Inschriftenkatalog: Stadt Einbeck

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 42: Einbeck (1996)

Nr. 138 St. Alexandri 1605

Beschreibung

Epitaph des Stiftskanonikers Andreas Meimberg. Sandstein mit Resten der farbigen Fassung. Der Mittelteil des Epitaphs besteht aus einem quadratischen Flachrelief, das von Säulen gerahmt wird. Rechts und links außen ist der Mittelteil von Rollwerk umgeben. Das Flachrelief zeigt Stifterfiguren unter dem Kreuz auf der Schädelstätte, links der Vater mit einem Sohn, rechts die Mutter mit drei Töchtern, das Kreuz mit Titulus A. Die Säulen tragen einen hohen Architrav, darauf in der Mitte eine Blumengirlande und an den Seiten je ein Wappen, in der Mitte darüber vor dem oberen Gesims ein Adler. Auf der Unterseite des Architravs ein Steinmetzzeichen (M18). Unterhalb des Mittelteils ein Fries mit der Inschrift B, der seitlich von vorspringenden Sockeln begrenzt wird, die die Säulen tragen. Den unteren Abschluß bildet eine von Rollwerk verzierte Kartusche, auf der sich die Inschrift B fortsetzt. Die Inschriften A und B sind erhaben vor vertieftem Hintergrund ausgeführt, wobei die Buchstabenzwischenräume im Bereich der beiden letzten Wörter von Inschrift B MEMENTO MORI nicht vollständig ausgemeißelt worden sind. Diese beiden Wörter sind durch eine ausgeprägte Schräglage der Buchstaben von der übrigen Inschrift abgehoben.

Maße: H.: 211 cm; B.: 157 cm; Bu: 2,2 cm (A), 3 cm (B), 2,8 cm (C).

Schriftart(en): Kapitalis.

DI 42, Nr. 138 - Einbeck, St. Alexandri - 1605

 Bildarchiv ADW Göttingen, Inschriftenkommission [1/2]

  1. A

    I · N · R · I

  2. B

    DER · ERWIRDIGER · FVRNEHMER · VND · WOLLG:/ELARTER · HERa) · ANDREAS · MEIMBERG · IST · 46 · IHAR · / DIESES · STIFFTS · / CANONIC(VS) · GEWESEN · SCH:/RETET · ZVR · DRITTEN · EHE · ZEUGED · MID · SEINER [........]b) HAVS · FRAVWEN · DER · // EDLEN · VND · TVGENDREICHEN · ELISABET · / GEBORN · VOM · WERDER · EINEN · SOHN · / DREI · TOCHDER · ENDSCHLEFT · SELICH · / IN · DER · NACHD · ZWISCHEN · DEN · 25 · / VND · 26 · SEPDEMBRIS · / ANNO · 1·6·0·5 / MEMENTO · / MORI

Wappen:
Meimberg1)Werder2)

Kommentar

Die G der Inschrift sind mit eingestellter Cauda ausgeführt, vgl. die Inschriften an der Ratsschule (Nr. 142).

Textkritischer Apparat

  1. HER] Fehlt Garbe.
  2. Die Inschrift ist an dieser Stelle getilgt. Garbe überliefert TEUWEREN.

Anmerkungen

  1. Wappen Meimberg (zwei Blütenstengel).
  2. Wappen Werder (nach rechts schreitendes gesatteltes Pferd).

Nachweise

  1. Feise, Allerlei Denkmäler, S. 59f.
  2. Garbe, Kirchen, S. 68.

Zitierhinweis:
DI 42, Einbeck, Nr. 138 (Horst Hülse), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di042g007k0013803.