Die Inschriften der Stadt Braunschweig bis 1528

Katalogartikel in chronologischer Reihenfolge.

DI 35: Stadt Braunschweig I (1993)

Nr. 95 St. Ägidien 1423

Beschreibung

Grabplatte des Priesters Anselm von Gifhorn im nördlichen Querschiff, dem heutigen Haupteingang, in die östliche Wand in Augenhöhe des Betrachters eingemauert. Die Inschrift ist in fünf Zeilen zwischen Linien in die rechteckige Sandsteinplatte eingehauen.

Maße: H.: 41 cm; Br.: 56,5 cm; Bu.: 5 cm.

Schriftart(en): Gotische Minuskel.

DI 35, Nr. 95 - Braunschweig, St. Ägidien - 1423

 Bernhard Boockmann [1/1]

  1. · anno · d(omi)ni · m · cccc · / xx · iii · nonas · septe(m)/bris · obiit · ancel/m(us) · de · gifhorne · cui(us) / a(n)i(m)a · requiescat · i(n) · pace

Übersetzung:

Im Jahr des Herrn 1423, an den Nonen des September (5. 9.), starb Anselm von Gifhorn. Seine Seele ruhe in Frieden.

Kommentar

Anselm von Gifhorn war Priester an St. Ägidien, wie aus der Inschrift auf seinem Epitaph an derselben Kirche hervorgeht (Nr. 96). Nach einem Inventar von 1528 stiftete er dem Kirchenschatz von St. Ägidien zwei vergoldete Monstranzen1).

Anmerkungen

  1. Römer-Johannsen, S. 39. Anders als von Hucker, S. 610 mit Anm. 179, behauptet, ist der Kirchenschatz von St. Ägidien durch Ute Römer-Johannsen in einem ausführlichen Aufsatz bearbeitet worden.

Nachweise

  1. Beck, H III 1, 15, S. 33; Römer-Johannsen (wie Anm. 1)

Zitierhinweis:
DI 35, Stadt Braunschweig I, Nr. 95 (Andrea Boockmann), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di035g005k0009502.