Inschriftenkatalog: Stadt Hildesheim

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 58: Stadt Hildesheim (2003)

Nr. 406 Roemer-Museum 2. Drittel 16. Jh.

Beschreibung

Drei Fragmente einer Grabplatte.1) Sandstein. Die Platte gehörte zu den Beständen des Andreas-Museums und wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme im Steinekeller des Roemer-Museums aufbewahrt. Der ursprüngliche Anbringungsort läßt sich nicht sicher ermitteln.2) Zur Zeit der Kunstdenkmälerinventarisierung im Jahr 1911 war offenbar noch die gesamte obere Hälfte der Platte vorhanden, heute ist nur noch der obere Teil der rechten Langseite mit der Inschrift, ein Teilstück aus dem unteren linken Bereich sowie ein kleineres Bruchstück ebenfalls aus dem linken Bereich erhalten. Erkennbar sind die Reste einer Bogenarchitektur, darunter befand sich eine Darstellung des Verstorbenen, von der noch die linke Hand sichtbar ist. In beiden Bogenzwickeln waren Wappen angebracht, das heraldisch rechte fehlt. Die Inschrift ist erhaben vor vertieftem Hintergrund ausgeführt.

Maße: H.: 107 cm; B.: 44 cm; Bu.: 4,5 cm.3)

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 58, Nr. 406 - Roemer-Museum - 2. Drittel 16. Jh.

 Christine Wulf [1/1]

  1. [ - - - / - - - ........] vnd wolgelartera) Johann

Wappen:
?4), ?5)

Textkritischer Apparat

  1. wolgelarter] ernwerter Kd.

Anmerkungen

  1. StaHi, Bestand 717, Nr. 1–8: Inventar Kampen, Nr. 513. Zu der Platte gehören noch die inschriftlosen Fragmente Nr. 518 und Nr. 519.
  2. Zeller in Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175f. verzeichnet die Platte als Bestand des Andreas-Museums; „nach Angaben von Herrn Oberbürgermeister Dr. Struckmann stammt der größere Teil der obigen Grabplatten vom ehemaligen Katharinenfriedhof vor dem Almstor.“ (Zitat ebd.).
  3. Gemessen wurde nur das Fragment mit der Inschrift.
  4. Wappen ? linksgewendet (drei Schrägbalken). Beschreibung nach Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175.
  5. Wappen ? (waagerechte Krebsschere, begleitet von drei Rosen 2:1, Helmzier zerstört). Die Beschreibung in Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175 lautet: „Salamander zwischen drei Blumen“. Eine senkrechte Krebsschere ohne begleitende Kugeln hat Schlotter als Wappen der stiftshildesheimischen Familie Schaare in Groß Elbe identifizieren können. Vgl. Hans Schlotter: Das stiftshildesheimische Bauerngeschlecht Schaare. In: Aus der Heimat. Beilage der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung, 56. Folge, 24. Dezember 1976, S. 55.

Nachweise

  1. Kd. Hildesheim, Kirchen, S. 175.
  2. Slg. Rieckenberg, S. 1*.

Zitierhinweis:
DI 58, Stadt Hildesheim, Nr. 406 (Christine Wulf), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di058g010k0040609.