Inschriftenkatalog: Enzkreis

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 22: Inschriften Enzkreis (1983)

Nr. 379† Maulbronn, Kapitelsaal 1642

Hinweis: Die vorliegende Online-Katalognummer ist im Vergleich zum gedruckten Band mit Ergänzungen und Korrekturen versehen. Sie finden diese am Ende des Artikels. [Dorthin springen]

Beschreibung

Grabstein des Abtes Christoph Schaller. Früher noch im Kapitelsaal nachgewiesen, dort 1890 bei Baumaßnahmen entfernt. Nach der handschriftlichen Überlieferung hochrechteckige Platte, Inschrift oben im Block (9 Zeilen), darunter Segenswunsch und eingeritzter Abtsstab (quer).

Wortlaut nach Jenisch.

  1. Anno D(omi)ni MDCXLII K(a)l(en)d(as)/Octob(ris) O(biit) Postquam eod(em)/ Anno Abb(at)ia(m) Resignauit Adm(odum) R(everendissimus) D(ominus) Christophorus/ Schaller(us)a) ex Sen(n)heim Al/sata, Profess(us) Lucellensis/ Prior Vterinae Vallis, Pri/m(us) hui(us) M(o)n(aste)rii 1630 resti=/tuti Catholicus Abbas./ R(equiescat) I(n) P(ace) A(men).

Übersetzung:

Im Jahre des Herrn 1642 an den Kalenden des Oktober (Okt. 1) starb der hochehrwürdige Herr Christoph Schaller aus Sennheim im Elsaß, nachdem er im gleichen Jahr auf die Abtswürde verzichtet hatte. (Er war) Professus von Lützel, Prior von Eußertal und erster katholischer Abt dieses Klosters im Jahr der Restauration 1630.

Kommentar

Unter Abt Christoph Schaller zogen 1630 erneut Mönche des Zisterzienserordens aus der Abtei Lützel im Kloster Maulbronn ein; seine Regentschaft dauerte mit Unterbrechungen durch Kriegswirren und vielfache Streitigkeiten bis 1642, wo er aus Gesundheitsgründen auf sein Amt verzichtete.

Nachweise

  1. Jenisch 20.
  2. Jenisch II p. 51.
  3. WürttLB. Cod. hist. 2° 311, 51.
  4. WürttLB. Cod. hist. 4° 217, 7v.
  5. Wickenburg II 303.
  6. OABMaulbronn 162.
  7. Paulus, Maulbronn 2(1884) 86.
Addenda & Corrigenda (Stand 11. April 2018):

1. Beim Erstellen des Bandes wurde die Katalognummer mit einem Kreuz versehen, da der Grabstein von seinem Standort entfernt wurde. Nun ist jedoch bekannt, dass sich der Grabstein im Calefaktorium befindet. Das Kreuz ist daher zu ignorieren.

2. Wie in der Druckfassung fehlt auch hier in der Online-Version der Text zur Fußnote a).

Zitierhinweis:
DI 22, Inschriften Enzkreis, Nr. 379† (Renate Neumüllers-Klauser), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-d022h008k0037902.