Inschriftenkatalog: Die Inschriften der Stadt Freising

Anhang B: Belegte, aber nicht erhaltene Inschriften

Hinweise: Die folgende Aufstellung enthält Inschriften, deren Existenz quellenmäßig belegt ist, von denen sich jedoch keine kopialen Textabschriften erhalten haben. Nicht erfaßt wurden Datierungen von Vasa Sacra, wie sie vereinzelt im Versteigerungsinventar des Doms aufscheinen, vgl. BayHStA GK Freising u. Mühldorf Nr. 28 prod. 83.

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

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DI 69 Anhang B: Stadt Freising (2010)

B1, Nr. 3 Dom Mariä Geburt und St. Korbinian 1443(?)

Kommentar

Karl Schifer Frhr. von und zu Freyling vermeldet in der Mitte des 17. Jahrhunderts, es liege ein alter stain im Portal zu Freysing, darauf 2 Schild ohn schrifft, oben Gumpenberg, unten Hag1). Die von ihm zugleich vorgenommene Identifizierung als Grabplatte der Eltern für den Domherrn Nikolaus von Gumppenberg († 1443; Nr. 86) beruht dabei wohl auf den Angaben von Wiguläus Hundt zu diesem: Er ward darnach Thumbherr zu Freysing / ligt daselb begraben / obiit Anno / etc. 1443. Den Schildten nach seines Steins / war seiner Mutter Mutter / Königsteck / seines Vatters Mutter / Hag2). Zwar läßt sich keines der Wappen auf der figürlichen Grabplatte des Nikolaus von Gumppenberg (Nr. 86) mit den hier genannten identifizieren, doch ist nicht auszuschließen, daß die Bodenplatte in der Domvorhalle tatsächlich dieselben Wappen aufwies. Die Platte ging möglicherweise schon bei der Neupflasterung des Doms 1701 verloren, spätestens jedoch 1901.

Anmerkungen

  1. BSB Cgm 893 p. 1064.
  2. Hundt, Stammenbuch II 112.

Zitierhinweis:
DI 69 Anhang B, Stadt Freising, B1, Nr. 3 (Ingo Seufert), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di069m012b1000302.