Inschriftenkatalog: Stadt Freising

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 69: Stadt Freising (2010)

Nr. 423 Diözesanmuseum 1629, 11. Jh.

Beschreibung

Silberaltar für eine byzantinische Ikone, mit Stifterinschrift von Bischof Veit Adam von Gepeckh. Silber mit Einlagen aus rotem, grünem und blauem Email (Tabernakel), Nußbaumholz mit Goldschmiede- und Zellemailrahmen (Ikone), Silber, gegossen (Figuren). Die Ikone aus dem 11. Jahrhundert stammend, vor 1235 Stiftung eines Rahmens mit Weiheinschrift (IV-XIII) durch den kaiserlichen Hofmeister Manuel Dishypatos1), im 14. Jahrhundert mit dem Beschläg versehen. Später im Besitz des griechischen Kaisers Manuel II. von Byzanz (1391–1425), des Herzogs Gian Galleazzo Visconti von Mailand (1395–1402), einer Gräfin von Kent und des Veroneser Stadtherren Bronorius della Scala; von diesem die Ikone schenkungsweise an seinen Bruder, den Freisinger Bischof Nikodemus della Scala (1422–1443), übergegangen. Von diesem das Bild am 23. September 1440 in die Freisinger Domkirche übertragen und in der Folgezeit an den fünf Marienfesttagen in Verbindung mit Ablässen öffentlich zur Verehrung ausgestellt2). Im Rahmen der frühbarocken Renovation des Doms die Ikone auf Veranlassung von Bischof Veit Adam (1618–1651, Nr. 470) in das Zentrum eines seit 1627 projektierten und schließlich 1628–1629 durch den Münchner Goldschmied Gottfried Lang gefertigten Silberaltars gerückt; dieser 1629 im neuen Elisabethaltar hinter dem versenkbaren Altarbild aufgestellt und zu bestimmten Festtagen bühnenartig präsentiert. Im 19. Jahrhundert in die erzbischöflichen Gemächer des Klerikalseminares versetzt, 1954 in den Elisabethaltar zurückgeführt, seit 1974 Aufstellung im Diözesanmuseum (Inv.-Nr. F1).

Dreiachsiger Aufbau des Silberaltars; über hoher Sockelzone hochrechteckiges Mittelfeld, in diesem die Ikone; seitlich schmale Muschelnischen, von Pilastern mit Volutensockeln flankiert, in Nischen links der Evangelist Lukas, rechts der Evangelist Johannes; zwischen kleinen Volutengiebeln das große Auszugfeld mit Relief des von Puttenköpfen umkränzten Gottvaters, mit seiner Rechten die Weltkugel, mit seiner Linken den stehenden Christusknaben vom Typus des Salvator Mundi umgreifend. Als Bekrönung zwischen flachen, gegenständigen Voluten ein Maienbuschen, dessen Postament mit Jesus-Monogramm (I). Im Zentrum des dreiachsigen Sockelbereichs eine von stehenden Putten flankierte bilobierte Kartusche mit Inschriften, die auf die Provenienz der Ikone (II) und den Stifter des Silberaltars – Bischof Veit Adam – verweisen (III), darunter das bischöfliche Wappen; die seitlichen Achsen unter den Nischenfeldern horizontal unterteilt, oben die Volutenkonsolen für die Pilaster, zwischen diesen jeweils ein Feston und eine Stützkonsole für die Evangelistenfigur; unten je ein seitlich halbrund schließendes Ornamentfeld, begleitet von je einem kassettierten Felderpaar. Haupt- und oberes Sockelgeschoß durch flache Voluten als Seitenhänge miteinander verklammert. Sämtliche Flächen und Binnenfelder mit feinster mehrfarbiger Emaillierung, die figuralen und struktiven Auflagenelemente vergoldet.

Die Marien-Ikone vom Typus einer hl. Maria der Deesis; der Kopf leicht nach rechts geneigt, die Hände zur Fürbitte erhoben, der Umhang mit reicher Verzierung, die gesamte Figur verhüllend. Auf dem Bild ursprünglich eine Beischrift (IV) vorhanden, später übermalt. Der erste Teil der Weiheinschrift auf dem vor 1235 ergänzten Rahmen links auf der oberen Schmalseite (V, VI) beginnend, sich auf der rechten Längsseite fortsetzend (VII-IX). Der Beginn des zweiten Teils der Weiheinschrift oben auf der linken Längsseite (X-XII), das Ende auf der unteren Schmalseite (XIII, XIV). In die Zwischenräume der einzelnen Felder auf Veranlassung von Manuel Dishypatos zehn Medaillons eingefügt, bildliche Darstellungen mit neun Tituli enthaltend (XV-XXIII): in der Mitte der oberen Schmalseite der Gottesthron (XV), flankiert von den Erzengeln Michael (ohne Inschrift) und Gabriel (XVI); auf den Längsseiten die Apostel Petrus (XXIII) und Paulus (XVII), darunter die hll. Georg (XXII) und Demetrius (XVIII); auf der unteren Schmalseite die hll. Kosmas (XXI), Pantaleon (XX) und Damian (XIX). Um 1300 vollständige Übermalung der Ikone mit dem gleichen Motiv und Hinzufügung des Beschläg mit zwei Bildbeischriften (XXIV, XXV) zu Seiten des Nimbus. 1964 Restaurierung und Untersuchung der Ikone durch das Doerner-Institut.

DI 69, Nr. 423 – Diözesanmuseum – 1629, 11. Jh.

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/2]

Maße: Bildtabernakel: H. 145 cm, B. 78,5 cm; byzantinischer Goldschmiederahmen: H. 27,8 cm, B. 21,5 cm; Bildfeld der Ikone: H. 19,5 cm, B. 13,4 cm; Bu: 1,5 cm (I), 0,5 cm (II Z. 1-8), 0,3 cm (II Z. 9-11), 0,8 cm (V-XXIII), 1,0 cm (XXIV), 0,5 cm (XXV).

Schriftart(en): Kapitalis (I, II), Humanistische Minuskel (III), Kapitalis des griechischen Alphabeths (IV-XXV).

I.

  1. IE(SV)Sa)

II.

  1. HANCb) VIRGINVMb) VIRGINISb) ICONEMb) / PENICILLI Sb) LVCAEb) OPVS AB IMPERATO=/REb) ORIENTISb) IOANNESb) GALEACIVSb) INSVBRVMb) DVXb) / ACCEPIT; AB ISTO COMESb) ANGLA DE CHE(N)Tb); AB HAC / BRONORIVSb) DELA SCALAb), QVI DONO MISIT FRATRI / SVO NICODEMOb) FRISINGENSIVMb) EPISCOPOb) A(NN)Ob) 1440. / 23. SEPTEMB(RIS)b) EXb) IN HIC COLITVR, NON DONATVR; / NEC ALIJ DONASSENT, SI SATIS NOVISSENT.

Übersetzung:

Diese Ikone der Jungfrau der Jungfrauen, das Werk des Pinsels des hl. Lukas, empfing vom Kaiser des Ostens Gian Galleazzo, der Herzog von Mailand; von ihm die englische Gräfin von Kent, von dieser Bronorius della Scala, der sie seinem Bruder Nikodemus, dem Bischof von Freising, sandte am 23. September 1440. Von da an wird sie hier verehrt, nicht verschenkt. Die anderen hätten sie nicht verschenkt, wenn sie sie hinreichend erkannt hätten.

III.

  1. Vitus Adamus Frisingensium / Episcopus etc(etera) Dei Matrem Dei / Matri posuit A(nn)o MDCXXIX.

Übersetzung:

Veit Adam, Bischof von Freising usw. stellte für die Muttergottes die Muttergottes auf im Jahr 1629.

IV. Text nach Wolters, Lukasbild 87 u. Abb. 3.

  1. Μ(ΗΤ)ΗR//Θ(ΕΟ)Υc)

Übersetzung:

Gottesmutter.

V.

  1. + ΨΥΧĤΣ ΠΟΘΟΣ ΑΡΓΥ/ΡΟΣd) ΚΑÌe) ·ΧΡΥΣΟΣf) ΤΡΙΤΟΣg) / + ΣΟÌh) ΤΗ ΚΑΘΑΡΑ ΠΡΟΣ/ΦΕΡΟΝΤΑΙ ΠΑΡΘΕΝΩi)

Übersetzung:

Sehnen der Seele, Silber und Gold als Drittes werden dir, der reinen Jungfrau, dargebracht.

VI.

  1. ΑΡГΥΡΟΣk) ΜΕΝΤΟΙ Κ(ΑΙ) / ΧΡΥΣΟΥ ΦΥΣΙΣ ΟΝΤΩ[Σ]l) / ΔΕΞΑΙΝΤΟm) ΡΥΠΟΝ ΩΣn) / ΕΝ ΦΘΑΡΤΗ ΟΥΣΙΑo)

Übersetzung:

Doch können Silber und Gold Schmutz annehmen,

VII.

  1. ΕΚp) ΔÈ ΨΫ/ΧĤΣ Ó ΠÓ/ΘΟΣ ́Ω`N Ά/ΘΑΝÁΤΟΥo)

Übersetzung:

wie es im vergänglichen Wesen liegt.

VIII.

  1. ΟΥΤm) ΑΝq) Σ/ΠΙΛΟΝ Δ/ΕΞΑΙΤΟ/ΟΥ/ΤΕr) ΜΗΝ ΤΕΛΟΣs)

Übersetzung:

Die Sehnsucht aber, die aus unsterblicher Seele kommt,

IX.

  1. ΚΑΝm) ΓΑΡt) ΛΥ[Ρ]/ΘΗ ΤΟ ΣΩ/ΜΑ ΤΟΥΤ Α/ΔΟΥ ΤΟΠΩ

Übersetzung:

kann weder Flecken annehmen noch ein Ende haben.

X.

  1. ΤΟΥm) ΤΗΣu) ΨΥ/ΧΗΣv) ΟΙΚΤΟΥw) / ΣΕ ΔΥΣΩΠ/ΩΝ ΜΕΝΕΙ

Übersetzung:

Mag auch der Leib sich auflösen im Hades, dem Ort wo Seelen klagen,

XI.

  1. ΚΑΝΣΤΡΙ/ΣΙΟΣm) ΤΑΥΤΑx) / ΣΟΙ ΠΡΟΣΦΕ/ΡΩΝ ΛΕΓΕΙ

Übersetzung:

verharrt sie doch in Deiner Anbetung.

XII.

  1. ΜΑΝΟΥΗΛ / ΔΪΣΥΠΑ/ΤΟΣ ΤΑΞΕΙ / ΛΕΒΙΤΗΣo)

Übersetzung:

Das sagt, dies dir weihend Manuel Dishypatos, der Gewandmeister, von Rang ein Levit.

XIII.

  1. ΚΑΙ ΤΑΥΤΑ ΔΕΞΑΙ ΣΥ/ΜΠΑΘΩΣy) Ω ΠΑΡΘΕΝΕz) / ΤΟΝm) ΡΕΥΣΤΟΝaa) ΤΟΥΤΟΝbb) / ΑΝΤΙΔΙΔΟΥΣΑr) ΒΙΟΝo)

Übersetzung:

Und nimm dies gnädig an, Jungfrau, und gib dafür, daß wir dieses vergängliche Leben schmerzlos durchschreiten durch Deine Fürsprache.

XIV.

  1. ΤΑcc) [ΙΣ ΣΑΙ]Σ ΔΙΕΛΘΕΙΝ / ΑΝΩΔΥΝΟΝdd) ΠΡΕΣΒΕΙΑΙΣee) / ΩΣm) ΗΜΕΡΑΣ ΔΕΙ ΞΕΙΑΣff) / ΚΑΙ ΦΩΤΟΣ ΤΕ [ΚΝΟΙΣ +]

Übersetzung:

Mögest du dieses Glück den Kindern des Tages und des Lichts zeigen.

XV.

  1. Η ΕΤΗΜΑΣΙΑu)

Übersetzung:

Gottesthron.

XVI.

  1. Ο ΑΡΧ(ΑΓΓΕΛΟΣ)gg) ΓΑ//ΒΡΙΗΛ

Übersetzung:

Der Erzengel Gabriel.

XVII.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΠΑΥ//ΛΟΣ

Übersetzung:

Der heilige Paulus.

XVIII.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΔΗΜΗ//ΤΡΙΟΣii)

Übersetzung:

Der heilige Demetrius.

XIX.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΔΗΜΗ//[ΑΝΟΣ]kk)

Übersetzung:

Der heilige Damian.

XX.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΠΑΝ//ΤΕΛΑΗΜΟΝ

Übersetzung:

Der heilige Pantaleon.

XXI.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΚΟΣ//ΜΑΣ

Übersetzung:

Der heilige Kosmas.

XXII.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΓΕΩΡ//ΓΙΟΣ

Übersetzung:

Der heilige Georg.

XXIII.

  1. Ο ΑΓ(ΙΟΣ)hh) ΠΕ//ΤΡΟΣu)

Übersetzung:

Der heilige Petrus.

XXIV.

  1. Μ(ΗΤ)ΗΡ//Θ(ΕΟ)Υc)

Übersetzung:

Gottesmutter.

XXV.

  1. Η Ε/ΛΠ/ΙΣ/ΤΩ/Ν // ΑΠΕ/ΛΠ/ΙΣ/ΜΕ/ΝΩ/Νc)

Übersetzung:

Die Hoffnung der Hoffnungslosen.

Versmaß: Byzantinische Zwölfsilber. (V-XIV)

 
Wappen:
Hochstift Freising3), Gepeckh4).

Kommentar

An der aufwendigen künstlerischen Gestaltung der Rahmung aus dem frühen 13. Jahrhundert und dem Beschläg der Gemäldetafel aus der Zeit um 1300 wird die Wertschätzung der Ikone als mutmaßlich eigenhändiges Werk des Evangelisten Lukas deutlich. Die in hervorragender Qualität ausgeführten Medaillons, die aus Email im Zellenschmelzverfahren hergestellt wurden, stammen wohl aus einer für den byzantinischen Kaiserhof arbeitenden Werkstatt. Unter Bischof Veit Adam (1618-1651) erfuhr die seit 1440 im Freisinger Domschatz verwahrte Ikone eine weitere Aufwertung, indem er sie in den Dom überführte, sie mit einem weiteren kostbaren Rahmen – dem Silberaltar – versah und sie im neugestalteten Elisabethaltar ins Zentrum einer bühnenhaften Inszenierung stellte. Mit dem Entwurf des Altars und der Ausführung der die Ikone integrierenden Engelsfiguren wurde 1627 der Weilheimer Bildhauer Philipp Dirr beauftragt, während den Silberaltar laut Prägestempel der Münchner Goldschmied Gottfried Lang 1629 schuf, möglicherweise nach einem Entwurf des Hofbildhauers Hans Krumpper5), das Altarbild mit Darstellung des Todes Mariens ist ein Werk des Münchner Malers Johann Ulrich Loth, s. Nr. 425.

Die Ikone galt in Freising als eigenhändiges Werk des hl. Evangelisten Lukas, war jedoch nie Ziel einer Verehrung als Wallfahrtsbild. Sie wiederholt das Lukasbild der Chalkoprateia-Kirche in Konstantinopel, das sich nahe einem Schrein mit einer Marienreliquie befand und selbst wiederum stilistisch von den fürbittenden Marienfiguren auf Deesis-Darstellungen abhängig ist, wie sie in Byzanz ganzfigurig in Wandmalerei, Mosaik und Elfenbeinschnitzerei seit dem 7. Jahrhundert, halbfigurig in Tafelbildern seit dem 12./13. Jahrhundert verbreitet waren.

Goldschmied Gottfried Lang, der wohl auch die Gestaltung und Ausführung der Schriftkartusche übernommen hat (vgl. Einleitung CXIX), stammte aus Pöttmes, ging bei Georg Siebenbürger in Augsburg in die Lehre und erhielt 1618 das Meisterrecht in München. Er arbeitete u. a. für den Münchner Hof, für dessen Reiche Kapelle er 1627 zwei Monstranzen schuf, 1626 für die Pfarrkirche Altötting, die ihm 1626 zwei Monstranzen in Altarform in Auftrag gab und für die Stadtpfarrkirche in Straubing, die ihn 1629 ebenfalls mit einer Monstranz beauftragte. Er starb 1632 in München6). Bischof Veit Adam hat im Jahre 1627 außerdem durch den Münchener Goldschmied Gottfried Lang einen Kelch anfertigen lassen, der auf der Unterseite des Fußes außer der Künstlersignatur auch eine Stifterinschrift aufwies.

Textkritischer Apparat

  1. Gekürzt: IHS.
  2. Vergrößerter Versal.
  3. Die Inschrift auf die linke und rechte obere Bildecke aufgeteilt.
  4. Letzter Buchstabe von Z. 1, 2 und 3 am rechten Rand beschnitten. Υ unter Γ gestellt. Ο verkleinert.
  5. Ι verkleinert auf Zeilenmitte.
  6. Υ stark verkleinert.
  7. Ι verkleinert, Ο verkleinert unter dem Schaftende von Τ, ligiert.
  8. Ι verkleinert.
  9. Ω über Ν gestellt; alle Ν im Text mit spiegelverkehrtem Mittelbalken. Es folgt ein Abschlußzeichen in Form von drei übereinander angeordneten Punkten.
  10. Drei übereinander angeordnete Punkte als Anfangszeichen, Υ unter Γ gestellt.
  11. Τ über Ω, Σ evtl. neben Ω, durch Nagel verdeckt oder abgeschnitten.
  12. Zeichen zu Beginn des Abschnitts in Form von drei übereinander angeordneten Punkten.
  13. Σ über Ω gestellt. Es folgen zwei übereinander angeordnete Punkte.
  14. Abschlußzeichen in Form von drei übereinander angeordneten Punkten.
  15. Zeichen zu Beginn des Abschnitts in Form von drei übereinander angeordneten Punkten. Dieser Abschnitt mit Hauchzeichen und Akzenten.
  16. Ν verderbt.
  17. Υ über Ο gestellt und ligiert.
  18. Ε unter das untere Schaftende des Τ gestellt und ligiert, ΟΣ unter Λ gestellt.
  19. Α unter den Balken des Γ gestellt.
  20. Η unter das untere Schaftende des Τ gestellt.
  21. Υ unter Ψ gestellt.
  22. Ο unter den Balken des Τ gestellt.
  23. Erstes Α mit Τ und V ligiert, zweites Α verkleinert unter das Τ gestellt und ligiert.
  24. Υ über Σ gestellt.
  25. Θ verkleinert.
  26. Υ über Ε gestellt.
  27. Τ über Υ und Ο gestellt Υ und Ο ligiert, Τ über Ο gestellt.
  28. Zeichen zu Beginn des Abschnitts in Form von drei übereinander angeordneten Punkten. Α unter das Schaftende von Τ gestellt und ligiert.
  29. Ο über das erste Ν gestellt.
  30. Ι und Σ über das Α gestellt.
  31. Α unter Σ gestellt?
  32. Α an den Schaft unter den Bogen des spiegelverkehrten Ρ gestellt, Χ über Α-R Ligatur.
  33. Α in Ο gestellt.
  34. Ρ an das untere Schaftende des Τ angeschlossen.
  35. Name ergänzt, da in der linken unteren Ecke Darstellung des hl. Kosmas.

Anmerkungen

  1. Da er 1235 Erzbischof von Thessaloniki wurde, sich in der griechischen Inschrift jedoch nur als Levit, das entspricht dem Rang eines Diakons, bezeichnet, ist anzunehmen, daß der Rahmen vor 1235 in Auftrag gegeben wurde, vgl. AK Ornamenta Ecclesiae III 171.
  2. Eine wohl in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angefertigte Kopie einer bischöflichen Ablaßurkunde, die überdies die Provenienz der Ikone beschreibt, gewährt einen Ablaß auf 40 Tage, s. BayHStA HL 3 Fasz. 171/27. Zur Überführung der Ikone in den Dom s. Leidinger, Veit Arnpeck 896f.; AK Freising 1989, 297-299 Nr. IV.1.
  3. Bi 46.
  4. Bay 35, 36 (Tafel 32, 33) unter dem Namen „Geböckh“.
  5. Benker, Philipp Dirr 95-101, 183f. (mit älterer Literatur), geht auf die Entstehungsgeschichte des Elisabethaltars ein und bespricht dessen architektonischen Aufbau. Zur Frage der Beteiligung Krumppers s. Weber, Erneuerung 101-118. Zur barocken Inszenierung des Lukasbildes s. AK Madonna 157f.
  6. Thieme/Becker 22 (1929) 316; Altötting, Lkr. Altötting.
  7. Vgl. BayHStA HL 3 Fasz. 161 Inventar 1745 fol. 18v, 19r.

Nachweise

  1. Sighart, Dom 70 Anm. 1; Hoffmann, Altarausstattung 513; Hartig, Stifte II Taf. 1; Kalligas, Βυζαντινή φορητἡ εἰκών ἑν Freising 501-506; Wolters, Lukasbild 85-91; Kat. Diözesanmuseum Freising 244-251; AK Ornamenta Ecclesiae III 170-172 (dort die gesamte neuere Literatur); AK Freising 1989, 297-299 Nr. IV.1; AK Madonna 157f.; AK Gottesbild 98f.

Zitierhinweis:
DI 69, Stadt Freising, Nr. 423 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012k0042306.