die reformatorische Lehre durchgesetzt hatte. In den Konventsgebäuden wurde eine städtische Schule eingerichtet. Im 17. Jahrhundert zunehmend baufällig, wurde die Kirche schließlich seit 1789 abgebrochen, das Gelände wurde neu bebaut und als Armenhaus, Kindergarten und Altersheim genutzt. Seit 1999 befindet sich in diesen Gebäuden das Pommersche Landesmuseum.

Die bewegliche Ausstattung des Konvents ist – mit Ausnahme einer Glocke ohne Inschrift, heute in St. Nikolai – vollständig verloren.34) Glücklicherweise sind jedoch vier außergewöhnliche vorreformatorische Inschriften kopial überliefert, eine weitere ist im Original erhalten. In der längsten Greifswalder Inschrift, die sich wohl am Konventsgestühl im Chor der Kirche befand, waren in lateinischer Sprache Informationen über die Ordensgründung, die Gründung des Greifswalder Konvents und die Ordensstruktur festgehalten (Kat.-Nr. 90, wohl E. 14.–A. 15. Jh.). Nicht als Medium der ordens- und [Druckseite XX] konventsinternen Erinnerungskultur, sondern in den Kontext der Laienseelsorge sind deutsche Verse einzuordnen, über deren Standort und Ausführung keine sicheren Angaben vorliegen (Kat.-Nr. 156, 15. Jh.). Hinrich Rubenow und seine Ehefrau Katharina Hilgemann ließen noch zu Lebzeiten Rubenows für die Konventskirche eine Doppelgrabplatte anfertigen (Kat.-Nr. 138). Die Ratsfamilie Hilgemann gehörte zu den städtischen Förderern des Klosters (vgl. Kat.-Nr. 90, Kommentar), Rubenow selbst war Prokurator. Zur einzigen erhaltenen Inschrift aus dem Konvent, dem sog. Rubenowstein, der bereits im 18. Jahrhundert in der Marienkirche in Sicherheit gebracht wurde, vgl. Kap. 3.4.

Das Heilig-Geist-Hospital (St. Spiritus), bestehend aus einer Kapelle und einer Hospitalhalle, wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts zwischen Alt- und Neustadt (Lange Str. 51) erbaut.35) Seit 1330 bis 1630/31 lag es außerhalb des Steinbecker Tors an der Straße nach Stralsund, wurde jedoch während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und danach an seinem ursprünglichen Standort wieder etabliert. Später dienten die Gebäude immer wieder auch als Wohn- und Geschäftshaus.

Aus dem Hospital sind zwei Inschriftenträger erhalten, eine Inschrift ist kopial überliefert, diesem Standort allerdings nicht sicher zuzuordnen. Zu dem nicht erhaltenen Messingschild mit einem niederdeutschen Reimvers (Kat.-Nr. 163) vgl. Kap. 5, zu der 1623 für den Standort des Hospitals vor dem Steinbecker Tor vom pommerschen Herzog gestifteten Glocke (Kat.-Nr. 350) vgl. Kap. 5.2 und 5.4. Kleine Bruchstücke von Glasfenstern (Kat.-Nr. 235, 15.–M. 16. Jh.) tragen nur wenig aussagekräftige Inschriftenfragmente.

3.4. Die Universität

Die Universität ist in zweierlei Hinsicht als Inschriftenstandort wahrnehmbar. Zum einen können die Objekte, die sich in Gebäuden und Institutionen der Hochschule befinden und dem Funktionszusammenhang der Universität zuzuordnen sind, zusammengetragen werden.36) Die Großen und Kleinen Zepter (Kat.-Nr. 137, 228) sowie der Mantel und der Siegelring des Rektors (Kat.-Nr. 336, 341) werden im Pommerschen Landesmuseum aufbewahrt, das Kleine Universitätssiegel im Universitätsarchiv (Kat.-Nr. 276, 1600). Diese Insignien dokumentieren nicht nur das akademische Leben, sondern zeigen auch das anhaltende Interesse der pommerschen Herzöge an ihrer Hohen Schule seit der Gründungsphase bis zum Ende der Herzogsdynastie nach dem Tod Herzog Bogislaws XIV. im Jahr 1637. Inschriften an Universitätsbauten sind nicht überliefert.37)

Begreift man zum anderen die am 17. Oktober 1456 gegründete Universität Greifswald38) (seit 1933 Ernst-Moritz-Arndt-Universität) als virtuellen sozialen Raum, als akademische Welt mit eigenen Regeln, stellt sich die Frage, inwiefern die Inschriften eine spezielle akademische Epigrafik, hervorgerufen durch ein gruppenspezifisches Selbstbewusstsein der Gelehrten in Verbindung mit dem humanistisch-religiösen Bildungsideal, erkennen lassen. Hier dienen vor allem die Inschriften auf Epitaphien und Grabplatten als Quellen. Standorte dieser Inschriften waren die Pfarrkirchen, angeführt von St. Nikolai, wo seit 1457 auch ein Kollegiatstift mit Pfründen für die magistri regentes bestand (Kat.-Nr. 141, 142, 147, 151). St. Nikolai diente auch nach der Reformation, in deren Gefolge das Stift aufgelöst [Druckseite XXI] worden war, als Universitätskirche und wird bis heute für akademische Feiern genutzt. Aus der Frühzeit der Universität sind einige bemerkenswerte bis singuläre Inschriften erhalten. Den Gründungsvorgang selbst dokumentieren zwei Inschriftenträger, dies freilich aus ganz unterschiedlicher Perspektive. Die vergoldeten Schriftbänder auf den Großen Zeptern (Kat.-Nr. 137, 1456) in einer ungewöhnlich ornamentalen, der Goldschmiedeminuskel ähnlichen Schriftausprägung stehen gewissermaßen für den offiziellen, chronistischen Blick auf den Gründungstag und nennen daher an erster Stelle die traditionell an einer Universitätsgründung beteiligten Würdenträger wie Papst Calixt III., Bischof Henning von Cammin und Herzog Wartislaw IX. von Pommern.

Eine ganz andere, nämlich durch die subjektive Perspektive Hinrich Rubenows und durch sein Streben nach Selbstdarstellung und Memoria motivierte Aussage machen die Inschriften der zwischen 1460 und 1462 entstandenen sog. Rubenowtafel, die ursprünglich wohl über dem Professorengestühl in St. Nikolai angebracht war. Dieses Tafelbild (Kat.-Nr. 142) ist sicher einer der prominentesten Greifswalder Inschriftenträger. Obgleich vielfach überformt und in Teilen sogar neu angefertigt, kann die Rubenowtafel doch als eine singuläre Bild- und Textquelle der akademischen Selbstdarstellung des späten 15. Jahrhunderts gelten.39) Auch hinsichtlich der Überlieferungssituation universitärer Grabmäler des 15. Jahrhunderts ist die Rubenowtafel von Interesse. Inschrift I nennt zwar die Pfarrkirchen St. Nikolai und St. Marien sowie die Kirche des Franziskanerkonvents als Bestattungsorte der sechs bereits verstorbenen Gelehrten, es ist jedoch keine einzige Grabplatte erhalten oder Grabinschrift überliefert.

Von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zum Jahr 1650 lassen sich 32 Grabmäler 26 Personen zuordnen, die an der Universität lehrten und Ämter bekleideten.40) Auch die nur kopial überlieferten Versinschriften auf den Epitaphien für Margarete Willich, Ehefrau des unter Zeitgenossen berüchtigten Mitglieds der Artistenfakultät Ambrosius Willich (Kat.-Nr. 227, 1547), und für Barbara Schacht, verheiratet mit dem prominenten Mediziner Franz Joel (Kat.-Nr. 238, 1561), lassen sich diesem Personenkreis zuweisen. Für die Zeit zwischen dem beginnenden 16. und den siebziger Jahren des 16. Jahrhunderts sind keine weiteren Grabinschriften für Personen aus dem universitären Umkreis dokumentiert oder erhalten, was vielleicht auch auf die politisch und materiell instabile Situation der Universität in diesem Zeitraum zurückgeführt werden kann (s. u.). Generell dienten die Grabplatteninschriften Greifswalds weniger dazu, den Zeitgenossen und der Nachwelt die Verdienste der Verstorbenen zu übermitteln, sondern wurden vielmehr genutzt, um Eigentumsverhältnisse festzuhalten, das heißt in den meisten Fällen ausschließlich den Namen des Besitzers (vgl. Kap. 5.1.1). Diese im Fall der Universitätsangehörigen vorrangig lateinischen, aber auch deutschen (Kat.-Nr. 31, 111) Besitzvermerke richten sich nicht an ein gelehrtes Publikum, sondern an die städtische Öffentlichkeit und die Gemeindeprovisoren. Da darüber hinaus nur wenige Inschriften auf anderen Objekten überliefert sind, können die epigrafischen Quellen nach der Gründungsphase der Universität das Selbstbild der Gelehrten oder gar die Geschichte der Hochschule nur punktuell erhellen. Ebenso wenig lässt [Druckseite XXII] sich der Einfluss der lateinischen universitären Gelehrsamkeit auf die lokale Inschriftenproduktion genauer beschreiben.

Die älteste Grabplatte aus dem Umkreis der Universität war für den zweiten Dekan des Nikolaistifts Hinrich Nacke (Kat.-Nr. 141, 1461) bestimmt.41) Die Platte ist stark beschädigt, ihre lateinische Inschrift nur teilweise erhalten bzw. rekonstruierbar. Auch der Wortlaut weiterer Grabinschriften aus der zweiten Hälfte des 15. und dem Beginn des 16. Jahrhunderts muss rekonstruiert werden oder bleibt bruchstückhaft. Dennoch zeigt sich, dass akademische Ämter und Würden, ja die Universität an sich oder auch akademische Grade in Greifswald noch nicht inschriftenrelevant waren. Die verstorbenen Rektoren und Dekane werden vielmehr als Mitglieder und Würdenträger der klerikalen Gemeinschaft des Nikolaistifts dargestellt (Kat.-Nr. 147, 151, 209). Eine Sonderrolle kommt offenbar den inschriftlichen Zeugnissen aus Hinrich Rubenows Leben zu, neben den bereits genannten Großen Zeptern und der Rubenowtafel auch seine Grabplatte und seine Gedenktafel (Kat.-Nr. 138, 143). Der Universitätsbetrieb ruhte zwischen 1524 und 1539, im Gefolge der Reformation wurde das Stift St. Nikolai aufgelöst. Auf dem Epitaph für den Mediziner und herzoglichen Leibarzt Ezechias Reich war die sprachlich anspruchsvollste Inschrift des Bestands mit zahlreichen schwer zu entschlüsselnden mythologischen und astronomischen Bildern angebracht (Kat.-Nr. 243, 1572). Die Inschriften auf dem Bildepitaph und der Grabplatte für den Generalsuperintendenten Jakob Runge (Kat.-Nr. 266, 267, 1595) zeigen exemplarisch die enge Verbindung zwischen akademischem Lehramt, Kirchenverwaltung und Seelsorge. Die Reformation, besonders die dadurch hervorgerufene kirchenpolitische Umstrukturierung auf dem Weg zum landesherrlichen Kirchenregiment, wird nur auf dem Runge-Epitaph thematisiert. Neben den bereits genannten Beispielen enthalten letztlich nur die lateinischen Inschriften auf den Grabplatten für Jakob Runge (Kat.-Nr. 267) und Balthasar Rhaw (Kat.-Nr. 190, fragmentarisch erhalten) sowie auf dem nicht erhaltenen Epitaph für den Generalsuperintendenten Barthold Krakewitz (Kat.-Nr. 419) biografische Angaben. In lateinischen Versen waren nur drei Belege verfasst, die bereits genannten Inschriften für Margarete Willich und Barbara Schacht sowie für Ezechias Reich. Bei dem Epitaph für den Juristen Matthias Stephani (Kat.-Nr. 422, 1646) handelt es sich um das einzige aus dem universitären Umkreis, das eine längere deutschsprachige Inschrift trug. Darüber hinaus ist auf dem Rubenow-Gedenkstein (Kat.-Nr. 143, 1463), der allerdings hinsichtlich seines Standortes und seiner Funktion eher der städtischen Öffentlichkeit als dem engeren Umfeld der Universität zugeordnet werden kann, eine deutschsprachige Inschrift zu finden. Letztlich ist jedoch auf der Basis der Greifswalder Inschriften eine Unterscheidung von akademischer und stadtbürgerlicher Epigrafik nicht recht möglich, zumal die Gelehrten- und Ratsfamilien untereinander verwandt und verschwägert waren und es enge personelle Verflechtungen von Stadt, Universität, Herzog und Kirche gab.

Die Frage, ob und inwiefern sich die Greifswalder Überlieferung mit derjenigen anderer Universitätsstädte vergleichen lässt, ist nach dem heutigen Wissens- und Publikationsstand nicht befriedigend zu beantworten. Ein detaillierter Vergleich mit der benachbarten Universität Rostock würde naheliegen, die dortigen Inschriften sind jedoch noch nicht gesammelt und bearbeitet.42) Die Inschriften der Städte Jena und Helmstedt sind für einen Vergleich mit Greifswald nur bedingt tauglich, da die dortigen Hochschulen erst 1548 bzw. 1576 gegründet wurden. Es fällt jedoch auf, dass in allen drei Städten die Grabmäler für Angehörige der Juristischen Fakultät den größten Anteil ausmachen, gefolgt von denen der Theologen, Philosophen und schließlich der Mediziner. Vergleiche müssen jedoch stets auch Faktoren wie die Größe und spezielle Geschichte der Universität und ihrer Denkmäler wie Kriege, Zerstörungen und besondere akademische Traditionen berücksichtigen. Ein Blick auf die Inschriften der Stadt Jena zeigt, dass dort fast drei Viertel aller Grabinschriften bis 1650 für Professoren, deren Angehörige und Mitarbeiter der Universität angefertigt wurden. Auch Pedelle, Buchdrucker, Protonotare und 33 Studenten sind in dieser bemerkenswerten Denkmälerdichte greifbar.43) Die Greifswalder Überlieferung erscheint vor diesem Hintergrund lückenhaft, kann aber [Druckseite XXIII] auch auf eine generell bescheidenere finanzielle Ausstattung der Lehrstühle oder eine geringere Anzahl von Professoren zurückzuführen sein. Wie sehr darüber hinaus Überlieferungslücken und -verluste das Bild bestimmen können, zeigt der Heidelberger Inschriftenbestand. Für die 1386 gegründete Universität Heidelberg sind bis zum Jahr 1530 nur 19 Grabinschriften für Gelehrte überliefert, davon lediglich drei Denkmäler im Original.44)

Zitationshinweis:

DI 77, Greifswald, Einleitung, 3. Die Standorte der Inschriften (Jürgen Herold und Christine Magin), in: inschriften.net,  urn:nbn:de:0238-di077g014e009.

  1. Eine moderne, umfassende Untersuchung zur Geschichte des Klosters fehlt. Vgl. zuletzt Herold, Äbte, S. 358–361; Lissok, Eldena, allerdings mit falschen Zuschreibungen einiger Grabplatten; Mangelsdorf, Frühgeschichte, S. 24–27; Kiesewetter, Eldena. Am ausführlichsten nach wie vor Pyl, Eldena, und – auf dieser Grundlage – Hoogeweg, Klöster 1, S. 456–575. »
  2. Nach Lissok, Eldena, S. 14 (Bauphasenkartierung Dirk Brandt, André Lutze). »
  3. Kat.-Nr. 1, 2, 32, 41, 53, 63, 71, 91, 104, 120, 124, 139, 146, 153, 155. – Die kopial überlieferte Grabschrift Kat.-Nr. 162 wird hier nicht berücksichtigt, weil nicht sicher ist, ob sie tatsächlich inschriftlich ausgeführt war. »
  4. Kat.-Nr. 2, 32, 41, 63, 71, 91, 104, 120, 139, 146»
  5. Dazu Pyl, Eldena, S. 539–542. »
  6. Ob die Grabplatte Kat.-Nr. 91 Abt Christian (1256) zuzuweisen ist, bleibt unsicher. Abtslisten bei Pyl, Eldena, S. 558–562, leicht modifiziert bei Hoogeweg, Klöster 1, S. 573–575. »
  7. Vgl. Herold, Äbte, S. 360f.; allgemein Wehrmann, Begräbnisstätten. »
  8. Publizierte Inventare aus den Jahren 1526 und 1633 bei Hoogeweg, Klöster 1, S. 526f., und Pyl, Eldena, S. 119f. »
  9. Dazu vorerst Igel, Kirchen, demnächst auch Igel, Bürgerhaus. Vor dem Hintergrund der für den vorliegenden Inschriftenband zusammengetragenen prosopografischen Informationen wäre eine noch differenziertere Betrachtung der mittelalterlichen Grabinschriften für bestimmte Familien und Personen in Verbindung mit nachweisbaren Wohnhäusern und Pfarreigrenzen sicher aufschlussreich für die Greifswalder Stadttopografie. »
  10. Vgl. dazu Kap. 5.2 (Kirchenausstattung). »
  11. Pyl, Nachträge 1: zu St. Nikolai S. 55–64; zu St. Marien S. 22–41; zu St. Jacobi S. 42–54; Pyl, Nachträge 2, zu St. Marien S. 52–76; zu St. Jacobi S. 77–99; speziell zu Zerstörungen des 17. bis frühen 19. Jahrhunderts S. 1–52. »
  12. Eine moderne Untersuchung zur (Bau-)Geschichte von St. Nikolai fehlt. Vgl. Dom St. Nikolai Greifswald, besonders S. 3–8; Buske, Kirchengeschichte, S. 168–170; Thümmel, Baugeschichte; Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 251–476, zur Baugeschichte und zur Ausstattung. »
  13. Heyden, Kirchen Greifswalds, S. 33–38. »
  14. Hoogeweg, Klöster, S. 591–607; Bulach, Bedeutung, S. 49f. »
  15. Dom St. Nikolai Greifswald, S. 10–14; verschiedene Beiträge in Dom St. Nikolai (1989), passim; auch Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 309–315. »
  16. Magin, Leuchten, S. 86, mit weiterer Literatur. »
  17. Dazu Kirmis, Koordinierungsgruppe, S. 19–36. »
  18. Dazu Baier, Denkmale, S. 108f.; Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 292f., bes. Anm. 3, S. 302 (Verluste und Veränderungen v. a. des 18. Jahrhunderts). »
  19. Zur Marienkirche vgl. Buske, Kirchengeschichte, S. 170f.; Rohde, Marienkirche; Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 407–601, zur Baugeschichte und zur Ausstattung. »
  20. Dazu Baier, Denkmale, S. 90f.; Pyl, Nachträge 1, S. 30–34; Pyl, Nachträge 2, S. 66–68. »
  21. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 514. »
  22. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 510f., Zitat Anm. 3. »
  23. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 556, Anm. 1. »
  24. Zur Jacobikirche vgl. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 603–659. »
  25. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 619–623; Pyl, Nachträge 1, S. 44–54; Pyl, Nachträge 2, S. 92–94; Baier, Denkmale, S. 129. »
  26. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 620. »
  27. Pyl, Nachträge 1, S. 52. »
  28. Zur Geschichte des Konvents vgl. Pieper/Einhorn, Franziskaner, S. 19–21; Hoogeweg, Klöster 1, S. 608–619; Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1092–1141; vor allem zur nachmittelalterlichen Nutzung Fassbinder, Kloster. »
  29. Aus dem außerhalb der Stadt gelegenen, 1631 zerstörten Georgenhospital sind keine Inschriften überliefert (Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1259–1266; Pyl, Nachträge 3, S. 1–20). Dasselbe gilt für das Gertrudenhospital vor dem Mühlentor (Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1298–1311) und für das 1566 bzw. 1637 eingestürzte Dominikanerkloster St. Katharina, gelegen im Nordwesten der Stadt an der Stadtmauer (Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1141–1196; Hoogeweg, Klöster 1, S. 620–635; Heyden, Kirchen Greifswalds, S. 50–54). »
  30. Zur Ausstattung des Klosters vgl. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1095f., 1098. »
  31. Vgl. Pyl, Greifswalder Kirchen, S. 1199–1256, zum Inventar S. 1210. Ausführlich Rütz, Heilig-Geist-Hospital (2002), passim; zusammenfassend Rütz, Heilig-Geist-Hospital (2005). »
  32. Die Grabplatten Kat.-Nr. 3, 119, heute im Hauptgebäude der Universität, stammen wohl aus dem Kloster Eldena, die nur kopial überlieferte Grabplatte Kat.-Nr. 42 wohl aus der Jacobikirche. »
  33. Zu den Professorenporträts vgl. Kap. 1, Anm. 1. »
  34. Zur Frühgeschichte der Universität vgl. vor allem eine ausführliche Studie von Roderich Schmidt aus dem Jahr 1956 (Schmidt, Anfänge). Der Beitrag Schmidt, Gründung, stellt lediglich eine weitgehend auf Nachweise verzichtende Kurzfassung der älteren Studie dar. Für das 16. und 17. Jahrhundert vgl. Thümmel, Universität Greifswald; Alvermann, Neubeginn; für die Jahre 1630–1720 vgl. Langer, Landesuniversität; zusammenfassend auch Herling, Universität. »
  35. Zur epigrafischen Selbstdarstellung Hinrich Rubenows vgl. Magin, Leuchten, S. 67–71; geringfügig modifiziert in Magin, Akademische Epigraphik, S. 87–91. »
  36. Für St. Nikolai lassen sich 15 Grabplatten nachweisen, deren Inschriften allerdings oft nur unvollständig erhalten sind, in chronologischer Folge für Hinrich Nacke (Kat.-Nr. 141), Hinrich Bukow (Kat.-Nr. 147), Johannes Parleberg (Kat.-Nr. 151), Lorenz Bokholt (Kat.-Nr. 409), Jakob Seidel (Kat.-Nr. 253), Christoph Gruwel (Kat.-Nr. 111), Johannes Oesten (Kat.-Nr. 263), Jakob Runge (Kat.-Nr. 267), Balthasar Rhaw d. Ä. (Kat.-Nr. 190), Joachim Stephani (Kat.-Nr. 351), Augustin Rhaw (Kat.-Nr. 185), Georg Maskow (Kat.-Nr. 409), Barthold Krakewitz (Kat.-Nr. 369), Joachim Völschow (Kat.-Nr. 115), Peter Stephani (Kat.-Nr. 429); des Weiteren fünf Epitaphien: für Ezechias Reich (Kat.-Nr. 243), Jakob Runge (Kat.-Nr. 266), Bartholomäus Battus (Kat.-Nr. 410), Barthold Krakewitz (Kat.-Nr. 419), Matthias Stephani (Kat.-Nr. 422). – St. Marien: Grabplatte für Peter Gruwel (Kat.-Nr. 31), Bartholomäus Battus (Kat.-Nr. 291), Joachim Bering (zwei Grabplatten, Kat.-Nr. 308, 325), Jakob Stoppel (Kat.-Nr. 348), Friedrich Gerschow (Kat.-Nr. 400), Franz Stypmann (Kat.-Nr. 427); kein Epitaph vor 1650. – St. Jacobi: Grabplatte für Angehörige der Artistenfakultät (Kat.-Nr. 65), für Johannes Wegener (Kat.-Nr. 68); Epitaph für Alexander Christiani (Kat.-Nr. 415). – Kirche des Franziskanerkonvents: Grabplatte (Kat.-Nr. 138) und Gedenkstein für Hinrich Rubenow (Kat.-Nr. 143). »
  37. Zur möglicherweise gleich alten Grabplatte für Angehörige der Artistenfakultät vgl. Kap. 5.3, Anm. 64. »
  38. Vgl. dazu vorerst Magin, Akademische Epigraphik, jedoch noch ohne Aussagen über den gesamten Inschriftenbestand Rostocks. »
  39. Vgl. DI 33 (Stadt Jena), besonders S. XLII–XLV. »
  40. Vgl. DI 12 (Heidelberg), zur Universität kurz S. XI–XIII; im Original überlieferte Grabmäler für Universitätsangehörige: Nr. 107, 124, 127; kopial überlieferte Grabinschriften: Nr. 63, 102, 115, 128, 129, 152, 182, 189, 191, 198, 205, 207, 209, 214, 217, 222. »