Inschriftenkatalog: Stadt Freising

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 69: Stadt Freising (2010)

Nr. 413 Dom Mariä Geburt und St. Korbinian 1626

Beschreibung

Gemälde mit Künstlersignatur. Im äußeren südlichen Seitenschiff in der Kapelle Bekehrung Pauli als Altarblatt auf dem Thomasaltar (früher auch gen. Philomenenaltar). Ursprünglicher Standort in der Thomaskapelle auf dem ehem. Thomasaltar, nach dessen Abbruch 1886 das Altarblatt und Teile der Altararchitektur mit Teilen des ebenfalls abgebrochenen Paulusaltars an dessen vormaligem Standort zusammengestückelt1). Öl auf Leinwand. Darstellung der Anbetung der Hirten: rechts die hl. Maria, die das Jesuskind in einem von zwei Engeln gestützten Korb präsentiert; links neben ihr der hl. Joseph, der einen Hirten, der sich gerade auf ihm abstützt, auf das Jesuskind hinweist; davor ein weiterer Hirte, kniend, in Anbetung des Kindes, links eine Magd; links im Hintergrund Ochs und Esel; vor dem Wolkenhimmel mehrere jubilierende Engel. Links unten auf einem Hirtenstab, der auf einem Korb liegt, die Künstlersignatur.

Maße: H. 272 cm, B. 179 cm, Bu. 0,8 cm.

Schriftart(en): Fraktur.

DI 69, Nr. 413 – Dom Mariä Geburt und St. Korbinian – 1626

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. Matthias Kager F(ecit) 1626

Übersetzung:

Matthias Kager hat (es) gemacht 1626.

Kommentar

Im Zuge der Neuordnung der Altäre unter Bischof Veit Adam kam es 1625 auch zur Erneuerung der Thomaskapelle, wofür sich die Domherrn Achaz Rindfelder (Nr. 417) und Johann Konrad Wagner (Nr. 456†) als Stifter fanden. An die Stelle des demolierten mittelalterlichen Thomasaltars rückte der abgebrochene Justinusaltar2). Neu hinzu kam das Altargemälde des gefragten Augsburger Stadtmalers Matthias Kager (1575–1634), der gelegentlich auch für Kirchen und Klöster in Altbayern arbeitete3).

Anmerkungen

  1. Hoffmann, Altarausstattung 505 Anm. 1; Benker, Philipp Dirr 93; Weber, Neugestaltung 180f.
  2. Weber, Neugestaltung 180.
  3. So z. B. für die Klosterkirche Benediktbeuern, die Frauenkirche in München, das Liebfrauenmünster in Ingolstadt, die Jesuitenkirche in Landshut, die Abteikirche Aldersbach, die Wittelsbacher-Grabkirche in Scheyern oder die Wallfahrtskirche Heilig-Kreuz in München-Forstenried, vgl. Netzer, Kager 112 G1, G7, 114 G20, 116 G28, 117 G35, G38; Dehio Obb 104, 480f., 697.

Nachweise

  1. BSB Oefeleana 10 IV p. 45; Abele (1918) 59; Abele (1919) 37; Abele/Lill (1951) 45; AK Madonna 270f.

Zitierhinweis:
DI 69, Stadt Freising, Nr. 413 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012k0041309.