Inschriftenkatalog: Stadt Düsseldorf

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 89: Stadt Düsseldorf (2016)

Nr. 183† Wittlaer, St. Remigius 1643

Die vorliegende Online-Katalognummer enthält eine im Vergleich zum gedruckten Band geänderte Angabe zu Erhaltung und Standort des Trägers sowie neu aufgenommene Angaben zu den Maßen. Einzelheiten dazu finden Sie am Ende des Artikels. [Dorthin springen]

Beschreibung

Grabkreuz. Das Kreuz befand sich 1945 „liegend auf der Kirchhofsmauer rechter Hand des Eingangs der katholischen Pfarrkirche in Wittlaer“; die dritte und vierte Zeile waren auf der linken Seite bereits beschädigt.1) Das Kreuz mit Sterbevermerk und Fürbitte ist heute verloren.

Nach Frechen. 2)

  1. A(nn)oa) 1643 / de(n) 15 / [M]artijb) starb / [Co]nrad Quirin / vo(n) Boch/umc) der / Seelen / Gott / gnade

Kommentar

Mitglieder der Familie Quirin ahm Endt zu Bockum bzw. Quirins sind im 17. Jahrhundert in Wittlaer belegt.3) Der Verstorbene konnte nicht nachgewiesen werden.

Textkritischer Apparat

  1. Kürzung durch hochgestelltes O mit Strich darüber.
  2. Bei Frechen mit –artÿ wiedergegeben.
  3. Von Frechen bereits mit der am Rand eingetragenen Erläuterung „= Bockum“ versehen.

Anmerkungen

  1. LAV NRW R, Nachlass Frechen, Inschriften H. 5, Bl. 239.
  2. Zur Übernahme der Angaben bei Frechen zu Schriftart, Zeilenwechsel, Abkürzungen und Worttrennern s. Kap. 3 der Einleitung.
  3. Strahl, Trauregister, Bd. 1,2, Teil B, S. 639 u. 1003.

Nachweise

  1. LAV NRW R, Nachlass Frechen, Inschriften H. 5, Bl. 239 (2. März 1945).
Addenda & Corrigenda (Stand 01. Juli 2020):

Das Grabkreuz wurde in der Zwischenzeit bei Gartenarbeiten auf einem Grundstück am Nagelsweg in Düsseldorf-Lohausen aufgefunden. Der Fund wurde in der Öffentlichkeit im April 2018 durch Zeitungsberichte bekannt (Rheinische Post vom 17. April 2018, online abrufbar unter: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/geheimnisvoller-grabstein-von-1643_aid-16576947; Rheinische Post vom 19. April 2018, online abrufbar unter: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/erste-hinweise-zur-herkunft-des-raetselhaften-grabsteins_aid-17142525; beide abgerufen am 08.04.2020). Seit 2019 steht das Kreuz außen auf dem auf der Südseite der Kirche St. Remigius in Düsseldorf-Wittlaer gelegenen Gelände in unmittelbarer Nähe zu dem Ort, an dem Franz Frechen es 1945 noch gesehen hat. Maße: H. 56,2 cm; B. 26, 1 cm (breiteste, heute erhaltene Stelle); Bu. 2,6 cm, 5 cm (Majuskeln).

Zitierhinweis:
DI 89, Stadt Düsseldorf, Nr. 183† (Ulrike Spengler-Reffgen), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di089d008k0018301.