Inschriftenkatalog: Stadt Freising

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 69: Stadt Freising (2010)

Nr. 94 Benediktusk. 1. H. 15. Jh.

Beschreibung

Tafel mit Weiheinschrift. Innen an der südlichen Chorwand. Heller Sandstein. Vierzeilige Inschrift mit verkleinertem Textschluß in der fünften Zeile; mit deutlich sichtbarem Liniengerüst.

Maße: H. 30 cm, B. 30 cm, Bu. 3,5 cm (Z. 1-4), 1,8 cm (Z. 5).

Schriftart(en): Gotische Minuskel mit Versalien.

DI 69, Nr. 94 – Benediktusk. – 1. H. 15. Jh.

 © BAdW München, Inschriftenkommission [1/1]

  1. Dedicacioa) · hvi(vs) / Altar(is) · celebrat(vr) / d(omi)nica · p(ro)xima · a(n)teb) / festv(m) · Asensio(n)is=c) / · d(omi)ni=d)

Übersetzung:

Die Weihe dieses Altars wird gefeiert am nächstgelegenen Sonntag vor dem Fest der Himmelfahrt des Herrn.

Kommentar

Da weder der Chorraum über ausreichend Platz für einen zweiten Altar verfügt, noch es irgendwelche Anhaltspunkte dafür gibt, daß in den Seitenschiffen über den Barbara- und Johannes-Ev.-Altar hinaus ein weiterer Altar Aufstellung gefunden hätte, ist davon auszugehen, daß sich das inschriftlich genannte Weihedatum auf den ehemaligen Hochaltar der Benediktuskirche bezieht. Dies scheint der Eintrag in dem 1710 unter Bischof Eckher angelegten Dedikationsverzeichnis der Altäre im Freisinger Dom zu bestätigen, wonach die Altarweihe in Dominica ante festum Ascensionis Domini gefeiert wurde1). Ein Weihejahr ist nicht überliefert.

Textkritischer Apparat

  1. Sämtliche i-Punkte später ergänzt.
  2. te hochgestellt.
  3. Sic! Trennungszeichen in Form kleiner diagonaler Doppelstriche.
  4. Letzte Zeile verkleinert und rechtsbündig. Trennungszeichen in Form kleiner diagonaler Doppelstriche. Worttrennzeichen quadrangelförmig.

Anmerkungen

  1. BayHStA HL 610 fol. 4r, 36v-38v.

Nachweise

  1. Schlecht, Inschriften IV 103 Nr. 15.

Zitierhinweis:
DI 69, Stadt Freising, Nr. 94 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012k0009401.