Inschriftenkatalog: Stadt Düsseldorf

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 89: Stadt Düsseldorf (2016)

Nr. 76(†) † Schloss, heute teilweise Stadtmuseum 1585

Beschreibung

Ahnentafeln1) der adeligen Teilnehmer an den Turnieren, die anlässlich der sogenannten Jülicher Hochzeit 1585 zwischen Herzog Johann Wilhelm I. von Jülich-Kleve-Berg und Markgräfin Jakobe von Baden abgehalten wurden. Acht erhaltene Tafeln im Stadtmuseum Düsseldorf,2) Öl oder Tempera auf Holz; mehrfach restauriert, Zierrahmen jünger.3) Auf einigen Tafeln befinden sich, besonders im Bereich der Ahnenwappen, Fehlstellen in der Farbschicht.4) Neben sieben der erhaltenen Tafeln sind 59 weitere auf 11 der Kupferstiche von Hogenberg überliefert,5) die die ausführliche, von Dietrich Graminäus verfasste Beschreibung der Hochzeitsfeierlichkeiten6) illustrieren. Nach Graminäus wurden die Tafeln nach den Feierlichkeiten „zum mehremtheil“ in der Rüstkammer des Düsseldorfer Schlosses aufbewahrt.7) Im Jahre 1781 wurden bei einer Begehung des im Schloss untergebrachten, sehr vernachlässigten Landesarchivs auf dem Haupttisch noch „60 Stück auf Holz gemalter Wappen jener adelichen Geschlechter betroffen, welche im Jahre 1585 auf der sogenannten Jülichschen Hochzeit ihre Wappen präsentirt hatten“.8) Einige gelangten zwischen 1881 und 1892 in das Historische Museum der Stadt, heute Stadtmuseum,9) wo sich noch 1940 allerdings nur sieben Tafeln befanden.10)

Die Anordnung der Wappen ist auf allen Tafeln gleich. In einem ovalen Lorbeerkranz befindet sich in der Mitte das Vollwappen des Teilnehmers, begleitet von acht kleineren Vollwappen, heraldisch rechts vier der väterlichen und heraldisch links vier der mütterlichen Ahnen; unterhalb der Wappen in einem Rahmen jeweils die Namensbeischrift (A–I); unter dem Kranz in einem Nagelwerk-Rahmen die Präsentationsformel (J). Die bei den erhaltenen Tafeln oben in der Mitte des Kranzes in einem Rahmen angegebene Jahreszahl (K) fehlt auf den Kupferstichen. Die Stiche zeigen jeweils sechs Ahnentafeln, angeordnet zu je drei in zwei Reihen.

Sofern nicht erhalten, werden die Inschriften nach den Hogenbergschen Kupferstichen bei Graminäus ediert.11)

Die Reihenfolge folgt ihrer Anordnung auf den Kupferstichen, die gemäß der Zählung bei Graminäus bezeichnet sind. Um eine bessere Übersichtlichkeit zu gewährleisten, wird abweichend von der üblichen Verfahrensweise bei den nicht original erhaltenen Inschriften das Kreuz, das den Verlust anzeigt (†), hinter die Bezeichnung der Ahnentafel gesetzt, nicht hinter die Referenzbuchstaben der einzelnen Inschriften. Die Angaben zu den Besitzungen und Ämtern der einzelnen Teilnehmer sind der 2010 von Wieczorek/Gädtke vorgelegten Publikation12) über die Ahnentafeln sowie gegebenenfalls der ergänzend angegebenen Literatur entnommen; sie beziehen sich auf die Lebenszeit der jeweiligen Person und gelten nicht in allen Fällen bereits für das Jahr 1585.13) Ein Wappennachweis wird lediglich für das Wappen des Teilnehmers, nicht für jene der Ahnen erbracht. Die Angaben zu den Funktionen, die einzelne Turnierteilnehmer im Verlaufe der Hochzeitsfeierlichkeiten ausgeübt haben, beruhen auf den Angaben bei Graminäus zu den jeweiligen Ereignissen.

Maße: H. 71 cm, 63, 5 cm (ohne Rahmen); B. 51,5 cm, 42,5 cm (ohne Rahmen); 14) Bu. 0,3–0,5 cm (A–I), 0,7 (J), 0,7–0,9 cm (K).

Schriftart(en): Humanistische Minuskel mit Elementen der Cancelleresca italica.

DI 89, Nr. 76 - Stadtmuseum - 1585

 Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf (Stefan Arendt, LVR - Zentrum für Medien und Bildung) [1/9]

Kupferstich 14

Ahnentafel 1 †

  1. A   Recke  
    B−C   Recke   Ossenbrock  
    D−E   Hißfelt   Staell  
    F−G   Sprenge   Botzeler  
    H−I   Galen   Reck zur Kemnade  
    J   Dis seint meine Johan von der Reck1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Recke2)
Recke Ossenbroich
Hiesfeld Stael
Sprenge Boetzelaer
Galen Recke

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 18–21, bes. S. 20; vgl. auch Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 180, 246; Kloosterhuis, Erasmusjünger, S. 652: Johann von der Recke zu Kamen und Horst ist als klevischer Rat, Burgmann zu Kamen und Drost zu Dinslaken und Schermbeck nachweisbar. Er verstarb 1606. Nach Graminäus war er einer der 12 Fackelträger bei der Trauung und reichte bei der Hochzeitstafel das Handwasser. Außerdem wird er als Patrine beim Ringstechen, beim Quintanrennen und beim Fußturnier genannt, beim Ringstechen zudem als Türwärter des Herzogs bezeichnet. Johann war einer der Vertrauten des Jungherzogs Karl Friedrich, die an dessen Romreise teilnahmen und bei dessen Tod 1575 in Rom anwesend waren. Vgl. dazu Diedenhofen, Tod, S. 162.
  2. 2.Fahne I, S. 353.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Bodelenberg  
    B−C   Bodelenberg   Schoeler  
    D−E   Op dem berg   Herdt  
    F−G   Aldenbokum   Letmont  
    H–I   Eller   Mekeren  
    J   Dis seint meine Rutger von dem Bodlenberg gnant Kessel1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bottlenberg2)
Bottlenberg Schöller
Op dem Berg Heerde
Aldenbockum Letmathe
Eller Meeckeren

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 22–24, bes. S. 24; vgl. auch Fahne I, S. 45; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 454: Rutger von dem Bottlenberg gen. Kessel war bergischer Landrentmeister. Bei Graminäus wird er als Patrine beim Ringstechen genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 44; Müller-Westphal, Wappen, S. 98; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 453.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Syberg  
    B−C   Syberg   Romberg  
    D−E   Plettenberg   Huis  
    F−G   Vrede von Amcke   Vittinchouen  
    H−I   Fridach   Winckelhusen  
    J   Dis seint meine Jurgen Syberch zu Wisschelinck1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Syberg2)
Syberg Romberg
Plettenberg Hauss
Wrede zu Amecke Vittinghoff
Freytag Winkelhausen

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 25–27, bes. S. 26; vgl. auch Fahne II, S. 160; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 412: Jurgen (Georg) von Syberg zu Wischlingen wird bei Graminäus als Patrine beim Ringstechen genannt und auch beim Fußturnier erwähnt.
  2. 2.Fahne II, S. 152; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 411 u. 413.

Ahnentafel 4 †

  1. A   Anstenraet  
    B−C   Anstenraet   Marschereel  
    D−E   Printhagen   Oeya)  
    F−G   Grontzfelt   Berckel  
    H−I   Roslaerb)   Spiryncka)  
    J   Dis seint meine Casper Huin von Anstenraet1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Huyn von Amstenraedt2)
Huyn von Amstenraedt Maschereel
Printhagen Oye
Gronsfeld Berckel
Koslar Spiering

Anmerkungen

  1. a.Über dem y zwei Punkte.
  2. b.Vermutlich ein Lesefehler. Abgebildet ist das Wappen der Familie von Koslar, so dass Wieczorek/Gädtke Koslaer wiedergeben.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 28–30, bes. S. 29; vgl. auch Fahne I, S. 184: Caspar Huyn von Amstenraedt war von 1590 bis zu seinem Tod 1593 Amtmann zu Brüggen. Bei Graminäus wird er als Patrine beim Ringstechen und beim Quintanrennen genannt.
  4. 2.Fahne I, S. 184; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 626 mit Abb. der Tafel.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Horst  
    B−C   Horst   Benßuelt  
    D−E   Hauß   Batenberg  
    F−G   Boedberg   Nesselrodt  
    H−I   Groithaus   Dobbelstein  
    J   Dis seint meine Johan von der Horst zu Mulchauen1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Horst2)
Horst Binsfeld
Hauss (Bronckhorst-)Batenburg
Boedberg Nesselrode
Groithaus Dobbelstein

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 31–33, bes. S. 32; vgl. auch Fahne I, S. 176; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 769: Bei Oidtman wird Johann von der Horst zu Mydlinghoven als pfälzisch-jülicher Geheimer Rat und als Stallmeister sowie als Drost und Kämmerer zu Vlotho, verstorben 1638, angegeben. Er war nach Graminäus einer der 12 Fackelträger bei der Trauung.
  2. 2.Fahne I, S. 175; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 767; Müller-Westphal, Wappen, S. 477.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Leeradt  
    B−C   Leeradt   Wilich  
    D−E   Greyn   Gronstein  
    F−G   Bremt   Schenck  
    H−I   Ophem   Tengnaegell  
    J   Dis seint meine Winandt von Leeradt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Leerodt2)
Leerodt Wylich
Grein Gronstein
Brempt Schenk
Opheim Tengnagel

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 34–37, bes. S. 35; vgl. auch Fahne I, S. 243; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 9, S. 385; Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 58, 97: Winand von Leerodt zu Honsdorf, verstorben 1601, ist als Kämmerer Herzog Johann Wilhelms und Landhofmeister sowie Amtmann zu Windeck/Randerath nachweisbar. Nach Graminäus begleitete er den Bräutigam bei der Einholung der Braut und war Patrine beim Ringstechen und Quintanrennen. Winand wird mehrfach als fürstlicher Küchenmeister genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 242; Müller-Westphal, Wappen, S. 552; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 9, S. 380, ebd. S. 381 Abb. der Tafel.

Kupferstich 15

Ahnentafel 1 †

  1. A   Rombergh  
    B−C   Romberg   Hues  
    D−E   Die von Vittinckhouen genandt Nortkerke   Winckelhusen  
    F−G   Graue   Quadt  
    H−I   Bodelswing   Velbrugge  
    J   Jorgen von Romberch tzur Mussen1) furstlicher radt vnd stalmeister droste tzu Wetterenn  

         
Wappen:
Romberg2)
Romberg Hauss
Vittinghoff Winkelhausen
Graven Quadt
Bodelschwingh Velbrück

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 38–40, bes. S. 39; vgl. auch Fahne II, S. 122: Jürgen (Georg) von Romberg zu Massen, bei der Einholung der Braut als märkischer Rat, Stallmeister und Drost zu Wetter genannt, war einer der Verantwortlichen für die Organisation des gesamten Festes (vgl. dazu Rümmler, Hochzeit, S. 168, Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 272). Er hat sich als Mantenator beim Ringstechen, beim Quintanrennen und beim Balienrennen beteiligt und erhielt beim Quintanrennen den 3. Preis, beim Balienturnier den 1. Dank.
  2. 2.Fahne I, S. 365 (unter Rodenberg); ders., Westph. Geschlechter, S. 340.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Horst  
    B−C   Horst   Hauß  
    D−E   Hauß   Wittenhorst  
    F−G   Boedberg   Winckelhausen  
    H−I   Groethuiß   Paerls  
    J   Dis seint meine Johan von der Horst tzu der Roesouws1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Horst2)
Horst Hauss
Hauss Wittenhorst
Boedberg Winkelhausen
Groithaus Baerl (?)

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 41f., bes. S. 42; vgl. auch Fahne I, S. 176; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 770; ebd., Bd. 7, S. 701 Abb. der Tafel; Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 94, 100, 129, 586: Johann von der Horst zu Rosau, ein Vetter von Johann von der Horst zu Mydlinghoven (vgl. oben Kupferstich 14, Ahnentafel 5) und ein Sohn der Elisabeth vom Hauss und des Dietrich von Horst (vgl. Nr. 66), klevischer Marschall, war nach Graminäus der klevische Rat, der Jakobe in Himmelgeist empfing. Er ist zudem bei der Trauung als einer der 12 Fackelträger belegt und war Mantenator beim Ringstechen.
  2. 2.Fahne I, S. 175; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 767; Müller-Westphal, Wappen, S. 477.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Lulßdorp  
    B−C   Lulßdorp   Meller  
    D−E   Huldorp   Schlender  
    F−G   Flatten   Boderich  
    H−I   Bremt   Kuckem  
    J   Dis seint meine Henderich von Lulßdorp1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Lülsdorf2)
Lülsdorf Meller
Holtorp Schlenderhan
Vlatten Büderich
Brempt (Schadbroich gen. v.) Kuckem

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 43–46, bes. S. 46; vgl. auch Fahne I, S. 262; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 84: Heinrich von Lülsdorf war 1607–1611 Amtmann zu Linn. Bei Graminäus wird er bei der Einholung der Braut als Kredenzer genannt. Beim Ringstechen, bei dem er auch eine der beiden Sirenen dargestellt hat, erhielt er einen Preis. Einen 2. Preis errang er auch beim Quintanrennen, bei dem er ebenfalls an der Maskerade teilgenommen hat. Er wird auch bei den weiteren Turnieren erwähnt. Beim Begräbnis Herzog Wilhelms V. 1592 trug er die Fahne der Leibwache. Vgl. dazu Nr. 92.
  2. 2.Fahne I, S. 262; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 79 u. 83 (Abb. der Tafel).

Ahnentafel 4 †

  1. A   Ossenbroch  
    B−C   Ossenbroch   Bodlenberg gnant Schrirp  
    D−E   Eickell   Waldenberg gnant Schenkern  
    F−G   Stael von Holsteden   Hilbach  
    H−I   Elueruelt   Rädt tzu Rädt  
    J   Dis sein meine Johan von Ossenbrochs1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Ossenbroich2)
Ossenbroich Bottlenberg
Eickel Waldenburg
Stael Hilbach
Elverfeldt Raedt

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 47–49, bes. S. 48f.; vgl. auch Fahne I, S. 315; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 574. Zu weiteren Angaben zu Johann von Ossenbroich vgl. Nr. 126. Nach Graminäus stellte er beim Ringstechen eine der beiden Sirenen dar und gewann bei diesem Turnier auch einen Preis. Beim Quintanrennen wird er als Teilnehmer an der Maskerade genannt, beim Balienrennen als einer der Mantenatoren. Dort errang er ebenfalls einen Preis. Zuletzt hat er auch am Fußturnier teilgenommen.
  2. 2.Fahne I, S. 315; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 568, ebd. auch Abb. der Tafel.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Torck  
    B−C   Torck   Asbecke  
    D−E   Heick   Mechelen  
    F−G   Haike   Staell  
    H−I   Horst   Recke  
    J   Diderick Torck1) Rotger Torckes tzu Vorhelm herren tzu Almelo sein soen  

         
Wappen:
Torck2)
Torck Asbeck
Heick Mecheln
Haecke Stael
Horst Recke

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 50–52, bes. S. 51; vgl. auch Fahne II, S. 164: Bei Graminäus wird Diederich von Torck in der Liste der Turnierteilnehmer als Vorschneider genannt. Bei der Trauung war er einer der 12 Fackelträger, beim Ringstechen nahm er an der Maskerade als Mohr teil.
  2. 2.Fahne I, S. 428; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 476; Müller-Westphal, Wappen, S. 875.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Flodroff  
    B−C   Flodroff   Bylandt  
    D−E   Hoemen   Viermont  
    F−G   Harff   Schenck  
    H−I   Pallant   Pallant  
    J   Dis seint meine Wilhelm von Flodroff herr zu Loet1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Vlodorp2)
Vlodorp Bylandt
Hoemen (zu Odenkirchen) Virmond
Harff Schenk
Palant Palant

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 53–55, bes. S. 54; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 6, S. 65, zu seinem Testament ebd., S. 71: Wilhelm von Vlodorp, Herr zu Leut und Well, erhielt durch Heirat auch die Burg Fels und die Herrschaft Moerstorf im Herzogtum Luxemburg sowie das dortige Erbbanneramt. Nach Graminäus reichte er bei der Tafel am Abend des 16. Juni das Handwasser. Beim Ringstechen nahm er an der Maskerade teil, beim Quintanrennen wird er als einer der Mantenatoren genannt; zudem wird er auch beim Fußturnier erwähnt.
  2. 2.Müller-Westphal, Wappen, S. 350; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 6, S. 50; ebd., Bd. 17, S. 547 Abb. der Tafel.

Kupferstich 16

Ahnentafel 1 †

  1. A   Wachtendonck  
    B−C   Wachtendonck     Loe  
    D−E   Schenck     Neßelrodt  
    F−G   Horst     Wilich  
    H−I   Oest     Bolswinge  
    J   Dis sein meine Wilhelm von Wachtendonck1) acht anchen von vatter vnd muter  

         
Wappen:
Wachtendonk2)
Wachtendonk Loe
Schenk Nesselrode
Horst zu Horst Wylich
Oest Bodelschwingh

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 58–61, bes. S. 59; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 646: Wilhelm von Wachtendonk ist bereits wenige Monate nach der Hochzeit bei Zutphen gefallen. Bei Graminäus wird er als einer der 12 Fackelträger bei der Trauung genannt. Beim Ringstechen zog er als Teilnehmer der Maskerade in Jungfrauenkleidung auf; er errang beim Ringstechen einen 1. Preis. Beim Quintanrennen und beim Balienrennen nahm er an der Maskerade teil. Erwähnt wird er auch beim Fußturnier.
  2. 2.Fahne I, S. 440; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 636 u. 639.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Ense  
    B−C   Ense     Raesfelt  
    D−E   Randsteina     Schenckinck  
    F−G   Berninghausen     Wilich  
    H−I   Viermundt     Leitte  
    J   Dis seint meine Henrich von Ense1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Ense2)
Ense Raesfeld
Canstein Schencking
Berninghausen Wylich
Virmond Leithe

Anmerkungen

  1. a.Vermutlich falsch für Kandstein. Vgl. dazu das Wappen derer von Kanstein/Canstein auf dem Kupferstich und Fahne, Westph. Geschlechter, S. 239

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 62–64, bes. S. 63; vgl. auch Fahne II, S. 170: Heinrich von Ense zu Westerkotten war Drost zu Stromberg. Nach Graminäus war er einer der 12 Fackelträger bei der Trauung. Genannt wird er auch beim Ringstechen und beim Fußturnier.
  3. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 155; v. Spießen, Wappenbuch, Bd. 1, S. 47 u. Bd. 2, Tafel 113,3.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Palant  
       
    B−C   Palant     Garisen  
       
    D−E   Flodroffa     Flatten  
       
    F−G   Hompesch     Merode  
       
    H−I   Velbruggen     Humen  
       
    J   Johans von Palant herr zu Berg1) acht anchen  

         
Wappen:
Palant2)
Palant Gertzen
Vlodorp Vlatten
Hompesch Merode
Velbrück3) Hoemen

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 65–70, bes. S. 66f; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 662: Johann von Palant, Herr zu Nothberg, nahm nach Graminäus in „Persianer kleidung“ an der Maskerade beim Ringstechen teil, als Kreuzbrüdermönch beim Quintanrennen. Er nahm auch an den weiteren Turnieren teil und erhielt beim Balienrennen einen 4. Dank. Er verstarb 1591.
  2. 2.Fahne I, S. 326; Müller-Westphal, Wappen, S. 661; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 641 u. 643.
  3. 3.Die Wappen Velbrück und Hoemen sind auf dem Kupferstich vertauscht, die Namen stehen an der korrekten Stelle.

Ahnentafel 4 †

  1. A   Merode  
    B−C   Merode     Pallant  
    D−E   Brederoede     Culenburg  
    F−G   Hoorne von Gaesbeke     Lalain  
    H−I   Hoorne von Parwis     Von der Marck  
    J   Dis sein meine Philips von Merode herr zu Peterschem1) acht anchen von vatter vnd muter  

         
Wappen:
Merode2)
Merode Palant
Brederode Culemborg
Horn von Gaesbeek Lalaing
Horn von Parwys Mark

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 71–73, bes. S. 72; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 419 u. 474; besonders aber zu Philipp Die Reise des Philipp von Merode nach Italien und Malta 1586–1588. Das Tagebuch, hg. von Hans J. Domsta (Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit 12 = Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes 28), Düren/Münster i.W. 2007, S. 275–277; ebd. auch zu seinen zahlreichen Besitzungen: Philipp von Merode, Freiherr von Petersheim und Herr zu Diepenbeek, nahm nach Graminäus mit Flügeln und Totenkopf ausgestattet an der Maskerade beim Ringstechen teil. Er wird auch bei der Maskerade zum Quintanrennen sowie beim Fußturnier genannt. Von Oktober 1586 bis zum Februar 1588 unternahm er eine Reise nach Italien und Malta, über die das genannte Tagebuch vorliegt.
  2. 2.Fahne I, S. 363f.; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 397 u. 399; Müller-Westphal, Wappen, S. 588.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Haes zu Turnich  
    B−C   Haes zu Turnich     Wachtendonc  
    D−E   Hochsteden     Schenck  
    F−G   Quadt     Horst  
    H−I   Schramme von Hoeuen     Oest  
    J   Dis seint meine Arnoldt Haes zu Turnich1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Haes2)
Haes Wachtendonk
Hochsteden Schenk
Quadt Horst zu Horst
Horrem gen. Schramm Oest

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 74–77, bes. S. 75; vgl. auch Fahne I, S. 129; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 398. Weitere Angaben zu Arnold Haes zu Türnich unter Nr. 86. Nach Graminäus nahm er an der Maskerade beim Ringstechen als Amazone teil und war beim Quintanrennen einer der Venturierer, beim Balienrennen einer der Mantenatoren. Beim Balienrennen erhielt er einen 3., beim Fußturnier einen 2. Dank.
  2. 2.Fahne I, S. 129; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 392; Müller-Westphal, Wappen, S. 418.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Wachtendonck  
    B−C   Wachtendonck     Quadt  
    D−E   Fischenich     Frentz  
    F−G   Horst     Oirsbach  
    H−I   Brandtscheit     Segenhofen gnand Anstelt  
    J   Dis seint meine Johan von Wachtendonck1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Wachtendonk2)
Wachtendonk Quadt
Fischenich Raitz von Frentz
Horst zu Horst Orsbeck
Brandscheid Siegenhoven

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafel, S. 78–81, bes. S. 79; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 654: Johann von Wachtendonk zu Hülsdonk war Drost zu Oedt. Nach Graminäus nahm er an der Maskerade beim Ringstechen als Amazone teil. Auch beim Fußturnier wird er als Teilnehmer genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 440; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 636.

Kupferstich 17

Ahnentafel 1 †

  1. A   Schenck  
    B−C   Schenck     Pieck  
    D−E   Oest     Balueren  
    F−G   Leienbroch     Giessenberch  
    H−I   Tuissenbroich     Reimsdyck  
    J   Diß seint meine Arnoldt Schenck von Neideggen1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Schenk von Nideggen2)
Schenk von Nideggen Pieck
Oest Balveren
Leienbroch Giessenburg
Tüschenbroich Reimsdyck

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 84–86, bes. S. 85, vgl. auch Fahne II, S. 128; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 14, S. 77: Nach Graminäus nahm Arnold Schenk von Nideggen an der Maskerade beim Ringstechen als Amazone teil, zählte beim Quintanrennen zu den Venturiern und nahm auch am Fußturnier teil.
  2. 2.Fahne I, S. 384 (etwas abweichend); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 14, S. 68 u. 75.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Orßbach  
    B−C   Orsbach     Plettenberch  
    D−E   Brent     Ens  
    F−G   Kendenich     Roessen  
    H−I   Meraede     Reck  
    J   Dis seint meine Diederich von Orßbach1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Orsbeck2)
Orsbeck Plettenberg
Brent Ense
Kendenich Rossum
Merode Recke

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 87–90, bes. S. 89; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 536 u. 548f.: Nach Graminäus nahm Dietrich von Orsbeck (nach Wieczorek/Gädtke zu Hüsten und Niederberge, nach Schleicher zu Groß-Vernich und Jülicher Truchsess, verstorben 1614) als Amazone an der Maskerade beim Ringstechen teil. Beim Quintanrennen erhielt er einen 1. Preis. Teilgenommen hat er auch am Balienrennen.
  2. 2.Fahne I, S. 314; Müller-Westphal, Wappen, S. 655; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 522.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Nesselradt  
    B−C   Nesselrat     Bongardt  
    D−E   Palandt     Wachtendonck  
    F−G   Bernssaw     Eckeraed  
    H−I   Hanseler     Vißenich  
    J   Vnser beider gebruder Wilhelm vnd Bertherum von Neßelradt1) acht anchen von vatter vnd mutta)  

         
Wappen:
Nesselrode2)
Nesselrode Bongart
Palant Wachtendonk
Bernsau Eckeraed3)
Hanxler Fischenich

Anmerkungen

  1. a.Sic!

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafel, S. 91–93, bes. S. 92; vgl. auch Fahne II, S. 102; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 286, 288 u. 314f.; Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 469, 807; zu den Brüdern auch Kloosterhuis, Erasmusjünger, S. 632f. in der Kurzbiographie über ihren Vater: Wilhelm von Nesselrode, Herr zu Ehreshoven, Thum und Wegberg, war Amtmann von Windeck und Blankenberg, auch Jülicher Kanzler, Marschall, Rat, Hoftürwärter und Erbkämmerer des Herzogtums Berg. Sein Bruder Bertram ist 1586 und 1596 als Amtmann zu Windeck nachweisbar und war ebenso Jülicher Marschall. Nach Graminäus nahm Bertram als Jülicher Marschall und Amtmann zu Randerath an der Einholung der Braut teil und hatte zuvor den Tross zusammengestellt. Er wird beim Aufzug zum Ringstechen genannt sowie mehrfach bei den verschiedenen Turnieren und anderen Anlässen. Wilhelm war als bergischer Rat und Amtmann zu Blankenberg bei der Einholung der Braut zugegen und wird als Teilnehmer beim Fußturnier genannt.
  3. 2.Fahne I, S. 302; Müller-Westphal, Wappen, S. 634; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 262, ebd. auch Abb. der Tafel.
  4. 3.Bei Fahne I, S. 89 unter Eichenradt.

Ahnentafel 4 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2042

  1. A   Hatzfelt ·  
    B−C   Hatzfelt ·   Torck ·  
    D−E   Nesselraidt ·   Egmont .  
    F−G   Harff   Hemmert ·  
    H−I   Pallant ·   Flodorff ·  
    J   Dis Sein Meine Wilhelm van Hatzfelt1) · / Acht Anchen von Vatter vnd Muttera).  
    K   15.85b)  

         
Wappen:
Hatzfeldt-Wildenburg2)
Hatzfeldt-Wildenburg Torck
Nesselrode Egmond
Harff Hemert
Palant Vlodorp

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.Über der 1 ein Punkt.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafel, S. 94–96, bes. S. 95f.; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 663 u. S. 669 (Abb. der Tafel); Jens Friedhoff, Die Familie von Hatzfeldt. Adelige Wohnkultur und Lebensführung zwischen Renaissance und Barock (Vereinigte Adelsarchive im Rheinland e.V., Schriften 1), Düsseldorf 2004, S. 57f. und die Einträge im Register ebd., S. 657: Bei Graminäus wird Wilhelm von Hatzfeldt, Herr zu Wildenburg und Weisweiler, bei der Tischordnung als Vorschneider genannt, außerdem beim Aufzug zum Ringstechen und als Teilnehmer am Fußturnier. Wilhelm, der 1607 zum Amtmann von Düren und Nörvenich sowie vier weiterer Gerichte ernannt wurde und auch als Jülicher Rat und Stallmeister belegt ist, verstarb 1623. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6a (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 205; Müller-Westphal, Wappen, S. 422.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Pallandt  
    B−C   Pallant     Lierraet  
    D−E   Bronchorst vnd Batenborg     Wijlich  
    F−G   Alpen     Gryn  
    H−I   Harff     Gronstein  
    J   Dis seint meine Werners von Pallant1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Palant2)
Palant Leerodt
Bronckhorst-Batenburg Wylich
Alpen Grein
Harff Gronstein

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 97–100, bes. S. 98f.; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 670; Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 301: Werner von Palant war Burggraf von Alpen und Amtmann zu Wassenberg. Nach Graminäus nahm er als Kreuzbrüdermönch an der Maskerade zum Quintanrennen teil und wird auch als Teilnehmer beim Fußturnier genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 326; Müller-Westphal, Wappen, S. 661; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 11, S. 641 u. 643.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Gimmenich  
    B−C   Gimmenich     Bongart  
    D−E   Hochsteden     Wachtendonck  
    F−G   Buschfelt     Eckeraedt  
    H−I   Horch     Vißenich  
    J   Dis sein meine Adam von Gimmenich1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Gymnich2)
Gymnich Bongart
Hochsteden Wachtendonk
Buschfeld Eckeraed3)
Horrich Fischenich

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 101–104, bes. S. 102; vgl. auch Fahne I, S. 126; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 185: Adam von Gymnich, Herr zu Kettenheim, Vlatten und Heimerzheim, war Stallmeister, Jülicher Rat und Amtmann zu Millen und Born. Nach Graminäus gehörte er zum Gefolge bei der Einholung der Braut und nahm am Balienrennen und beim Fußturnier teil. Adam war ein Vetter der Brüder Johann und Werner von Gymnich (s. unten Tafel 22,4). Er verstarb nach 1633.
  2. 2.Fahne I, S. 126; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 172 u. 279; Müller-Westphal, Wappen, S. 372.
  3. 3.Bei Fahne I, S. 89 unter Eichenradt.

Kupferstich 18

Ahnentafel 1 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2046

  1. A   Quadta) .  
    B−C   Quadt ·     Plettenberg  
    D−E   Burscheit ·     Binßfeltb) ·  
    F−G   Winckelhausenc)     Eynenberg ·  
    H−I   Velbrucken     Nesselradt ·  
    J   Dis Sein Meine Bertran Quadta)1) Acht / Anchen. van Vatter vnd Mutter.  
    K   15 · 85  

         
Wappen:
Quadt2)
Quadt Plettenberg
Burscheid Binsfeld
Winkelhausen Eynenberg
Velbrück Nesselrode

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.ß nicht korrekt übermalt.
  3. c.a nach Korrektur aus o?

  4. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 106–109, bes. S. 107f.; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 12, S. 308: Bei Graminäus wird Bertram Quadt zu Eller und Velbrüggen unter den Kredenzern bei der Einholung der Braut genannt und als Teilnehmer am Fußturnier. Er verstarb 1599. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6c (I[rene] M[arkowitz]).
  5. 2.Fahne I, S. 341; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 12, S. 281f., ebd. S. 282 auch Abb. der Tafel.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Bongardt  
    B−C   Bongardt     Pallant  
    D−E   Maschereel     Hompeßh  
    F−G   Arkenteel     Rotzeler  
    H−I   Schonradt     Harff  
    J   Dis seint meine Wilhelm von dem Bongardt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bongart2)
Bongart Palant
Maschereel Hompesch
Arkenteel Roetzelaer
Schönrath Harff

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 110–113, bes. S. 111f.; vgl. auch Fahne I, S. 43; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 390; Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 6, 209: Wilhelm von dem Bongart zu Bergerhausen, Amtmann zu Grevenbroich, Gladbach und Heinsberg, war seit 1592 Jülicher Geheimer Rat und Kammermeister. Bei Graminäus wird er unter den Teilnehmern am Fußturnier genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 41; Müller-Westphal, Wappen, S. 94f. (Wappen 1); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 379.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Romberg  
    B−C   Romberg     Huiß  
    D−E   Vittinckhouen     Winckelhausen  
    F−G   Graue     Quadt  
    H−I   Bodelswinge     Velbruge  
    J   Dis seint meine Cort von Romberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Romberg2)
Romberg Hauss
Vittinghoff Winkelhausen
Graven Quadt
Bodelschwingh Velbrück

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 114–117, bes. S. 116; vgl. auch Fahne II, S. 122: Bei Graminäus wird Cort von Romberg zu Brüninghausen unter den Teilnehmern am Fußturnier genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 365 (= Rodenberg); ders., Westph. Geschlechter, S. 340.

Ahnentafel 4 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2038

  1. A   Bensfelt .  
       
    B−C   Bensfelt   Horst ·  
       
    D−E   Weienhorst ·   Gemnich ·  
       
    F−G   Benseraed .   Krummella) ·  
       
    H−I   Haell   Buschfelta) ·  
       
    J   Dis seint Meine Johan von Benßfelt1) .b)/
    acht Anchen von Vatter vnd Mutter.
     
       
    K   1585  

         
Wappen:
Binsfeld2)
Binsfeld Horst
Wyenhorst Gymnich
Bensraide Crümmel
Hall Buschfeld

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.Hinter dem Punkt ein Zeilenfüller aus fünf, 2:1:2 angeordneten Punkten.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 118–121, bes. S. 119; vgl. auch Fahne I, S. 31; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 104: Er ist bei Graminäus als Johann von Binsfeld, Herr zu Merzenich, in der Liste der zu den Turnieren gemeldeten Personen und unter den Teilnehmern beim Fußturnier genannt. Er oder Johann von Binsfeld zu Binsfeld (vgl. unten Kupferstich 22, Ahnentafel 2) zählte auch zu den 12 Fackelträgern bei der Trauung. Er verstarb 1603. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6b (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne I, S. 31; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 470 mit Abb. Tafel; Müller-Westphal, Wappen, S. 69 (alle mit Abweichungen); die korrekte Fassung Siebmacher Si 1 131. Zu „großer Willkür“ bei der Wappendarstellung Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 88.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Bylandt  
    B−C   Bylandt     Wachtendonck  
    D−E   Firmondt     Schenck  
    F−G   Arendael     Horst  
    H−I   Pallant     Oest  
    J   Dis seint meine Roelant von Bylandt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bylandt2)
Bylandt Wachtendonk
Virmond Schenk
Arenthal Horst zu Horst
Palant Oest

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 122–125, bes. S. 123; vgl auch Fahne I, S. 60; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 3, S. 233: Roland von Bylandt zu Halt und Spaldrop, Amtmann zu Gennep, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern beim Fußturnier genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 59 (ohne Abb.); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 3, S. 228.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Eller  
    B−C   Eller     Bellinckhusen  
    D−E   Quadt     Stael von holtstein  
    F−G   Oefft     Keppel  
    H−I   Erp     Arendael  
    J   Dis seint meine Adolff von Eller1) acha) anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Eller2)
Eller Bellinghausen
Quadt Stael
Oefte Keppel
Erp Arenthal

Anmerkungen

  1. a.t fehlt.

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 126–128 (mit anderer Ahnenfolge), bes. S. 127; vgl. auch Fahne I, S. 92; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 5, S. 156. Bei Graminäus wird Adolf von Eller zu Reuschenberg (bei Fahne „zu Bensberg“) als Teilnehmer beim Fußturnier genannt.
  3. 2.Fahne I, S. 91; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 5, S. 151 u. ebd., Bd. 17, S. 544 (dort auch Abb. der Tafel).

Kupferstich 19

Ahnentafel 1 †

  1. A   Recke  
    B−C   Recke     Quadt  
    D−E   Aßbecke     Frens  
    F−G   Heiden     Orßbach  
    H−I   Staell     Anstell  
    J   Dis seint meine Herman von der Recke1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Recke2)
Recke Quadt
Asbeck Raitz von Frentz
Heiden Orsbeck
Stael Anstel

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 130–132, bes. S. 131: Hermann von der Recke zu Hövel und Nette wird bei Graminäus unter den Teilnehmern beim Fußturnier genannt.
  2. 2.Fahne, Herren von Hövel, Bd. 1,2, S. 148 (das vermehrte Wappen, nicht Fahne I, S. 353).

Ahnentafel 2 †

  1. A   Boedberg  
    B−C   Boedberg     Bocholt  
    D−E   Anselradt     Merwick  
    F−G   Eyll     Horich  
    H−I   Printhagen     Dunck  
    J   Dis seint meine Arnoldt Boedberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Boedberg2)
Boedberg Bocholtz
Huyn von Amstenraedt Merwick
Eyll Horrich
Printhagen Donck

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 133–135, bes. S. 134; vgl. auch Fahne II, S. 21 u. 215; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 326: Arnold von Boedberg war Herr zu Haag und Trips und später geldrischer Erbmarschall. Bei Graminäus wird er im Gefolge bei der Einholung der Braut als Vorschneider genannt und unter den Teilnehmern des Fußturniers aufgeführt. Er verstarb 1613.
  2. 2.Fahne II, S. 21 (= Budberg); Müller-Westphal, Wappen, S. 85; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 323.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Bodelswing  
    B−C   Bodelswing     Wachtendonck  
    D−E   Stael von Holstein     Schenck  
    F−G   Raeßuelt     Horst  
    H−I   Gilsen     Oest  
    J   Vnsere Gißbert vnd Ernst gebruder von Bodelswing1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bodelschwingh2)
Bodelschwingh Wachtendonk
Stael Schenk
Raesfeld Horst zu Horst
Gilsen Oest

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 136–139, bes. S. 137; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 63: Gisbert, 1585 mit Mengede belehnt, verstorben 1618, und Ernst von Bodelschwingh, 1573 unter den Begleitern Herzog Wilhelms, werden bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 62.

Ahnentafel 4 †

  1. A   Schwanßbell  
    B−C   Schwansbell     Freidach  
    D−E   Beste     Buer  
    F−G   Ouelacker     Henefelt  
    H−I   Torck     Wickede  
    J   Dis seint meine Bernhardt von Schwanßbell1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Schwansbell2)
Schwansbell Freytag
Beesten Büren
Ovelacker Henefeld
Torck Wickede

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 140–142 mit geänderter Ahnenfolge, bes. S. 141; vgl. auch Fahne II, S. 135: Bernhard von Schwansbell wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne II, S. 134.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Hochsteden  
    B−C   Hochsteden     Hatzfelt  
    D−E   Horich     Harff  
    F−G   Randenrodt     Nesselrodt  
    H−I   Ellerborn     Pallandt  
    J   Dis seint meine Wernher von Hochsteden1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Hochsteden2)
Hochsteden Hatzfeldt-Wildenburg
Horrich Harff
Randerath Nesselrode
Ellerborn Palant

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 143–146, bes. S. 144; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 362: Werner von Hochsteden, Herr zu Siersdorf, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Er ist bereits 1588 verstorben.
  2. 2.Fahne I, S. 158; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 356; Müller-Westphal, Wappen, S. 463.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Sulen von Nyeuelt  
    B−C   Sulen von Nyeuelt     Boetzler  
    D−E   Dwenuoirt     Harff  
    F−G   Sulen von Nyeuelt     Schulenburg  
    H−I   Renes     Renes  
    J   Dis seint meine Jacob Sulen von Nyeuelt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Zuylen van Nijevelt2)
Zuylen van Nijevelt Boetzelaer
Duivenvoorde Harff
Zuylen van Nijevelt Schulenburg
Renesse Renesse

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 147–150, bes. S. 149; vgl. auch Fahne II, S. 152: Jakob Zuylen van Nijevelt wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 427 in Verbindung mit ebd. II, S. 152.

Kupferstich 20

Ahnentafel 1 †

  1. A   Russchenberch  
    B−C   Rußchenberch     Anselraet  
    D−E   Greyn     Masschereel  
    F−G   Neßelrodt     Printhagen  
    H−I   Speiß     Oey  
    J   Dis seint meine Emundt von Russchenbergh1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Reuschenberg2)
Reuschenberg Huyn von Amstenraedt
Grein Maschereel
Nesselrode Printhagen
Spies Oye

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 152–154, bes. S. 153; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 332; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 12, S. 700: Edmund von Reuschenberg zu Setterich, verstorben 1620, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 360; ders., Westph. Geschlechter, S. 331; Müller-Westphal, Wappen, S. 719; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 12, S. 692f.; ebd., S. 693 auch Abb. der Tafel.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Zweiuel  
    B−C   Zweiuell     Leutzenraed  
    D−E   Reffen     Scheiffert von Merodt  
    F−G   Plettenberg     Breidtbach  
    H−I   Hon     Gymmnich  
    J   Dis seint meine Wilhelm von Zweiuell1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Zweiffel2)
Zweiffel Lützenrath
Reven Scheiffart von Merode
Plettenberg Breidenbach
Hoen Gymnich

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 155–158, bes. S. 156; vgl. auch Fahne I, S. 466; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 298: Wilhelm von Zweiffel zu Wissen, ab 1591 auch zu Sülz, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 464f.; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 286f.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Wilich  
    B−C   Wilich     Millendonck  
    D−E   Boetzeler     Drakenfelz  
    F−G   Bylandt     Odenkirchen  
    H−I   Scheulenborch     Monfort  
    J   Dis seint Adolphen vnd Cracht von Wÿlich1) gebroderen acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Wylich2)
Wylich Millendonk
Boetzelaer Drachenfels
Bylandt (Hoemen zu) Odenkirchen
Schulenburg Montfort

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 159–162, bes. S. 160f; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 106: Adolf von Wylich, Herr von Diersfordt, war ab 1573 Kanoniker in Xanten, verließ aber den geistlichen Stand und war später klevischer Erbhofmeister. Bei dem bei Graminäus im Gefolge des Bräutigams bei der Einholung der Braut genannten Adolf von Wylich, klevischem Rat und Erbhofmeister, hat es sich wohl noch um den 1591 verstorbenen Vater (vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 161 u. 287) der beiden Turnierteilnehmer gehandelt. Graminäus nennt beide Brüder unter den Teilnehmern am Fußturnier.
  2. 2.Fahne I, S. 458; ders., Herren von Hövel, Bd. 1,2, S. 221 (jeweils mit abweichender Helmzier); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 101 u. 109 (Abb. der Tafel).

Ahnentafel 4 †

  1. A   Holttrop  
    B−C   Holttrop     Leychtenburch  
    D−E   Rußenberg     Eyß gnant bustall  
    F−G   Greÿn     Koßeler  
    H−I   Gripstwalt     Blaßberch  
    J   Dis seint meine Reinart von Holttorp1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Holtorp2)
Holtorp Lichtenberg
Reuschenberg Eyß gen. Beusdael
Grein Koslar
Gripswalde Blassenberg

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 163–165, bes. S. 164; vgl. auch Fahne I, S. 167 u. II, S. 63; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 560: Adolf Reinhard von Holtorp zu Irnich wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Er verstarb 1634.
  2. 2.Fahne I, S. 167; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 549f.; Müller-Westphal, Wappen, S. 473.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Recke  
    B−C   Recke     Schenckinck  
    D−E   Asbeck     Frise  
    F−G   Heyden     Hacke  
    H−I   Stael     Lanßberch  
    J   Dis seint meine Joist von der Recke1) acht anchen von vatter vna) mutter  

         
Wappen:
Recke2)
Recke Schencking
Asbeck Frese
Heiden Haecke
Stael Landsberg

Anmerkungen

  1. a.d fehlt.

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 166–168, bes. S. 167f.; vgl. auch Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 903: Joist von der Recke zu Heessen (Stadt Hamm) und Wulfsberg (Burg Wolfsberg, Lüdinghausen) bekam 1620 das Amt Mettmann übertragen; er verstarb 1621. Bei Graminäus wird Joist von der Recke, Herr zu Heessen, unter den 12 Fackelträgern bei der Trauung und unter den Teilnehmern am Fußturnier genannt.
  3. 2.Fahne, Herren von Hövel, Bd. 1,2, S. 148 (das vermehrte Wappen, nicht Fahne I, S. 353).

Ahnentafel 6 †

  1. A   Delwich  
    B−C   Delwich     Knippenborch  
    D−E   Wermiuchus zum Klusenstein     Westerholt  
    F−G   Plettenberch     Herberen  
    H−I   Wenth     Busch  
    J   Dis seint meine Melchior von Delwich tzu Delwich1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Delwig2)
Delwig Knippenberg
Werminghausen zu Clusenstein Westerholt
Plettenberg Herbern
Wendt Busche

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 169–171, bes. S. 170; vgl. auch Fahne II, S. 117: Melchior von Delwig zu Delwig wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 115; v. Spießen, Wappenbuch, Bd. 1, S. 38 u. Bd. 2, Tafel 94.

Kupferstich 21

Ahnentafel 1 †

  1. A   Drÿnborn  
    B−C   Drÿnborn     Hoen von Cartiels  
    D−E   Tegelen     Schlun  
    F−G   Eyll     Zenell  
    H−I   Weisschoppendorp     Brempt  
    J   Diß seint meine Alexander Drÿmborn1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Drimborn2)
Drimborn Hoen von Cartils
Tegelen Schlun3)
Eyll Zievel
Weißschopendorf Brempt

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 174–177, bes. S. 175f.; vgl. auch Fahne II, S. 33; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 4, S. 683; Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 528: Alexander von Drimborn war Jülicher Rat, klevischer Hofmeister und Amtmann zu Born. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 83; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 4, S. 680 u. ebd., Bd. 17, S. 539 (dort auch Abb. der Tafel).
  3. 3.So bei Fahne II, S. 131. Nach Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 8, S. 419, war ein Hoen von Cartils mit Maria von Hülsberg genannt Schaluyn verheiratet.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Aesweyn  
    B−C   Aesweyn     Broeckhausen  
    D−E   Vlft     Wyhe  
    F−G   Genth     Oppÿnen  
    H−I   Gramsberg     Tyngnacgell  
    J   Dis seint meine Statius Aßwyn heerr zu Gramsberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Aeswijn2)
Aeswijn Broeckhuysen
Ulft Weihe
Gent Oppinen
Gramsbergen Tengnagel

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 178–180, bes. S. 179; vgl. auch Fahne II, S. 3: Statius von Aeswijn, Herr zu Gramsbergen, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne II, S. 3 u. 210.

Ahnentafel 3 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2045

  1. A   Nieuenhoffa) / gnant Ley ·  
    B−C   Nieuenhoffa) gnant / Ley   Quade ·  
    D−E   Staell. von Holtstein   Adeleussen ·  
    F−G   Loe ·   Winckhausen  
    H−I   Herrinck   Hochsteden  
    J   Dis Sein Meine Wilhelm von Nieuenhoffa)1) · gnant / Leij · zua) Eybach · acht Anchen von Vatter vnd Mutter.  
       
    K   1585b) ·  

         
Wappen:
Neuhoff gen. Ley2)
Neuhoff gen. Ley Quadt
Stael Adelebsen
Loe Winkelhausen
Hering Hochsteden

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.Über der 1 ein Punkt.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 181–183, bes. S. 182; vgl. auch Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 105, 1173: Wilhelm von Neuhoff gen. Ley zu Eibach, später bergischer Marschall und Amtmann zu Steinbach, wird als Wilhelm von der Ley bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6d (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne I, S. 303; ders., Herren von Hövel, Bd. 1,2, S. 120.

Ahnentafel 4 †

  1. A   Cortenbach  
    B−C   Cortenbach     Hoen von Cartiels  
    D−E   Hanseler     Horiaen  
    F−G   Horiaen     Sugradt  
    H−I   Randenraed     Bosch  
    J   Dis seint meine Wilhelm von Cortenbach1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Cortenbach2)
Cortenbach Hoen von Cartils
Hanxler Horion
Horion Segerode/Segroid
Randerath Bosch/Busch (?)

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 184–187, bes. S. 185f.; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 4, S. 162: Wilhelm von Cortenbach besaß Haus Cortenbach. Er wird bei Graminäus im Gefolge des Bräutigams bei der Einholung der Braut unter den Kredenzern genannt, außerdem unter den Teilnehmern des Fußturniers.
  2. 2.Fahne I, S. 69, die Tafel bei Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 4, S. 148 u. ebd., Bd. 17, S. 530; Müller-Westphal, Wappen, S. 191.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Furstenberg  
    B−C   Furstenberg     Recke  
    D−E   Genth     Recke  
    F−G   Witten     Aldenbokum  
    H−I   Rossum     Langen  
    J   Dis seint meine Jobstt von Furstenberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Fürstenberg2)
Fürstenberg Recke
Gent Recke
Witten Aldenbockum
Rossum Langen

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 188–190, bes. S. 189; vgl. auch Fürstenbergsche Geschichte, bearb. von Friedrich von Klocke/Gerhard Theuerkauf/Clemens Steinbicker, Bd. 2, Münster/Westf. 1971, S. 138–140: Jobst von Fürstenberg, Herr zu Neheim und Senden, widmete sich ab 1590 einer militärischen Karriere. 1595 ist er als Rittmeister des Bischofs von Paderborn nachweisbar, ab 1596 als Oberstleutnant. Befehligte Truppen des Niederrheinisch-Westfälischen Kreises im Türkenkrieg und starb 1596 während des Feldzuges in Wien. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt, bei dem er den 3. Preis gewinnt.
  2. 2.Fahne I, S. 106; ders., Westph. Geschlechter, S. 167.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Ouelacker  
    B−C   Oeuelacker     Syberg  
    D−E   Selbach     Heyden  
    F−G   Berinchusen     Munckart  
    H−I   Hauekesche     Linttlen  
    J   Dis seint meine Diderich Oeuelacker zu Wyßlinck1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Ovelacker2)
Ovelacker Syberg
Selbach Heiden
Berninghausen Munckart
Hafkenscheid Lintelo

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 191–194, bes. S. 192f.; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 314; Füchtner/Preuss, Inventar, Nrn. 1173, 1554: Dietrich von Ovelacker, Herr zu Wischlingen, Hemern, Grimberg und Nordlünern, war Stallmeister, märkischer Rat und Drost zu Altena und Iserlohn. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Dietrich verstarb 1633.
  2. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 312; Müller-Westphal, Wappen, S. 657.

Kupferstich 22

Ahnentafel 1 †

  1. A   Heyden  
    B−C   Heyden     Hordt  
    D−E   Plettenberg     Haobergh  
    F−G   Lynteloe     Nesselrodt  
    H−I   Meraedt     Schungell  
    J   Dis seint meine Berchardt von Heyden1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Heiden2)
Heiden Hörde
Plettenberg Hoberg
Lintelo Nesselrode
Merode (Bockenförde gen.) Schüngel

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 196–199, bes. S. 197f.; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 57: Bernhard von Heiden, Herr von Bruch und Schönrath und Drost zu Lippe, ist wohl am 22. Juli 1616 mit seinem ältesten Sohn in der Ruhr ertrunken. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 144; ders., Westph. Geschlechter, S. 211.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Binßfelt  
    B−C   Binsfelt     Gertzen  
    D−E   Nesselrodt     Vlatten  
    F−G   Brunckhorst Batenberg     Merode  
    H−I   Dobbelstein     Velbruick  
    J   Dis seint meine Johan von Binßfelt zu Bintzfelt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Binsfeld2)
Binsfeld Gertzen
Nesselrode Vlatten
Bronckhorst-Batenburg Merode
Dobbelstein Velbrück

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 200–203, bes. S. 202; vgl. auch Fahne I, S. 31; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 98; Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 902: Bei Graminäus wird Johann von Binsfeld zu Binsfeld unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Er oder Johann von Binsfeld zu Merzenich (vgl. oben Kupferstich 18, Ahnentafel 4) zählte auch zu den 12 Fackelnträgern bei der Trauung. Der 1565 geborene Johann war seit 1599 Amtmann zu Nideggen, später auch zu Zülpich. Schleicher nennt ihn auch als kurpfälzisch-neuburgischen Geheimen Rat und Kammerherrn. Er verstarb 1627. Zum Epitaph der Familie in der Kirche zu Binsfeld vgl. Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren, bearb. von Paul Hartmann/Edmund Renard (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz 9,1), Düsseldorf 1910, S. 31f.
  2. 2.Fahne I, S. 31; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 17, S. 470; Müller-Westphal, Wappen, S. 69 (alle mit Abweichungen); die korrekte Fassung Siebmacher Si 1 131. Zu „großer Willkür“ bei der Wappendarstellung Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 88.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Winckelhusen  
    B−C   Winckelhusen     Ketteler  
    D−E   Flodorff     Besten  
    F−G   Velbruck     Hartzfelt  
    H−I   Scheffardt     Diepenbrock  
    J   Dis seint meine Wilhelm von Winckelhausen1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Winkelhausen2)
Winkelhausen Kettler
Vlodorp Beesten
Velbrück Hatzfeldt-Wildenburg
Scheiffart von Merode Diepenbrock

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 204–207, bes. S. 205f.; vgl. auch Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 16, S. 582: Wilhelm von Winkelhausen, Herr zu Winkelhausen, wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Er verstarb am 11. Februar 1638. Angaben zu einer in Düsseldorf an einem nicht näher bezeichneten Ort befindlichen Grabplatte oder einem Epitaph mit Sterbevermerk und 16facher Ahnenprobe des W. von Winkelhausen, Kalkum und Morp finden sich bei van Spaen in Hoge Raad van Adel, Collectie van Spaen, Nr. 74-C, fol. 23v. Die Ahnenproben stimmen überein.
  2. 2.Fahne I, S. 458 (ohne Abb.); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 16, S. 578.

Ahnentafel 4 †

  1. A   Gemmenich  
    B−C   Gemmenich     Gartzen  
    D−E   Hochsteden     Flatten  
    F−G   Buschfelt     Merode  
    H−I   Horich     Velbruggen  
    J   Dis seint Johan vnd Werner von Gemmenich1) beide gebroder zu Vischel acht anchen  

         
Wappen:
Gymnich2)
Gymnich Gertzen
Hochsteden Vlatten
Buschfeld Merode
Horrich Velbrück

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 208–211, bes. S. 209f.; zu beiden Brüdern vgl. auch Fahne I, S. 126; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 186f. u. in den Regesten ebd., S. 280ff.; zu Johann Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 925: Johann von Gymnich, Herr zu Vischel und Mörmter, war 1589 Amtmann zu Altenahr. Er verstarb 1626. Beide Brüder werden bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt; allerdings dort als „Werner von Gymmenich in der Wischel“ und „Johan von Gymmenich“. Sie waren Vettern des Adam von Gymnich (s. oben Kupferstich 17, Ahnentafel 6).
  2. 2.Fahne I, S. 126; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 172; Müller-Westphal, Wappen, S. 372.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Bylandt  
    B−C   Bylandt     Hauß  
    D−E   Nesselrodt     Wittenhorst  
    F−G   Schenck     Winckelhausen  
    H−I   Brempt     Paerles  
    J   Dis seint meine Heindrich von dem Bijlant zu Walbeck1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bylandt2)
Bylandt Hauss
Nesselrode Wittenhorst
Schenk Winkelhausen
Brempt Baerl ?

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 212–215, bes. S. 214; vgl. auch Fahne I, S. 60; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 3, S. 233: Heinrich von Bylandt zu Walbeck wird bei Graminäus unter den 12 Fackelträgern bei der Trauung und unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 59; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 3, S. 231.

Ahnentafel 6 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2043

  1. A   Kalle  
    B−C   Kalle ·   Torck ·  
    D−E   Dudinck ·   Heiden ·  
    F−G   Daell .   Frÿdag .  
    H−I   Witten .   Lyntelo ·  
    J   Dis Sein Meine Dael von Kalle zua) Dael1) · / Acht Anchen von Vatter vnd Mutter ·  
    K   1·5.85  

         
Wappen:
Kalle zu Dael2)
Kalle zu Dael Torck
Dudinck Heiden
Dael Freytag
Witten Lintelo

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 216–219, bes. S. 217; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 94: Falls der Vorname nicht versehentlich falsch geschrieben wurde, war Dael von Kalle ein Verwandter des „Hupert Kall zu Dael“, der bei Graminäus in der Liste der Turnierteilnehmer geführt und unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt wird. Humbrecht von Kalle war 1592 Drost zu Lünen und verstarb 1619. Vgl. jedoch auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443, Nr. G 6g (I[rene] M[arkowitz]), wo der auf der Ahnentafel Genannte ohne Erläuterung als „Hubert von Kalle zu Dael“ aufgeführt ist.
  3. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 94.

Kupferstich 23

Ahnentafel 1 †

  1. A   Dunglen  
    B−C   Dunglen     Rhemen  
    D−E   Bylandt     Houelich  
    F−G   Castel     Depenbroick  
    H−I   Blitterswick     Eyll  
    J   Dis seint meine Rutger von Dunglen1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Dungeln2)
Dungeln Rhemen
Bylandt Hoevelich
Castel (?) Diepenbrock
Blitterswick Eyll

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 222–224, bes. S. 223; vgl. auch Fahne, Westph. Geschlechter, S. 143: Rutger von Dungeln zu Dahlhausen wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 142.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Schuler  
    B−C   Schuler   Quadt  
    D−E   Herdt   Palant  
    F−G   Ledtmondt gnandt Kuilinck   Plettenberg  
    H−I   Mekeren   Horst zu Horst  
    J   Dis seint vnser beider gebrudern Rutger vnd Eherhart von Schuler1) acht anchen  

         
Wappen:
Schöller2)
Schöller Quadt
Heerde Palant
Letmathe Plettenberg
Meeckeren Horst zu Horst

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 225–229, bes. S. 227f.; vgl. auch Fahne I, S. 392: Wilhelm Rutger von Schöller zu Schöller und Eberhard von Schöller zu Veynau werden bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 392.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Niewenhoff  
    B−C   Niewenhoff   Quadt  
    D−E   Robbenraeda   Bortscheit  
    F−G   Steck   Winckelhausen  
    H−I   Galen   Veltbrug  
    J   Dis seint meine Georg von Newenhoff1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Neuhoff2)
Neuhoff Quadt
Cobbenrod Burscheid
Stecke Winkelhausen
Galen Velbrück

Anmerkungen

  1. a.Falsch für Cobbenraed. Vgl. dazu die Angaben zu dem Wappen bei Fahne, Westph. Geschlechter, S. 108.

  2. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 230–233, bes. S. 231f.: Georg von Neuhoff war Herr zu Elbroich. Sein Bruder Steffen war als Küchenmeister auf der Hochzeit zugegen. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  3. 2.Fahne I, S. 303; ders., Herren von Hövel, Bd. 1,2, S. 120 (jeweils mit abweichender Helmzier).

Ahnentafel 4 †

  1. A   Mirbich  
    B−C   Mirbich   Newkirchen  
    D−E   Quernheim   Epsendorff  
    F−G   Hochsteden   Spannerbock  
    H−I   Gewenich   Huls  
    J   Dis seint meine Iohan von Mirbich1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Mirbach2)
Mirbach Neukirchen
Quernheim Epsendorf
Hochsteden Spannerbock
Geuenich Hüls

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 234–236, bes. S. 235f.; vgl. auch Fahne I, S. 284 u. II, S. 96; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 748: Johann von Mirbach war Herr zu Tichelen, Steprath, Stockheim, Niedermertz und Glehn und klevischer Türhüter. Er verstarb 1604. Bei Graminäus wird er unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 284; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 10, S. 732; Müller-Westphal, Wappen, S. 605f.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Schenck  
    B−C   Schenck   Anstenraedt  
    D−E   Flodorff   Masschereel  
    F−G   Oest   Printhagen  
    H−I   Stammen   Oey  
    J   Dis seint meine Christoffel Schenck von Neydeggen zu Hillenradt1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Schenk von Nideggen2)
Schenk von Nideggen Huyn von Amstenraedt
Vlodorp Maschereel
Oest Printhagen
Stammheim Oye

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 237–240, bes. S. 238; vgl. auch Fahne I, S. 384 mit den Lebensdaten 1561–1604; ebd. II, S. 128; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 14, S. 76 als 1624 verstorben: Christoff Schenk von Nideggen war Herr zu Hillenrath. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 384; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 14, S. 68.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Harff  
    B−C   Harff   Horst  
    D−E   Plettenberch   Schal von Beell  
    F−G   Quadt   Gymmenich  
    H−I   Binsfelt   Von Roetgen  
    J   Dis seint meine Anthon von Harff1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Harff2)
Harff Horst
Plettenberg Schall
Quadt Gymnich
Binsfeld Rötgen3)

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 241–244, bes. S. 242f., vgl. auch Fahne I, S. 139; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 588; Füchtner/Preuss, Inventar, Nr. 678: Anton von Harff, Herr zu Alsdorf und Hürth, verfügte noch über weiteren Besitz. Er war Jülicher Rat und Erbhofmeister und Amtmann zu Bergheim. Bei Graminäus wird er unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 138; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 7, S. 567; Müller-Westphal, Wappen, S. 411.
  3. 3.Vgl. dazu Fahne II, S. 123. Nach Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 244 Engelsdorf gen. Merötgen, die jedoch nach Fahne I, S. 94 ein anderes Wappen führten.

Kupferstich 24

Ahnentafel 1 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2047

  1. A   Streithagen  
    B−C   Streithagen ·   Hauert ·  
    D−E   Leick ·   Osen ·  
    F−G   Hartman ·   Driesch ·  
    H−I   Bucka) ·   Vels Genant / Bemelen  
    J   Dis Sein Meine Wilhelm von Streithagen1) ·/ Acht Anchen von Vatter vnd Muttera) · b)  
    K   1585.  

         
Wappen:
Streithagen2)
Streithagen Havert
Leick Osen
Hartman Driesch
Bock (von Pattern) Veels gen. Bemelen

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.Es folgt ein Zeilenfüller aus einem Doppelpunkt und Punkt auf Zeilenmitte.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 246–248, bes. S. 247; ausführlich dies., Die Aufschwörtafel des Wilhelm von Streithagen. Versuch einer neuen Deutung, in: MWGFk 42 (2005/2006), S. 168–174. Vgl. auch Fahne I, S. 425; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 350 u. 353: Wilhelm von Streithagen war Herr zu Ursfeld. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6f. (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne I, S. 425; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 15, S. 345; Müller-Westphal, Wappen, S. 862.

Ahnentafel 2 †

  1. A   Loe  
    B−C   Loe   Haßenkamp  
    D−E   Ghesteren   Voß  
    F−G   Sienes   Aldenbokum  
    H−I   Keldunck   Hege  
    J   Dis seint meine Wilhelm von Loe1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Loe2)
Loe Hasenkamp
Geistern Voß
Sienes (gen. Seines) Aldenbockum
Keldunc Hege

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 249–251, bes. S. 250: Wilhelm von Loe war Herr zu Overdyck. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 256; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 9, S. 696.

Ahnentafel 3 †

  1. A   Romberg  
    B−C   Romberg     Harff  
    D−E   Hueß     Plettenberg  
    F−G   Vittinchouen     Quadt  
    H−I   Winckelhusen     Binsueldt  
    J   Dis seint meine Bernart von Romberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Romberg2)
Romberg Harff
Hauss Plettenberg
Vittinghoff Quadt
Winkelhausen Binsfeld

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 252–254, bes. S. 253: Bernhard von Romberg zu Massen war Drost zu Wetter und Iserlohn. Vgl. ebd., S. 253. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne I, S. 365 (= Rodenberg); ders., Westph. Geschlechter, S. 340.

Ahnentafel 4 = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2041

  1. A   Gertzen gnant / Sindzigh.    
    B−C   Gertzen gn(an)t Sindzigh   Pallandt ·  
    D−E   Nesselraedt ·   Krummell ·  
    F−G   Meraedt ·   Alpen ·  
    H−I   Bergell.   Brendt ·  
    J   Dis Seint Meine Hubrichta) Luttera) von
    Gertzen / Gnant Sindzigh1) · acht Anchen von Vatter vnd Muttera).
     
    K   15.85b) ·  

         
Wappen:
Gertzen gen. Sintzig2)
Gertzen gen. Sintzig Palant
Nesselrode Crümmel
Merode Alpen
Birgel Brent

Anmerkungen

  1. a.Diakritisches Zeichen über u.
  2. b.Über der 1 ein Punkt.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 255–263, bes. S. 261; vgl. auch Fahne I, S. 109; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 6, S. 410: Hubricht Lutter/Hubert Lothar von Gertzen wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6e (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne I, S. 109 u. II, S. 46; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 6, S. 407; Müller-Westphal, Wappen, S. 367.

Ahnentafel 5 †

  1. A   Bongart  
    B−C   Bongart     Speiß  
    D−E   Maßchereel     Quadt  
    F−G   Arckenteel     Orßbach  
    H−I   Schonrdt     Meraede  
    J   Dis seint meine Werner von den Bongart1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Bongart2)
Bongart Spies
Maschereel Quadt
Arkenteel Orsbeck
Schönrode Merode

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 264–267, bes. S. 265; vgl. auch Fahne I, S. 43; Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 387: Werner von Bongart, Herr zu Paffendorf, Winandsrath, Moerstorf, Feltz und Beffort, wurde am 16. Dezember 1629 zum Freiherrn erhoben. Er war Erbkämmerer von Luxemburg und Chiny, Jülicher Erbkämmerer und Amtmann zu Caster. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt. Werner verstarb 1643. Der bei der Einholung der Braut an 1. Stelle unter den Jülicher Räten genannte Werner von Bongart war sein Vater, der als Landhofmeister gemeinsam mit fünf weiteren Inhabern von Ämtern am Hofe für die Organisation der Feierlichkeiten verantwortlich war. Vgl. dazu Rümmler, Hochzeit, S. 168; Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 12.
  2. 2.Fahne I, S. 43 (ohne Abb.); Müller-Westphal, Wappen, S. 94f. (Wappen 1); Schleicher, Slg. Oidtman, Bd. 2, S. 379.

Ahnentafel 6 †

  1. A   Aßcheberg  
    B−C   Asscheberg     Recke  
    D−E   Pykenbroch     Asbeke  
    F−G   Lanßberg     Hoyden  
    H−I   Hameren     Morijren  
    J   Dis seint meine Heydenrich von Asscheberg1) acht anchen von vatter vnd mutter  

         
Wappen:
Ascheberg2)
Ascheberg Recke
Piekenbrock Asbeck
Landsberg Heiden
Hamern Morrien

Anmerkungen

  1. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 268–270, bes. S. 269: Heidenreich von Ascheberg ist Herr zu Byink gewesen. Vgl. ebd., S. 269. Er wird bei Graminäus unter den Teilnehmern des Fußturniers genannt.
  2. 2.Fahne, Westph. Geschlechter, S. 27.

Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. B 2044

  1. A   Ketler ·  
    B−C   Ketler ·   Schenck ·  
    D−E   Nesselradt ·   Schell ·  
    F−G   Bronckhorst vnd / Batenborch ·   Leÿenbroch ·  
    H−I   Bergell ·   Reck ·  
    J   Dis Sein Meine Henricha) Ketler.1) Acht / Anchen von Vatter vnd Mutterb)  
    K   1 · 58 · 5 ·  

         
Wappen:
Kettler2)
Kettler Schenk
Nesselrode Schell
Bronckhorst-Batenburg Leienbroch
Birgel Recke

Anmerkungen

  1. a.H mit nach unten ausgebuchtetem Balken.
  2. b.Diakritisches Zeichen über u. Es folgt ein Zeilenfüller aus drei Punkten, die 2:1 angeordnet sind.

  3. 1.Vgl. Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 271–274, bes. S. 272f.: Heinrich von Kettler war herzoglicher Rat und Kammerherr. Vgl. auch Kat. Land im Mittelpunkt, S. 443 Nr. G 6h (I[rene] M[arkowitz]).
  4. 2.Fahne I, S. 222.

Eine paläographische Beurteilung der acht im Original vorhandenen Tafeln wird erschwert durch die bislang nicht befriedigend geklärten Fragen nach Übermalungen und Restaurierungen15) sowie durch die unterschiedlichen Textmengen, die in den einzelnen Rahmen untergebracht werden mussten.

Die Schrift ist nicht sehr sorgfältig ausgeführt. Häufig ragen Ober- und Unterlängen einzelner Buchstaben in den Rahmen hinein. Ebenso reichen bei längeren Namen einzelne Buchstaben über den vorgesehenen Platz hinaus in die Rahmen. Die Schrift weist insgesamt runde Buchstabenformen auf; sie zeigt einige wenige Merkmale der Antiqua, wie sie im Kanzleigebrauch als Cancelleresca italica verwendet wurde,16) und ist nicht durchgehend, aber häufig leicht nach rechts geneigt. Die Gestaltung der Buchstaben ist nicht einheitlich. Auch innerhalb derselben Tafel werden einzelne Buchstaben unterschiedlich ausgeführt. So findet sich z. B. auf den Tafeln für Wilhelm von Neuhoff gen. Ley und Hubricht Lutter von Gertzen g mit geschlossenem oberen Bogen, Schaft und nach links gewendetem unteren Bogen neben g mit geschlossenem oberen Bogen, nach rechts angesetztem Haken und offenem unterem Bogen. h begegnet sowohl mit geradem Schaft als auch mit nach rechts umgebogenem oberen Schaftende, teilweise zu einer kleinen Schlinge geschlossen. Das untere Bogenende ist regelmäßig unter die Grundlinie verlängert und nach links gebogen. Bei A (nahezu durchgehend mit schrägem linken und geradem rechten Schaft) und M ist das linke Schaftende unter die Grundlinie verlängert und zumeist leicht gebogen. Schaft-s und f reichen deutlich unter die Grundlinie. V ist oval mit nach links gebogenem rechten Bogenende und waagerechtem Anstrich am linken Bogenende ausgeführt, v mit schrägem Linksschaft, der über das Mittelband hinausreicht und nach links umgebogen wird, sowie gerundetem Rechtsschaft, der oben nach links umgebogen ist, in vielen Fällen bis an den linken Schaft reichend. Häufig ist u mit einem kleinen Bogen als diakritischem Zeichen versehen. Deutlich von den übrigen Tafeln hebt sich die Präsentationsformel auf jener für Wilhelm von Neuhoff gen. Ley ab. So ist statt des verschränkten ein W ausgeführt, bei dem die beiden mittleren Schäfte eine Schlinge bilden; ebenso weisen bei rundem E der mittlere Balken und bei L der links überstehende Balken eine kleine Schlinge auf. Das z ist nicht wie auf den anderen Tafeln zweistöckig, sondern einstöckig mit schräg nach rechts unten gezogenem unterem Balken ausgeführt.

Der einheitliche Aufbau der Tafeln sowie die anschließende Aufbewahrung im Schloss erlauben den Schluss, dass sie in derselben Werkstatt im Auftrag des Hofes hergestellt wurden.17) Die Abweichungen im Schriftbild sind möglicherweise auch darauf zurückzuführen, dass an der Ausführung mehrere Personen beteiligt waren.

Ein Vergleich der im Original erhaltenen Ahnentafeln mit den entsprechenden Abbildungen auf den Hogenbergschen Kupferstichen18) zeigt, dass die Wappen und der Wortlaut der Inschriften relativ sorgfältig wiedergegeben wurden. Festzustellen sind jedoch die in der kopialen Überlieferung häufig auftretenden Abweichungen in der Orthographie. Die Kupferstiche geben mithin die für die Ahnenprobe relevanten Angaben getreu wieder. Sie zeigen aber nicht je sechs Tafeln nebeneinander, sondern sechs Kränze, die sich an ihren Rändern berühren. Abweichungen finden sich auch in der Abbildung des Lorbeerkranzes, insbesondere bei den Binden, und in der Gestaltung des Schildes mit der Präsentationsformel. Diese betreffen aber nicht den Wortlaut der Inschriften. Auch fehlen jeweils am oberen Ende des Kranzes das Schild mit der Jahreszahl sowie die Zierbänder in den vier Ecken der Holztafeln. Außerdem stehen die Namen unter den Wappen der Ahnenprobe nicht auf einem kleinen Schild wie bei den Holztafeln, ein Unterschied, der auf die farbliche Gestaltung der dunklen Holztafeln zurückgeführt werden kann, die einen hellen Hintergrund für die Aufschriften der Namen erforderlich machte. Zudem weichen sie, aufgrund des differierenden Platzes auf den Kupferstichen, in ihrer Stellung zum Wappen von den Originalen oftmals leicht ab.

Die Ahnentafeln entstanden im Zusammenhang mit der Hochzeit des Jungherzogs Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg mit der Markgräfin Jakobe von Baden. Die Trauung fand am 16. Juni 1585 in Düsseldorf in der Schlosskapelle statt. Die anschließenden Feierlichkeiten, zu denen auch Turniere und abendliche Feuerwerke zählten, erstreckten sich bis zum Abend des 23. Juni.19) An diesen Turnieren durften nur Adelige teilnehmen, die – so das am 17. Juni zwei Mal verlesene „Cartell“ mit den Regeln für die Turniere – acht adelige Ahnen, je vier väterliche und vier mütterliche, mit Wappen, Helmzier und Namen vorweisen mussten. Die dazu geschaffenen Tafeln, die an Stöcken befestigt waren, wurden nach der Anmeldung der Teilnehmer den Turnierrichtern präsentiert und anschließend in einem dazu aufgerichteten Bau auf dem jeweiligen Turnierplatz angeschlagen oder aufgehängt.20) Graminäus hat die elf Kupferstiche in die Beschreibung des ersten der Turniere, des Ringrennens am 18. Juni, eingefügt.

Allerdings hat schon kurze Zeit nach der Hochzeit offenbar eine Reihe von Tafeln gefehlt, da auf einem weiteren, der Beschreibung des Graminäus beigefügten Kupferstich 46 Wappen von Teilnehmern am Fußturnier zusammengestellt sind,21) darunter jene von 22 Teilnehmern, für die keine Ahnentafel überliefert ist. Ebenso überliefert ein weiterer Kupferstich 48 „Heubtschildt“ von Turnierteilnehmern,22) darunter fünf, zu denen ebenfalls keine Ahnentafel nachgewiesen werden kann.

Anmerkungen

  1. Die erhaltenen Tafeln werden im Stadtmuseum Düsseldorf als Aufschwörtafeln geführt und entsprechend z. B. auch in Kat. Land im Mittelpunkt, S. 442f., Nr. G 6 (I[rene] M[arkowitz]) so bezeichnet. Nach den Angaben bei Graminäus ist eine Aufschwörung jedoch nicht bezeugt, so dass v. Klocke, Ahnenproben, und v. Oidtman, Ahnentafeln, ebenso wie Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, dort bes. S. 15, Anm. 1, zu folgen ist.
  2. Inv.-Nrn. B 2038 u. B 2041–2047.
  3. Auf den Inventarkarten im Stadtmuseum findet sich der Hinweis, dass 1960 Firnis-, Schellak- und Schmutzschichten entfernt und neue aufgetragen worden seien. Das Zustandsprotokoll des Restaurierungszentrums der Landeshauptstadt Düsseldorf von September 2005 nennt unter anderem „deutlich überarbeitete Malschichtfehlstellen in mehreren Bildbereichen“ (S. 2). Dort auch die Angaben zu den Rahmen. Bei v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 5 Abb. 2, sind im Jahr 1940 deutlich Schäden an der Tafel des Heinrich Kettler zu erkennen.
  4. Vgl. dazu die Tafeln für Bertram Quadt und Wilhelm von Streithagen = Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nrn. 2046 u. 2047.
  5. Die Ahnentafeln sind abgebildet bei Graminäus, Beschreibung, auf den Kupferstichen 14–24. Nicht bei Graminäus bzw. Hogenberg abgebildet ist die Tafel des Heinrich von Kettler. Vermutlich war er einer der beiden Adeligen, die in der Eile die geforderten Beweise nicht beibringen konnten und sich verpflichten mussten, ihre Tafeln nachträglich einzuschicken. Vgl. Graminäus, Beschreibung, nicht paginiert; zum 18. Juni 1585, u. v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 4. Graminäus zählt insgesamt 72 Teilnehmer auf, von denen fünf jeweils mit Bruder aufgeführt werden.
  6. Zu der Hochzeit selbst sowie der Beschreibung vgl. Kap. 2.1.5 der Einleitung.
  7. Graminäus, Beschreibung, nicht paginiert; zum 23. Juni 1585.
  8. Harleß, Entwicklungsgang, S. 306.
  9. Laut Eintrag auf den Inventarkarten im Stadtmuseum Düsseldorf. Vgl. dazu Kat. Ausstellung 1888, S. 92, Nrn. 1068 u. 1069. Demnach befanden sich 1888 zwei Tafeln nachweislich noch in Privatbesitz, jene für Dael von Kalle zu Dael (heute Stadtmuseum Düsseldorf, Inv.-Nr. 2043) und für Adolf von Eller (verloren; Kupferstich 18,6) oder Bertram Quadt zu Eller (Stadtmusuem Düsseldorf, Inv.-Nr. 2046).
  10. V. Oidtman, Ahnentafeln, S. 3 Anm. 3, nennt 1913 nur sieben Tafeln; es fehlt die des Dael von Kalle zu Dael. Auch v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 4, hat 1940 nur sieben erwähnt.
  11. Zur Bewertung der Wiedergabe auf den Kupferstichen vgl. unten im Kommentar. Die Edition erfolgt nach den diesem Band zugrunde liegenden Grundsätzen für die kopiale Überlieferung.
  12. Vgl. zu dieser Publikation die Rezension von Hans J. Domsta, in: RhVjbll 77 (2013), S. 491–495.
  13. Die Angaben dienen lediglich einer ersten Orientierung sowie gegebenenfalls als Ausgangspunkt für die Suche nach weiteren Daten zur Person.
  14. Zustandsprotokoll des Restaurierungszentrums der Landeshauptstadt Düsseldorf von Sept. 2005, S. 1; mit H. 73 u. B. 53 cm mit Rahmen leicht abweichende Maße u. a. bei v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 3 u. Kat. Land im Mittelpunkt, S. 442f., Nr. G 6 (I[rene] M[arkowitz]); Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 14.
  15. Vgl. oben Anm. 3.
  16. Vgl. Beck/Beck, Schrift, S. 97f.
  17. Vgl. dazu auch Rümmler, Fürstlich Jülichsche Hochzeit, S. 37; Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 1.
  18. Es liegen zwei Fassungen der Kupferstiche vor. Vgl. dazu Kap. 2.1.5 der Einleitung, dort Anm. 161.
  19. Vgl. dazu z. B. Rümmler, Hochzeit; dies., Fürstlich Jülichsche Hochzeit.
  20. Vgl. dazu Kupferstich 28 bei Graminäus, Beschreibung; v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 4 u. Abb. 1.
  21. Graminäus, Beschreibung, Kupferstich 33; vgl. die Liste bei Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 291.
  22. Graminäus, Beschreibung, Kupferstich 32; vgl. die Liste bei Wieczorek/Gädtke, Ahnentafeln, S. 290.

Nachweise

  1. Graminäus, Beschreibung, Kupferstiche 14–24.
  2. v. Klocke, Ahnenproben, Sp. 4f. (Heinrich Kettler) u. Sp. 5f. (Johann von der Recke = Kupferstich 14,1.).
  3. Rümmler, Hochzeit, S. 174 Abb. 5 (Abb. der erhaltenen Tafeln von Wilhelm von Neuhoff gen. Ley = Kupferstich 21,3; Hubricht Lutter von Gertzen = Kupferstich 24,4; Dael von Kalle zu Dael = Kupferstich 22,6; Johann von Binsfeld = Kupferstich 18,4) u. S. 179 Abb. 9 (Kupferstich 16).
  4. Kat. Land im Mittelpunkt, S. 442f., Nr. G 6 (I[rene] M[arkowitz]) zu den acht im Original erhaltenen Tafeln mit Abb. der nicht bei Rümmler abgebildeten (Wilhelm von Hatzfeldt = Kupferstich 17,4; Bertram Quadt = Kupferstich 18,1; Wilhelm von Streithagen = Kupferstich 24,1; Heinrich Kettler).
  5. Zu den Abbildungen einzelner Tafeln nach den Hogenbergschen Kupferstichen bei Schleicher, Slg. Oidtman, vgl. die Angaben unter der jeweiligen Tafel.

Zitierhinweis:
DI 89, Stadt Düsseldorf, Nr. 76(†) (Ulrike Spengler-Reffgen), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di089d008k0007602.