Inschriftenkatalog: Stadt Freising

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 69: Stadt Freising (2010)

Nr. 294 Pfk. St. Georg nach 1576

Beschreibung

Bildfenster des Kanzlers Ludwig Römer. Im südlichen Schiff im fünften Fenster von Westen, in der untersten Reihe der dritten Fensterbahn von links. Ursprünglicher Standort nicht bekannt, ab 1955 im nördlichen Schiff im sechsten Fenster von Westen, in der zweiten Reihe der dritten Fensterbahn von links, seit der Restaurierung 2000–2001 am heutigen Standort1). Unter einem Bogen ein Vollwappen, die Restflächen mit feinen Blattrispen gefüllt, zu beiden Seiten des Schildes querformatige Schriftfelder, davon nur der Textteil links neben dem Wappen erhalten. Die Schrift stark verblaßt. Mehrfache Sprünge in den Wappen- und Schriftscheiben.

Text ergänzt nach BSB Oefeleana 10.

Maße: H. 51 cm, B. 82 cm, Bu. 2,3-1,5 cm.

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 69, Nr. 294 – Pfk. St. Georg – nach 1576

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. LVDOVICVS // [ROMANVS] / I(VRIS) V(TRIVSQVE) D(OCTOR) COMES // [PALATINVS] / PONTIFICIVS // [ET CAESAREVS] / CONSILIARIVSb) // [– – –] / HILDESHEMEN(SIS) // [– – –]

Übersetzung:

Ludwig Römer, Doktor beider Rechte, päpstlicher Hofpfalzgraf, kaiserlicher Rat und ... Hildesheim ....

Wappen:
Römer2).

Kommentar

Zu Ludwig Römer vgl. Nr. 279†. Als terminus post quem für die chronologische Einordnung des Fensters ist der Beginn der Amtszeit von Ludwig Römer als Kanzler im Jahre 1576 anzusetzen. Die meisten anderen Bildfenster in St. Georg sind zwischen 1575 und 1578 entstanden.

Textkritischer Apparat

  1. Nachfolgende Unterbrechungen durch das Wappen.
  2. Bei BSB Oefeleana 10 nachfolgend irriges Textende: et Cancellar(ius) Frising(ensis).

Anmerkungen

  1. Das Bildfenster nicht in Kdm Obb II 375f. verzeichnet.
  2. Gespalten: vorne von Gold über Blau schräggeteilt, darüber ein steigendes Einhorn in Silber. Hinten geteilt, oben in Gold drei rote Lilien nebeneinander, unten von Gold vor Schwarz gespalten, darüber ein Dreiberg, darauf ein Hirschgeweih, jeweils in verwechselten Farben. Es handelt sich um ein gegenüber NÖ1 380 (Taf. 213; steigendes Einhorn) vermehrtes Wappen; vgl. Nr. 279†, 358†.

Nachweise

  1. BSB Oefeleana 10 IV p. 381.

Zitierhinweis:
DI 69, Stadt Freising, Nr. 294 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012k0029403.