Inschriftenkatalog: Stadt Freising

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 69: Stadt Freising (2010)

Nr. 419 München, Bayerisches Nationalmuseum 1628

Beschreibung

Wappenplatte für Anna Salome Wagnereck. Im Depot. Ursprünglich in der Kollegiatstiftskirche St. Johannes Baptist1), wohl bald nach 1803 in den Dom in die Stephanus- bzw. Kepser-Kapelle gelangt, diese 1869 ausgeräumt und abgebrochen, die Platte im Oktober 1879 über das königliche Landbauamt an das Bayerische Nationalmuseum abgegeben2) (Inv.-Nr. R 6829). Adneter Rotmarmor. In der oberen Hälfte die Grabinschrift, in der unteren Hälfte in einem eingetieften querrechteckigen Feld mit segmentbogigem Ausschwung oben die beiden elterlichen Wappen unter gemeinsamer Helmzier. Die Oberfläche mit zahlreichen abbröckelnden Fehlstellen.

Ergänzt nach BSB Oefeleana 10.

Maße: H. 41 cm, B. 26 cm, Bu. 1,5 cm (Z. 1-6), 2 cm (Z. 7).

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 69, Nr. 419 – München, Bayerisches Nationalmuseum – 1628

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. CHRISTOPHa) WANGNE/RECKHa) I(VRIS) V(TRIVSQVE) D(OCTORIS) R(EVERENDI) CAPIT(VLI) / CATHEDR(ALIS) FRISING(ENSIS) / SINDICI FILIO[L]Aa) ANN[A] / [SA]LOME AETATIS [48] / [SEPTI]M(ANE) OBYT IV[NY 13] / ANNO 1628.

Übersetzung:

Anna Salome, das Töchterchen des Christoph Wagnereck, des Doktors beider Rechte, Syndicus des hochwürdigen Freisinger Domkapitels, starb im Alter von 48 Wochen am 13. Juni 1628.

 
Wappen3):
Wagnereck4), Unbekannt5).

Kommentar

Anna Salome Wagnereck starb als Kind. Ihre Eltern waren Johann Christoph Wagnereck, Syndicus des Freisinger Domkapitels, und Sibilla, geb. Schäffer6). Der aus Bamberg stammende Johann Christoph Wagnereck hatte sich 1622 an der Universität Ingolstadt immatrikuliert7).

Textkritischer Apparat

  1. Vergrößerter Versal.

Anmerkungen

  1. BSB Oefeleana 10 IV p. 235f.
  2. BNM Erwerbungsakten ER0558 (Kasten 12).
  3. Die nur noch schlecht erkennbaren Wappen blasoniert nach der Nachzeichnung in BSB Oefeleana 10 IV p. 236.
  4. BayA3 126 (Tafel 85): in Schwarz ein goldenes Dreieck; hier nach den Angaben des Kopisten: in Silber ein schwarzes Dreieck.
  5. Ein geharnischter Ritter, in der rechten Hand eine Lanze haltend, in der Linken eine Streitaxt.
  6. AEM Matrikeln Freising – St. Georg 3 (Taufbuch der Pfarrkirche St. Georg) p. 264 Nr. 97; Schrenck-Notzing, Hochstift 242.
  7. Matrikel LMU II,1 Sp. 421 Z. 25, 4. September 1622.

Nachweise

  1. BSB Oefeleana 10 IV p. 235f.

Zitierhinweis:
DI 69, Stadt Freising, Nr. 419 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012k0041909.