Inschriftenkatalog: Die Inschriften der Stadt Freising

Anhang D: Nicht aufgenommene Inschriften

Hinweise: Die folgende Auflistung enthält Inschriften, die aus unterschiedlichen Gründen keine Aufnahme in den Hauptkatalog gefunden haben.

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

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DI 69 Anhang D: Stadt Freising (2010)

D1, Nr. 1 Pfarrkirche St. Georg Ende 15. Jh.

Beschreibung

In der Pfarrkirche St. Georg befindet sich im nördlichen Seitenschiff an der Westwand ein großes Triptychon (Tempera auf Holz,), das ursprünglich die Rückwand eines Flügelaltars bildete. Darstellung des Jüngsten Gerichts: auf der etwas breiteren Mitteltafel Christus als Weltenrichter, auf einem Regenbogen thronend, ihm zur Seite zwei Schriftbänder (I, II), unter ihm die Auferstehung der Toten, dabei entreißt der hl. Erzengel Michael eine Seele dem Teufel; auf der linken Tafel oben die hl. Maria als Fürbitterin, auf einer Wolkenbank kniend, darunter geleitet der mit einem beschrifteten Nimbus (III) versehene hl. Petrus die Seligen ins Paradies; auf der rechten Tafel oben der hl. Johannes der Täufer, ebenso als Fürbitter, auf eine Wolkenbank kniend, unten die von Teufeln in die Hölle gepferchten Seelen.

Maße: H. 240 cm, B. 250 cm, Bu. ca. 5 cm (I, II), ca. 4 cm (III).

Schriftart(en): Gotische Minuskel (I, II), Kapitalis (III).

  1. I.

    Venite // benedicti in regnu(m) // patris mei.

  2. II.

    Ite maledicti in // ignem eternum.

  3. III.

    SANCTVS PETRVS ∙ APOSTOLVS

Kommentar

Das Triptychon wurde 1968 aus dem Kunsthandel erworben und kam zunächst im Betsaal St. Korbinian zur Aufstellung1). Eine Provenienz aus dem Freisinger Stadtgebiet ist mit einiger Sicherheit auszuschließen, wodurch eine Aufnahme in den Hauptkatalog nicht möglich war. Stilistisch weist das Tafelgemälde auf die Landshuter Malerei des ausgehenden 15. Jahrhunderts2).

Anmerkungen

  1. Vgl. Goerge, St. Georg 14.
  2. Vgl. Feiler, St. Georg 15.

Nachweise

  1. Goerge, St. Georg 11; Feiler, St. Georg 14.

Zitierhinweis:
DI 69 Anhang D, Stadt Freising, D1, Nr. 1 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012d1000109.